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Sie sind stets im Einsatz für ihr Dorf

Dorffest, Schützenverein und Arbeit in der Natur: Ulla und Franz-Josef Schwinefot aus Spreda engagieren sich für die dörfliche Gemeinschaft.

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Ein offenes Ohr und stets hilfsbereit: Ulla und Franz-Josef Schwinefot aus Spreda. Im Hintergrund ist der Storchenhorst zu sehen, den die Familie vor einigen Jahren errichtete. Foto: Wehring

Ein offenes Ohr und stets hilfsbereit: Ulla und Franz-Josef Schwinefot aus Spreda. Im Hintergrund ist der Storchenhorst zu sehen, den die Familie vor einigen Jahren errichtete. Foto: Wehring

An die Gemeinschaft denken und sich für sie engagieren – was vielen Menschen heutzutage in der Gesellschaft zu kurz kommt, wird bei Ulla und Franz-Josef Schwinefot in Spreda vorgelebt. Das Ehepaar setzt sich für die Dorfgemeinschaft ein, organisiert Feste, um den Zusammenhalt zu stärken und bringt sich bei Vereinen ein. Jüngstes Beispiel dafür ist das vor einigen Wochen stattgefundene 2-tägige Dorffest Spreda. Zum einen fand es auf dem Gelände der Familie Schwinefot statt. Zudem arbeiten Ulla und Franz-Josef seit vielen Jahren auch im Organisationsausschuss mit und denken sich somit alle fünf Jahre zusammen mit ihren 5 männlichen und weiblichen Mitstreitern neue Programmpunkte aus, um die Festbesucher zu überraschen und bei Laune zu halten. Zudem ist im Vorfeld auch immer viel zu tun, der Aufbau muss gemacht werden und für das Wohl der Besucher muss gesorgt werden.

Auf dem Dorffest waren an beiden Tagen jeweils 500 Gäste

Spreda hat etwa 400 Einwohner, „auf dem Dorffest waren an beiden Tagen jeweils ungefähr 500 Gäste, damit waren wir sehr zufrieden“, blickt der 64-jährige „Ureinwohner“ zurück. Viele Besucher kommen auch aus den benachbarten Bauerschaften nach Spreda. „Da bestehen langjährige Kontakte“, freut sich der Spredaer.

Franz-Josef Schwinefot gehört seit 1981 dem Ausschuss an, damals war er noch ein junger Mann. Er erinnert sich noch genau: „Damals haben wir das Dorffest nur alle 10 Jahre organisiert, wir waren schon immer eine gute Mischung aus älteren, bewährten Dorfbewohnern und jungen, die erst in diese Arbeit reinkommen mussten.“ Ulla Schwinefot wirkt seit 2001 im Dorffestausschuss mit, erste größere Aufgabe war damals die Erstellung der Dorfchronik zum 800-jährigen Jubiläum der urkundlichen Erwähnung Spredas. Die Mitarbeit im Festausschuss macht ihr großen Spaß, „wir sind ein eingespieltes Team, das gut zusammenarbeitet.“ Planen, Organisieren und Kontakte knüpfen sind ihr Ding. Das kommt ihr auch im Alltag entgegen, wenn sie im eigenen Shop, der „Futterscheune“ steht und Kleintiernahrung, Leckereien und Accessoires für die lieben Kleinen verkauft.

Auch im Schützenverein sind sind aktiv

Das Ehepaar hat zwei erwachsene Kinder und engagiert sich zusammen auch im Schützenverein. Franz-Josef war viele Jahre stellvertretender Kompanieführer der Kompanie Spreda, Ulla Schwinefot hatte das Amt der Schriftführerin inne. Diese Ehrenämter haben sie abgelegt, nicht aber ihr Hobby: Beide sind seit vielen Jahren begeisterte Sportschützen bei der Schützenbruderschaft Holtrup-Langförden und sind immer bei den Übungsabenden dabei. Dieses Hobby hat die beiden auch schon auf diverse Wettbewerbe im gesamten Bundesgebiet gebracht.

Für die Störche baute man einen Horst samt Webcam

Franz-Josef Schwinefot arbeitet auf einem Schweinemastbetrieb in Bakum und hat eine große Leidenschaft für die Landwirtschaft und die Hege und Pflege der Natur. Auf dem weitläufigen Gelände, dass der Familie gehört, hat er vor einigen Jahren ein wunderschönes Kleinod für die Natur geschaffen: Wallanlagen, ein Feuchtbiotop und eine Streuobstwiese sind dabei entstanden. In Kooperation mit der Lebensgemeinschaft Sonnenhof hat er dort zudem Grünpflanzungen vorgenommen, die vom Sonnenhof bewirtschaftet und genutzt werden. Und weil alljährlich Störche in der Umgebung auf Stippvisite waren, kam ihm die Idee, auf dem Terrain einen Storchenhorst zu errichten. In diesem Jahr wurde die Nestanlage erstmalig von einem Storchenpaar als Familienunterkunft ausgewählt. Die drei Jungtiere haben ihr „Elternhaus“ aktuell zwar schon wieder verlassen, in den Wochen davor war das Nest aber eine große Attraktion in der Bauerschaft. Und damit man das Leben der Familie Adebar auch von unten ein wenig detaillierter beobachten konnte, hatte Ulla Schwinefot die Idee, an einem Mast eine Web-Cam zu installieren. „So waren wir immer live dabei“, berichtet sie, „es war ein herrliches Schauspiel.“

Dorfgemeinschaft Spreda-Deindrup kümmert sich um das Inklusionshaus

Die neueste Aufgabe steht aktuell für Franz-Josef Schwinefot schon vor der Tür: Als 2. Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Spreda-Deindrup hat er sich zusammen mit seinen Mitstreitern auch um die Unterhaltung und Nutzung des neu errichteten Inklusionshauses zu kümmern. Die Einweihung des von der Stadt Vechta gebauten Dorfgemeinschaftshauses findet in Kürze statt. „Die Nutzung muss wohl überlegt sein, schließlich geht es da auch um die Kosten“, erklärt er und hat damit gleich eine weitere Aufgabe, die für die Dorfgemeinschaft zu lösen ist.

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