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Musik, Vorstand und Jugendarbeit stehen bei Florian Henke im Fokus

"Mensch der Woche": Der 23-Jährige engagiert sich bei der Feuerwehrkapelle Vörden. In der aktuellen Zeit fehlen ihm die persönlichen Kontakte sehr.

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Mit seinem Lieblingsinstrument: Florian Henke spielt Tenorsaxophon bei der Feuerwehrkapelle Vörden und engagiert sich auch im Vorstand. Foto: Wehring

Mit seinem Lieblingsinstrument: Florian Henke spielt Tenorsaxophon bei der Feuerwehrkapelle Vörden und engagiert sich auch im Vorstand. Foto: Wehring

Engagement für andere und für die Gemeinschaft – das ist etwas, was zum Leben von Florian Henke dazugehört. Der 23-Jährige ist seit etwa 15 Jahren Musiker der Feuerwehrkapelle Vörden und arbeitet seit 2020 auch als Schriftführer und Pressesprecher im Vorstand mit. Zudem ist er seit längerer Zeit Jugendvertreter der Kapelle. „Das alles macht mir großen Spaß“, bekennt der 23-Jährige, „obwohl die aktuellen Beschränkungen uns allen viel abverlangen.“

Kontakt zu Musikerkollegen fehlt

Keine Schützenfeste, keine Konzerte, nicht einmal die Übungsabende dürfen stattfinden. Mit Beginn der Pandemie im März 2020 wurden die Probenabende ausgesetzt, im Sommer open air wieder aufgenommen und seit Oktober trifft man sich gar nicht mehr. „Mir fehlt der Kontakt zu den Musikerkollegen sehr. Die regelmäßigen Übungsabende am Freitag waren fester Teil meiner Wochenplanung“, sagt Florian Henke etwas wehmütig.

Mit dem Musizieren beginnt er als Achtjähriger

Zusammen mit seinen rund 30 Musikerkollegen ist er in normalen Zeiten mit der Feuerwehrkapelle Vörden auf Konzertabenden oder Schützenfesten in der Region aktiv. Florian Henke spielt dabei entweder Tenorhorn oder Tenorsaxophon – Letzteres sei zurzeit sein Favorit, sagt er. Um nicht ganz aus der Übung zu kommen, spielt er regelmäßig zu Hause – „meistens aktuelle Titel aus den Charts und nur für mich“, lächelt der sympathische junge Mann.
Als Achtjähriger hat Florian Henke mit dem Musizieren angefangen, zusammen mit zwei Schwestern. „Das war unserer Mutter ganz recht, denn so brauchte sie nur einmal fahren und hat damit drei Kinder bedient“, erinnert er sich. Mit ihren Hobbys wurden alle fünf Geschwister gefördert. Mit Erfolg, denn Florian Henke ist der Musik treu geblieben.

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen fehlt

Aber nicht nur das Miteinander innerhalb der Kapelle vermisst der freundliche und offene junge Mann sehr. Auch die Arbeit mit den musizierenden Kindern und Jugendlichen – das Jugendorchester der Feuerwehrkapelle Vörden zählt zwölf junge Mitglieder 
– fehlt Florian Henke sehr. Die Arbeit mit den jungen Menschen mache ihm Spaß, und die Resonanz sei mehr als positiv, sagt Florian Henke. Er hofft sehr, dass die Nachwuchsarbeit des Vereins weiterhin so gute Früchte trage, „schließlich brauchen wir unseren Nachwuchs so sehr“.
Henke hofft, dass nach Ende der Pandemie alle jungen Musiker und Musikerinnen weiterhin am Ball bleiben und am Orchesterleben teilnehmen. Derzeit hoffen alle Verantwortlichen auf sinkende Inzidenzzahlen, damit man im Sommer wenigstens wieder draußen üben kann.

"Gutes Essen, Gutes tun"

In normalen Zeiten gehören regelmäßige Aktionen und Veranstaltungen mit dem Nachwuchs zum Orchesterleben. Auch hier bringt sich Henke gerne ein. Mit einer Masken-Aktion und Nachrichten über die sozialen Netzwerke haben die Verantwortlichen versucht, das Vereinsleben so gut wie möglich aufrecht zu erhalten. Einige Musiker waren auch an der Initiative „Gutes Essen, Gutes tun“ beteiligt. Dabei konnten die Menschen in Vörden und Umgebung verschiedene Gerichte (beim Gasthof Wellmann) und selbst gebackenen Kuchen (beim Eiscafé Kiru) bestellen, alles wurde ihnen coronagerecht durch die Feuerwehrkapelle Vörden nach Hause gebracht. „Die Aktion ist super angenommen worden, wir möchten uns bei allen Teilnehmern ganz herzlich bedanken“, sagt Florian Henke.

Mitarbeit zum Wohle der Gemeinschaft

Soziales Engagement und die Mitarbeit zum Wohle der Gemeinschaft – das sind Themen, die für Florian Henke immer schon Bedeutung hatten. Zusammen mit vier Geschwistern wuchs er auf einem klassischen Drei-Generationen-Bauernhof in Vennermoor zwischen Hunteburg und Vörden auf. „Mithelfen mussten wir auch als Kinder schon“, erinnert er sich.

„Ein sehr spannendes Jahr, in dem ich viel gelernt und gesehen habe."Florian Henke über sein Jahr in Chile

Nach Realschule und Abitur am Wirtschaftsgymnasium Lohne war Florian Henke im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Dienstes zunächst ein Jahr in Chile und wirkte bei einem Projekt mit, wo es um die indigene Bevölkerung des Landes ging. „Ein sehr spannendes Jahr, in dem ich viel gelernt und gesehen habe, mit wie wenig finanziellen Mitteln und Komfort andere Menschen auskommen müssen“, erinnert er sich.

Duales Studium bei Grimme

Nach der Rückkehr aus Südamerika schloss Florian Henke das Duale Studium „Business Administration“ bei der Dammer Firma Grimme an, „einem Unternehmen mit sehr starker sozialer Verantwortung“, wie er findet. Der theoretische Teil wird von der PHWT in Vechta durchgeführt, Praxis wird in der Firma in Damme vermittelt. Derzeit befindet er sich im letzten Theoriesemester, alle Unterrichtseinheiten finden online statt – sehr zum Leidwesen Henkes, der seine KommillitonInnen sehr vermisst. In Kürze startet er die Vorbereitung seiner Bachelor-Arbeit.

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