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Mehr Impfstoff würde ihre Arbeit erleichtern

Sehr persönliche Ansichten: Immer dieselben 10 Fragen stellen wir jeden Samstag Menschen aus dem Landkreis Vechta. Dieses Mal: Dr. Birgit Krzemien aus Vechta. Sie engagiert sich im Impfzentrum.

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Das Stethoskop gehört zur Grundausstattung: Birgit Krzemien hat es im Einsatz stets dabei. Foto: M. Niehues

Das Stethoskop gehört zur Grundausstattung: Birgit Krzemien hat es im Einsatz stets dabei. Foto: M. Niehues

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Eigentlich ganz gut. Ich bin dankbar dafür, dass meine Familie sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich bisher durch Covid-19 keinen Schaden genommen hat. Als Betriebsärztin habe ich leider auch die andere Seite der Corona-Pandemie hautnah miterlebt. Einige Betriebe sind wirtschaftlich massiv in ihrer Existenz bedroht, Einrichtungen hatten Todesfälle zu beklagen und meine Tätigkeit ist seit Beginn der Pandemie überwiegend durch Corona geprägt. Seit Beginn des Jahres arbeite ich zudem als Impfärztin im Impfzentrum des Landkreises und hoffe, dass wir möglichst rasch unsere Risikogruppen durch die Impfung schützen können, um dann endlich den Lockdown wieder zu beenden und langsam in die Normalität zurückzukehren. Mit mehr Impfstoff würde es schneller gehen.


Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Normalerweise fliege ich mit meiner Familie jeden Sommer in den Süden. Da dieses im vergangenen Jahr nicht möglich war, haben wir uns Urlaubsfeeling in den Garten geholt. In einem Gemeinschaftsprojekt haben wir zum Sommeranfang den Garten umgestaltet und einen Pool mit Poolbar gebaut, den wir intensiv genutzt haben.

"Schlager vermiesen mir einfach die Partystimmung."Dr. Birgit Krzemien

Wenn Sie Königin von Deutschland wären: Was gehört als erstes abgeschafft?
Bürokratie und Schlager. Manchmal ist es mir trotz Hochschulstudium nicht möglich behördliche Formulare korrekt auszufüllen. Die Bürokratie in Deutschland nimmt immer mehr Überhand. Und Schlager vermiesen mir einfach die Partystimmung. Rock und Pop sind mir lieber.

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?
Wenn es uns wieder möglich ist in den Urlaub zu fliegen, würde ich sehr gerne nach Australien reisen, da ich den mehrmonatigen Auslandsaufenthalt meiner Tochter in Australien sehr intensiv begleitet hatte und ich dieses vielfältige Land selbst erleben möchte.

Was tun Sie am liebsten?
Mich mit Freunden treffen, gemeinsam die heimische Basketballmannschaft Rasta Vechta anfeuern und mit meiner Tochter gemeinsam im Fitnessstudio beim Cycling mitmachen. Zurzeit machen wir das über Teams und Spotify.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Ich bin durchaus ehrgeizig, was manchmal von Vorteil ist und mich beim Studium und im Beruf vorangebracht hat. Mein Perfektionismus stößt aber manchmal auch auf Unverständnis, wird aber meist sehr geschätzt.

Mutter macht den besten Sauerbraten

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Ich schaue kein TV. Eine Ausnahme mache ich zurzeit wie jedes Jahr im Januar und schaue mit Begeisterung die Handball-WM/EM. Ansonsten gucke ich gerne Serien auf Streaming-Diensten.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Ich würde mich gerne mit Barack Obama treffen und mit ihm über die derzeitige Lage in der Welt und insbesondere in den USA sprechen. Er war einer der besten Präsidenten des Landes.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen von meiner Mutter gekocht – das wäre klasse!

Welches Thema in der OV hat Sie am meisten beschäftigt?
Die aktuelle Situation im Landkreis Vechta bezüglich der Corona-Pandemie-Entwicklung. Zurzeit verfolge ich intensiv die Berichterstattung über Rasta Vechta und die Handball-WM.


Zur Person

  • Dr. Birgit Krzemien wohnt in Vechta und hat einen 21-jährigen Sohn sowie eine 27-jährige Tochter.
  • Die Betriebsärztin ist für verschiedene Unternehmen der Region tätig und engagiert sich aktuell auch im Impfzentrum des Landkreises Vechta.

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