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Sam Dylan scheitert auf dem Laufband und an Schlauchbootlippen

"Wir sind hier nicht im Disneyland": Der Cloppenburger Sam Dylan gab sich im Halbfinale der Dschungelshow kämpferisch. Zuerst flog er vom Fitnessgerät und dann aus dem Rennen ums goldene Ticket.

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Augen zu und durch: Sam Dylan wird in 14 Metern Höhe auf das Laufband geführt. Foto:&nbsp;<a target="_blank" href="http://www.tvnow.de">TVNOW</a> / Stefan Gregorowius

Augen zu und durch: Sam Dylan wird in 14 Metern Höhe auf das Laufband geführt. Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Schluss, Aus, Vorbei: Der Cloppenburger Trash-TV-Darsteller Sam Dylan ist im Halbfinale der RTL-Dschungelshow rausgeflogen - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Sein letzter großer Auftritt war schwebend im Hürther Nachthimmel. Gescheitert in der Dschungelprüfung. Auf einem Laufband. In 14 Metern Höhe.

Sam Dylan wollte es unbedingt- das goldene Ticket für das RTL-Dschungelcamp, das in diesem Jahr coronabedingt nicht im australischen Dickicht stattfinden kann. Stattdessen suchte der Privatsender in einer Art Vor-Castingshow nach wiederverwertbaren Stars und Sternchen oder Selbstdarstellern aus den Zeitverschwendungsformaten der eigenen Senderfamilie.

"Wir sind hier nicht im Disneyland", gab sich Dylan zu Beginn der 2. Halbfinalshow am Donnerstagabend kämpferisch. Er wolle alles geben. RTL sollte ihn dann tatsächlich an seine Grenzen bringen - und nahm ihm die eigentliche Bühne. Denn während sich die Kandidaten in der Vorrunde im Tiny House, welches Sam Dylan am Donnerstag mit einem Escape-Room verglich, auf engstem Raum verbal selbst zerfleischen und ihre Charaktere in den Vordergrund stellen konnten, blieb dafür im Halbfinale keinen Platz. Mehr als einen Campingstuhl im Pseudo-Dschungel des Fernsehstudios in Köln-Hürth gab es nicht. 

"Ach du Scheiße, wie im Fitnessstudio."Sam Dylan vor der Dschungelprüfung

Gefragt war körperlicher Einsatz - bei der Dschungelprüfung "Läuft bei dir". Auf einem 14 Meter hohen Gerüstturm wartete ein Laufband auf die Kandidaten. "Ach du Scheiße, wie im Fitnessstudio", entfuhr es Sam. Das ist zwar nun in den seltensten Fällen in luftiger Höhe zu finden. Sams größte Sorge war denn wohl, "dass ich stolpere".

Drei Minuten sollte er - abgesichert an einem Seil - auf dem Fitnessgerät durchhalten. Stufenweise erhöhte sich das Tempo von 12 auf 20 Stundenkilometer. Gepaart mit keuchenden Stoßgebeten aus "Oh Gott" und "Scheiße" ließen die Kräfte schon bei Stufe 2 nach. Der Cloppenburger rutschte vom Gummi und segelte von dannen.

Konnte am Ende Sam Dylan ausstechen: Djamila Rowe. Foto: a target=_blank href=http:www.tvnow.deTVNOWa  Stefan GregorowiusKonnte am Ende Sam Dylan ausstechen: Djamila Rowe. Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Dass es Sam Dylan nicht ins Finale geschafft hat, könnte mehrere Gründe haben. Entweder war es der relativ unspektakuläre Abflug vom Laufband. Oder es fehlte schlicht an der Bühne für Selbstdarstellung, an der sich der gemeine RTL-Zuschauer mit der Chips-Tüte auf der Couch so gerne ergötzen mag. Der hatte es zuletzt mit Telefonanrufen in der Hand und ließ ihn an Mit-Kandidatin Djamila Rowe, scheitern. Vielleicht ist sie der Hauptgrund seines Scheiterns: Gegen Schlauchbootlippen hat auch die größte Trash-Queen keine Chance.

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