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Schüler wissen genau, was sie wollen

In jedem Jahr kümmern sich die Schüler um die Gäste beim MT-Benefizessen. Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Veranstaltung nicht stattfinden, die Lehrer haben sich einen Ersatz überlegt.

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Projektarbeit: Siwan Khalat arbeitet an seinem Schoko-Knusperhäuschen. Am Ende entsteht ein großes Geschenk für die Familie. Foto: Hermes

Projektarbeit: Siwan Khalat arbeitet an seinem Schoko-Knusperhäuschen. Am Ende entsteht ein großes Geschenk für die Familie. Foto: Hermes

Jasmin Bohlsen weiß schon genau, was sie beruflich machen will. Zurzeit absolviert die 17-Jährige die einjährige Berufsfachschule Gastronomie der BBS am Museumsdorf, anschließend möchte sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau absolvieren. Bewerbungen für das kommende Jahr hat die Schülerin auch schon verschickt.

„In den Sommerferien habe ich bereits ein Praktikum in diesem Bereich gemacht“, erzählt Bohlsen. Nach dem Realschulabschluss habe sie sich schließlich für diese Richtung entschieden. Die Berufsfachschule kann als erstes Ausbildungsjahr angerechnet werden oder die Lehre wird am Ende ein halbes Jahr verkürzt.

Gemeinsam mit ihren Mitschülern hätte Bohlsen den Gästen beim MT-Benefizessen die Gerichte und Getränke serviert. Da die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann, haben sich die Lehrer Inis Coenen und Matthias Grummel eine neue Projektarbeit überlegt.

In den verschiedenen Lernfeldern stellen die Schüler kleine Geschenke, einen Spruch oder ein Schoko-Knusperhäuschen her. Am Ende wird alles zu einem Präsent für die Familie zu Hause zusammengefügt.

Eindeutiger Berufswunsch: Jasmin Bohlsen möchte eine Ausbildung zur Hotelfachangestellten beginnen.Fotos: HermesEindeutiger Berufswunsch: Jasmin Bohlsen möchte eine Ausbildung zur Hotelfachangestellten beginnen.Fotos: Hermes

Die Klasse setzt sich aus vielen verschiedenen Charakteren und Geschichten zusammen. Da ist zum Beispiel Dunya Al-Ali, die seit drei Jahren in Deutschland ist. Über ihren Bruder kannte sie die Schule, nun ist sie fleißig am Lernen. „Sie ist auf einem sehr guten Weg“, sagt auch Coenen.

Hiwida Haweri nutzt die Chance, ihren Realschulabschluss zu erlangen. Nach diesem Jahr hängt sie noch die Berufsfachschule Ernährung und Hauswirtschaft an. „Danach möchte ich zahnmedizinische Fachangestellte werden“, sagt die Schülerin. Was zunächst verwundert, passt auf den zweiten Blick zusammen. „Das haben wir schön öfter gehabt. Die Arbeit an Rezeption, Empfang und Terminvergabe ist dem Gastroservice sehr ähnlich. Unser schulisches Angebot ist ein gutes Sprungbrett“, erklärt Grummel dazu.

Einmal in der Woche kocht die Gruppe auch für Schüler und Lehrer. Unter normalen Bedingungen ohne Corona sind sie jeden Donnerstag mit Service und Küche an der Reihe. Das diesjährige Praktikum mit 160 Stunden muss wohl auch wegen der Pandemie ausfallen. „Da werden wir uns noch etwas einfallen lassen“, sagen Coenen und Grummel.

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