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Lydia Stuntebecks große Leidenschaft sind Filme

"Mensch der Woche": Die 38-Jährige aus Neuenkirchen ist seit 2013 stellvertretende Geschäftsführerin im Capitol Kino in Lohne.

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Service wird groß geschrieben: Das Team des Capitol Kinos Lohne um Lydia Stuntebeck versorgt die Gäste natürlich auch mit frischem Popcorn und leckeren Nachos. Foto: Klöker

Service wird groß geschrieben: Das Team des Capitol Kinos Lohne um Lydia Stuntebeck versorgt die Gäste natürlich auch mit frischem Popcorn und leckeren Nachos. Foto: Klöker

„Es ist eine sehr spannende Branche. Wenn man sie einmal lieben gelernt hat, kommt man von ihr nicht mehr los.“ Das sagt Lydia Stuntebeck über die Kino- und Filmbranche, in der sie mit großer Leidenschaft tätig ist. Denn die Neuenkirchenerin arbeitet seit knapp einem Jahrzehnt als stellvertretende Geschäftsführerin im Capitol Kino Lohne.

"Der König der Löwen" war ihr erster Film

Ihr Faible für das Kino hat Lydia Stuntebeck schon früh entdeckt. So ging sie bereits als Kind mit ihren Eltern gerne ins Kino. „Der erste Film war ‚Der König der Löwen‘. Das hat mich gleich fasziniert“, erinnert sie sich. Und mit 16 Jahren begann sie, im Dersa-Kino Damme als Servicekraft zu arbeiten. „Das war damals etwas Besonderes.“ Nach dem Abitur am Gymnasium Damme studierte Lydia Stuntebeck zunächst Gerontologie an der Universität Vechta, jobbte aber weiter im Kino.

Festanstellung im Dammerer Kino

Nach dem Studium wurde die Diplom-Gerontologin 2008 aufgrund ihrer Erfahrung fest im Dammer Kino angestellt. „Es sollte zunächst 
vorübergehend sein, wurde dann aber eine dauerhafte Geschichte“, erklärt sie. Dort war die Neuenkirchenerin als Theaterleiterin tätig und betreute das Tagesgeschäft, übernahm aber auch immer mehr Aufgaben aus der Geschäftsführung.

2013 erfolgt der Wechsel nach Lohne

2013 wechselte die 38-Jährige dann nach Lohne, wo sie seitdem als stellvertretende Geschäftsführerin im Capitol Kino tätig ist. In dieser Funktion ist sie unter anderem für das Kinoprogramm verantwortlich. Eine wichtige Aufgabe, denn: „Ohne gutes Programm keine Besucher.“ So ist sie mit Filmverleihern in Kontakt und klärt, welche Filme zu welchen Zeiten im Lohner Lichtspielhaus zu sehen sind. „Das Ziel ist immer, eine Mischung zu haben. Ideal sind Filme für alle Zielgruppen. Man muss aber natürlich immer schauen, welche Filme verfügbar sind.“ Durch Aktionen wie „Der besondere Film“ oder das „Malteser Film-Café“ versucht das Kino, immer neue Zielgruppen anzulocken.

"Avatar" als neues 3D-Erlebnis

Aktuell ist „Die Schule der magischen Tiere 2“ ein Renner, auch „Tausend Zeilen“ und „Der Gesang der Flusskrebse“ sind Highlights. Im Dezember kommt der neue Avatar-Film ins Kino. „Das wird ein ganz neues 3D-Erlebnis“, verspricht Lydia Stuntebeck. Der Wareneinkauf, Social Media, Personalführung und das Erstellen von Dienstplänen sind weitere Aufgaben von ihr. „Ohne gutes Personal würde es nicht gehen. Wir haben ein tolles Team, mit dem das Arbeiten sehr viel Spaß macht.“

Zu jedem Film gibt es eine Show-Playlist

Ferner wird vor jedem Film eine Show-Playlist geschrieben. Dort wird der technische Ablauf inklusive Gong, Steuerung von Licht und Ton festgelegt sowie definiert, welche Werbefilme vor dem Film gezeigt werden. „Man darf sich keinem Bereich verschließen“, sagt Lydia Stuntebeck mit einem Schmunzeln. Die Projektionstechnik und die Kassencomputer hochfahren, frisches Popcorn zubereiten etc.: Bereits bevor das Kino öffnet, gibt es viel zu tun. Während der Aufführungen werden unter anderem Ton und Bild gecheckt sowie Kühlschränke aufgefüllt.

"Kinos wurden schon öfter totgesagt, sie gibt es aber immer noch."Lydia Stuntebeck

Lydia Stuntebeck ist auch abends sowie an Wochenenden im Einsatz und hat viel Freude an ihrer Arbeit: „Ich mag den Kontakt mit Kunden, Kollegen und Filmverleihern und bin nicht nur im Büro, sondern auch im laufenden Betrieb tätig. Ich habe sehr viele Aufgaben, die sehr abwechslungs- und facettenreich sind, so dass kein Tag wie der andere ist.“ Für Lydia Stuntebeck ist das Kino ein „Kulturgut. Kinos wurden schon öfter totgesagt, sie gibt es aber immer noch.“ Die 38-Jährige fasziniert „das Gemeinschaftserlebnis in einem vollen Kinosaal. Das Handy ausstellen, den Film genießen, in eine andere Welt abtauchen und die besondere Atmosphäre genießen, ist einfach toll.“ Und was macht das Lohner Kino aus?

Schöne Säle und Service am Platz

„Wir sind das älteste Kino im Landkreis. Das sieht man ihm aber nicht an. Wir haben schöne Säle, bieten Service am Platz.“ Auch für das Programm wurde das Capitol schon mehrfach ausgezeichnet. „Die Atmosphäre ist familiär, wir sind sehr kundennah und versuchen, auf Wünsche einzugehen. Ferner sind wir technisch auf dem neuesten Stand und renovieren regelmäßig“, sagt Lydia Stuntebeck und erwähnt Bestuhlung, Lichttechnik und Blockheizkraftwerk.

Die Kinomesse in Las Vegas besuchen

Auch privat geht Lydia Stuntebeck regelmäßig ins Kino. Zudem ist sie sehr musikbegeistert und geht gerne auf Konzerte. Clueso, Madsen, Mando Diao und Coldplay gehören zu ihren Lieblingsinterpreten. Ferner schaut sie oft Fußball und drückt dem SV Werder Bremen die Daumen. Im Freundeskreis spielt die Neuenkirchenerin auch mit Freude Gesellschaftsspiele. „Ich bin gerne unter Menschen und kontaktfreudig“, sagt Lydia Stuntebeck. Eines Tages würde sie gerne in die USA reisen und dort unter anderem die Kinomesse in Las Vegas besuchen. Und für das Lohner Kino möchte sie sich natürlich weiterhin mit viel Leidenschaft einbringen: „Wir hoffen, dass wir die Energiekrise gut überstehen und dann wollen wir noch ganz lange schönes Kino machen.“

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