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Radtour: Unterwegs mit Emsteks Bürgermeister Michael Fischer

Für die Promenade hat Emsteks Bürgermeister Michael Fischer einige schöne Plätze in und um Emstek mit dem Fahrrad angesteuert und dabei ein bisschen über sich, seine Arbeit und die Gemeinde erzählt.

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Emsteks Bürgermeister Michael Fischer hat mit dem Fahrrad ein paar schöne Plätze in seiner Gemeinde angesteuert. Foto: Tanja Schulte-Saß

Emsteks Bürgermeister Michael Fischer hat mit dem Fahrrad ein paar schöne Plätze in seiner Gemeinde angesteuert. Foto: Tanja Schulte-Saß

In seiner Freizeit erkundet Emsteks Bürgermeister Michael Fischer gemeinsam mit Ehefrau Daniela seine Gemeinde auch gerne einmal mit dem Fahrrad. Vom Rathaus aus geht es mit dem E-Bike zunächst einmal zu einem ganz persönlichen Lieblingsplatz: dem eigenen Garten. Wie bei vielen anderen, hat auch Michael Fischer mit seiner Frau in den letzten zwei Jahren während des Lockdowns und der Corona-Einschränkungen viel Zeit hier verbracht, ein neues Hochbeet ist entstanden und auch am Grill hat Michael Fischer öfter gestanden. In ihrer Freizeit sind die beiden aber auch - gerne unterwegs, Urlaube verbringen sie auf Norderney oder an der Ostsee. „Im nächsten Jahr soll es aber Richtung Island und vielleicht nach Skandinavien gehen. Hier gibt es noch einige tolle Festivals, die wir uns gerne anschauen möchten.“ In Verbindung mit Festivals und Konzerten unternehmen die beiden auch gerne Städtetrips nach Hamburg, Berlin oder Düsseldorf. „Die Toten Hosen habe ich bestimmt schon zehn Mal gesehen“, erzählt er. Wobei er sich die Bands am liebsten dort anschaut, wo sie herkommen. „Bei einem Heimspiel ist immer eine ganz besondere Stimmung.“

Heavy Metal und Punk-Fan durch und durch

Wenn er nicht gerade Bürgermeister der Gemeinde Emstek ist, dann ist Michael Fischer nämlich eines: Heavy Metal- und Punk-Fan durch und durch. „Die Toten Hosen“, „Iron Maiden“ oder „AC/DC“, um nur einige Bands zu nennen. Kein Wunder, dass er sofort Feuer und Flamme war, als die Organisatoren des Musikfestivals „Hell over Halen“ mit der Idee auf ihn zukamen, ein Heavy-Metal Festival in seiner Gemeinde ins Leben zu rufen. „Da bin ich natürlich sofort mit dabei“, sagt er begeistert. Dass aus dem Wochenend-Event coronabedingt „nur“ eine Tagesveranstaltung geworden ist, hat seiner Begeisterung für die Veranstaltung keinen Abbruch getan. „Das war ein perfekter Start in eine hoffentlich gute Festival- und Konzert-Saison“, sagt er. „In Wacken sind die Veranstalter 1990 auch so klein angefangen.“ Mittlerweile ist das Wacken Open Air-Festival ein Mekka für alle Metal-Fans, auch für Michael Fischer. Auch wenn die erste Vor-Ort-Teilnahme leider bislang noch aussteht. Seine persönliche Wacken-Lounge hat er sich im letzten Jahr zu seinem Geburtstag gegönnt: einen XXL-Strandkorb im W:O:A-Design. T-Shirt, Hoodie, Armbänder und Totenkopfringe, sein Hobby findet sich auch in seinem Kleidungsstil wieder. Ohnehin ist Michael Fischer modebewusst. Looks mit Totenkopf, aber auch Outfits und Schuhe in besonderem Design sind da keine Seltenheit. „Bei der Wahl der Kleidung muss das Gesamtkonzept einfach passen. Das ist mir wichtig.“

Wenn man an zweiter Stelle steht, möchte man irgendwann auch an erster stehen.Bürgermeister Michael Fischer

Vom heimischen Garten führt die Radtour weiter in Richtung Bürgerpark. Ein tolles Ziel für Jung und Alt: die Spielelandschaft für Kinder, aber auch Geräte für Erwachsene und das im Zuge der Neugestaltung errichtete Amphitheater für öffentliche Aufführungen bieten viel Abwechslung für alle Altersgruppen. „Der Bürgerpark ist – auch dank einiger Fördergelder – in den letzten Jahren über mehrere Bauabschnitte neu gestaltet und richtig schön angelegt worden. Er wird auch sehr gut angenommen“, freut sich Michael Fischer, dass die Menschen aus seiner Gemeinde gerne hierherkommen. Während einer kurzen Pause beim Amphitheater erzählt der Bürgermeister, dass er den Weg in die Politik 1992 mit dem Eintritt in die Junge Union gefunden hat.

