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Molberger holt sich DM-Titel

Kevin Westerkamp ist Deutscher Rallye-Cross-Meister. Er holte den 1. Platz in der Klasse 8. Dort starten Buggys mit Allradradantrieb und einem Hubraum bis 1600 Kubikzentimeter.

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Daumen hoch: Mit einer Bilanz von 48 Punkte führt Kevin Westerkamp (vorn) aus Molbergen die Klasse 8 der Deutschen Rallye-Cross-Meisterschaft an. Am Samstag wurde er dafür in Beckum geehrt. Foto: Westerkamp Racing Team

Daumen hoch: Mit einer Bilanz von 48 Punkte führt Kevin Westerkamp (vorn) aus Molbergen die Klasse 8 der Deutschen Rallye-Cross-Meisterschaft an. Am Samstag wurde er dafür in Beckum geehrt. Foto: Westerkamp Racing Team

Bei einer „Gala der Sieger“ ehrte der Deutsche Rallye Cross Verband e.V. am vergangenen Wochenende im Eventcenter Beckum die Sieger der zurückliegenden Rennsaison. Gefahren wurde in diesem Jahr in 14 verschiedenen Klassen. Zu den erfolgreichsten Rallye-Cross-Fahrern Deutschlands gehört in diesem Jahr auch der 31-jährige Zimmerermeister Kevin Westerkamp aus Molbergen.

Er war in der Klasse 8 unterwegs. Dort starten Buggys mit Allradradantrieb und einem Hubraum bis 1600 Kubikzentimeter. 7 Rennen musste er dafür absolvieren, um sich mit 48 Punkten an die Spitze der Tabelle zu setzen. Dicht gefolgt von einem Team der RG Ahlen, das ebenso viele Punkte einfuhr, aber mehr Abzüge akzeptieren musste. Mit seinem „Westerkamp Racing Team“ war der Molberger Handwerksmeister in diesem Jahr in halb Deutschland unterwegs.

Besonders gut kann er sich noch an das Rennen in Extertal erinnern, bei dem er sich mit de, Top-Fahrer Guido Schüler ständig Zweikämpfe um die Führung liefern musste. „Da ging es ganz schön zur Sache“, so Kevin Westerkamp.

„Ich hätte schon Lust, dort mal für ein Jahr reinzuschnuppern.“Der Deutsche Meister Kevin Westerkamp über eine mögliche Teilnahme an der European Championship

Zum Stresstest kam es beim Rennen in Hesborn im Hochsauerlandkreis. Dort blieb Westerkamp mit einem Getriebeschaden liegen. Um das Rennen fortsetzen zu können, musste die Maschine ausgebaut, nach Molbergen zurückgebracht und dort repariert werden. In Hesborn wurde der Motor dann wieder eingebaut und so war man zwar müde, aber startklar für den nächsten Tag und das entscheidende Rennen.

In diesem Zusammenhang erwähnt der erfolgreiche Fahrer auch seinen Mechaniker Sven Olling, der bei jedem Rennen dabei sei. „Ohne ihn wäre das alles nicht möglich“. Dankbar ist er auch für die Unterstützung durch Tom Ludlage, „einem untentbehrlichen Helfer“. Gefahren wird übrigens mit einem Buggy, in dem ein Motorradmotor verbaut wurde.

Das Aggregat stammt aus einer Suzuki Hayabusa, verfügt über 1510 Kubikzentimeter und 248 PS. Geschraubt und repariert wird zuhause bei Westerkamps in Molbergen – fast ausschließlich auf eigene Kosten, denn große und zahlungskräftige Sponsoren sind nicht leicht zu finden.

248 PS: Der Buggy verfügt über einen Suzuki-Motorradmotor. Foto: Westerkamp Racing Team248 PS: Der Buggy verfügt über einen Suzuki-Motorradmotor. Foto: Westerkamp Racing Team

Der Sieg in der Klasse 8 hat die Bilanz etwas verbessert, denn neben einem ansehnlichen Pokal gab es auch einen Briefumschlag mit Geldgeschenk, finanziert aus den Einnahmen der Startgelder. Die Finanzierung des rasanten Hobbys dürfte aber auch in Zukunft ein Thema bleiben, gesteht der Molberger augenzwinkernd. Denn neben dem nationalen Rennbetrieb hat sich Westerkamp auch auf der europäischen Ebene umgeschaut.

So nahm er Ende August an der Autocross Europameisterschaft im niederländischen Toldijk teil und konnte dort einige Erfahrungen sammeln. „Ich hätte schon Lust, dort mal für ein Jahr reinzuschnuppern“, gesteht der ehrgeizige Motorsportler, sieht aber durchaus die finanziellen Herausforderungen. Die Strecken liegen verteilt in ganz Europa, zwischen dem Baltikum und Spanien. Schon jetzt ist der Motorsport für ihn nicht billig und freimütig gesteht der selbstständige Handwerker ein: „Ich weiß jeden Tag, wofür ich arbeite“.

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