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MT-Weihnachtsaktion unterstützt ambulanten Hospizdienst

Während der Advents- und Weihnachtszeit können Leser wieder für den guten Zweck spenden. In diesem Jahr ist der Erlös für die Familienbegleitung und das Projekt "Hospiz in der Schule" gedacht.

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Freuen sich über die MT-Weihnachtsaktion: Hildegard Meyer und Gregor Möller-Reemts. Foto: Hermes

Freuen sich über die MT-Weihnachtsaktion: Hildegard Meyer und Gregor Möller-Reemts. Foto: Hermes

Mit der MT-Weihnachtsaktion möchte die OM-Mediengruppe in diesem Jahr den ambulanten Hospizdienst für den Landkreis Cloppenburg unterstützen. "Die Haupt- und Ehrenamtlichen dort leisten eine tolle und wichtige Arbeit", sagt Chefredakteur Ulrich Suffner dazu.

Wie Koordinatorin Hildegard Meyer und der Vorsitzende Gregor Möller-Reemts erklären, übernimmt der ambulante Hospizdienst zahlreiche verschiedene Aufgaben. "Wir decken unter anderem eine große Bandbreite der Sterbebegleitung und Trauerarbeit ab", berichten die beiden im Gespräch mit OM Online. Neben Meyer sind auch Anne-Christine Baro und Karin Kellermann als Koordinatorinnen tätig. Das Geld aus der diesjährigen Weihnachtsaktion ist speziell für die Familienbegleitung in der Kinder- und Jugendhospizarbeit sowie für das Projekt "Hospiz in der Schule" gedacht.

"Wenn Kinder und Jugendliche von einer lebensbedrohlichen Krankheit betroffen sind, gerät das Leben der ganzen Familie aus dem Gleichgewicht. Der ambulante Hospizdienst im Landkreis Cloppenburg bietet diesen betroffenen Familien kostenlos unterstützende Hilfen an", heißt es auf der Homepage des Vereins zur Familienbegleitung.  

Themen Tod und Sterben aus der Tabu-Zone holen

Bei "Hospiz macht Schule" gehen Ehrenamtliche in die Einrichtungen, das Projekt richtet sich an Kinder der 3. und 4. Klasse. Ziel ist es, den Kindern Ängste zum Thema Sterben und Tod zu nehmen oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Zudem will der Vereine so zu einer bewussten Auseinandersetzung anregen, diese Themen weiter aus der Tabu-Zone zu holen. Die Helfer wurden extra dafür geschult. 

Unterdessen hat die Pandemie die Arbeit des Vereins eingeschränkt. "Der Kontakt zu Betroffenen wurde natürlich erschwert. In akuten Sterbe- und Palliativsituationen durften wir aber noch direkt für die Menschen da sein", erzählt Meyer. Dabei habe es immer eine gute Zusammenarbeit mit den verschiedensten Einrichtungen gegeben. Bei längeren Begleitungen hätten die Helfer auf Telefonate und teilweise auch auf Briefe zurückgegriffen. "Wir mussten kreativ sein und man sollte merken, dass unsere Arbeit weitergeht. Es hat sich auf jeden Fall gezeigt, was für ein tolles Team wir haben", so die Koordinatorin weiter. 

Dies bestätigt auch Möller-Reemts, der das Amt des Vorsitzenden im August von Norbert Moormann übernommen hat. "Ich bin beeindruckt von den Ehrenamtlichen. Manchmal muss man sie bei den vielen Ideen erst einmal zügeln", sagt er mit einem Augenzwinkern. Er habe die Arbeit schon immer bewundert und bereits seit Längerem mit dem Gedanken gespielt, selbst einen Hospizbegleiterkurs zu absolvieren: "Quasi auch als eine Art Selbsterfahrung möchte ich mich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen."

„Wir sind für alle Menschen da. Herkunft, Kultur und Religion spielen überhaupt keine Rolle“Koordinatorin Hildegard Meyer

Die Hauptaufgabe des Vereins liegt laut Meyer in der Begleitung von Menschen, dabei hoffe sie auch wieder auf die Zeit nach der Pandemie. Schließlich lebe die Hospizarbeit vom persönlichen Miteinander, das zum Beispiel mit einem Mindestabstand deutlich erschwert werde.

Der ambulante Hospizdienst wurde 1997 als konfessionell ungebundener, ambulanter Hospizdienst in Cloppenburg gegründet. "Wir sind für alle Menschen da. Herkunft, Kultur und Religion spielen überhaupt keine Rolle", sagt Meyer. Seither widmet sich der Verein der Versorgung schwer kranker und sterbender Menschen sowie der Begleitung und Entlastung ihrer Angehörigen im häuslichen Bereich und in stationären Pflegeeinrichtungen.

Wie in jedem Jahr gibt es im Dezember bei der MT wieder die Möglichkeit, ausgewählte Projekte mit einer Spende finanziell zu unterstützen. Aufgrund der Corona-Pandemie können die beliebten Benefizessen allerdings nicht stattfinden, sie sollen im nächsten Jahr wieder angeboten werden. Wer etwas für den ambulanten Hospizdienst spenden möchte, kann das Geld überweisen.

  • Info: Wer eine Spendenbescheinigung möchte, muss bei der Überweisung seine vollständige Adresse angeben. Die IBAN lautet: DE10 2806 1501 0034 3005 01

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