Von da an ging es schließlich über verschiedene Stationen bis in sein heutiges Amt. Seine Laufbahn im gehobenen Verwaltungsdienst hat ihn zunächst nach Bohmte gebracht, hier war er als Erster Gemeinderat tätig. „Für mich stand aber fest, wenn ich an zweiter Stelle stehe, dann möchte ich irgendwann auch an erster Position sein“, begründet Michael Fischer seine Entscheidung, sich 2007 als Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Emstek aufzustellen. Mit Erfolg. Seither hat er gemeinsam mit seinen politischen Partnern einiges in der Gemeinde bewegen können. Dass er im letzten Jahr zum dritten Mal gewählt wurde, zeigt, „…dass vieles von dem, was ich gemacht habe, richtig gewesen zu sein scheint“, sagt er. Er freut sich auf die nächsten Jahre in seinem Amt und die vielen Aufgaben und Vorhaben, die politisch noch vor ihm stehen. Der vor Kurzem einstimmig beschlossene Haushalt mit einer hohen Schuldenaufnahme zeigt, dass die Gemeinde Emstek noch einiges realisieren möchte.


Ab aufs Rad: Start der Fahrradtour war beim Emsteker Rathaus.
Schulte-Saß
Privat ist Michael Fischer gerne mit dem Fahrrad unterwegs.
Schulte-Saß
Seit 2007 ist Michael Fischer Bürgermeister der Gemeinde Emstek.
Schulte-Saß
Auch auf seinem Schreibtisch im Rathaus wird sichtbar, dass Michael Fischer Heavy Metal- und Punk-Fan ist.
Der Rundweg am Haler Badesee ist auch für Radfahrer schön angelegt.
Schulte-Saß
In seiner private Wacken-Lounge zieht sich der Bürgermeister privat gerne zurück, um abzuschalten.
Schulte-Saß
Stopp am Haler Badesee. Er ist ein beliebtes Naherholungsziel, auch mit dem Rad.
Schulte-Saß

Die politische Arbeit in Emstek macht dem 50-Jährigen viel Spaß. „Ich habe im Rat eine breite Unterstützung. Das macht eine Menge aus“, fügt er hinzu. Dass man nichtsdestotrotz auch als Kommunalpolitiker gelegentlich ein breiteres Kreuz braucht, erzählt er während des nächsten Stopps am Haler Badesee. Als der Ansturm im letzten Jahr zu groß war und die Sicherheit – auch im Hinblick auf die Pandemie – nicht mehr gewährleistet werden konnte, ist die Besucherzahl begrenzt worden. „Das fanden nicht alle gut und es gab natürlich auch Kritik an dieser Entscheidung. Damit lernt man aber umzugehen“, sagt er. „Der Badesee ist schließlich ein beliebtes Naherholungsziel, gerade an warmen Sommertagen. Der im letzten Jahr neu angelegten Rundweg trägt natürlich seinen Teil dazu bei“, fügt er hinzu.

Zu den Aufgaben eines Bürgermeisters gehören auch viele repräsentative Termine, bei denen Michael Fischer oft von seiner Frau begleitet wird. „Ohne jemanden, der zu Hause dahinter steht, sind die Termine außer der Reihe fast nicht möglich.“ Zwischen dem Bürgermeister und der Privatperson Michael Fischer versucht er, so oft es geht, eine Grenze zu ziehen. „Das gelingt nicht immer. Ob beim Einkaufen oder auf dem Schützenfest an der Theke, wenn mich Menschen im privaten Umfeld auf politische Themen oder Anliegen ansprechen, verweise ich allerdings darauf, mich im Rathaus in der Funktion als Bürgermeister aufzusuchen“, macht er seine Position im Hinblick auf sein Privatleben deutlich. Und in dem freut er sich in den nächsten Wochen auf viele Konzertbesuche.

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