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Künstlerin, Designerin: Izabella Sieverding findet ihre Inspiration in der Natur

Die Lohnerin, die auch als Innenarchitektin arbeitet, schaut sich ihre Umgebung ganz genau an. So entstehen Ihre Werke.

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Foto: Sieverding

Foto: Sieverding

Frische, frohe Farben, knospende Blüten, eine Natur im Aufbruch – der Frühling ist da und schickt seine Boten voraus. Die Natur erwacht, auch in den Werken von Izabella Sieverding. Die Lohner Künstlerin malt, gestaltet und fotografiert. Die größte Inspiration sind für sie ihre eigenen Beobachtungen. Es sind die Farben, das Licht und die Landschaft, die sie beeindrucken. Izabella Sieverding braucht den Ausdruck über die Gestaltung. Sie lebt die Kunst und versucht sich durch viele verschiedene Richtungen und Techniken auszudrücken. In ihrem Atelier „Rauschend“ an der Brinkstraße 29 in Lohne sind einige ihrer farbenfrohen Werke zu sehen, ihre Sicht der Natur. „Es ist ein Atelier der schönen Dinge“, wie Izabella Sieverding selbst sagt.


Der Artikel erscheint in der neuen Ausgabe der PROMENADE, die am Samstag (12.3.) erscheint und an den bekannten Stellen ausliegt.


Die Künstlerin wurde im polnischen Krakau geboren, hat dort an der Akademie der Künste Innenarchitektur studiert und das Studium als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Die Gestaltung, das Künstlerische seien immer schon wichtige Antriebe und Ausdrucksformen für sie gewesen, erinnert sie sich. Dass sich nach dem ersten Hochschulabschluss noch ein Studium der freien Kunst anschloss, ist bei ihrem Talent und ihrer Veranlagung nur konsequent. Da die gebürtige Polin zwischenzeitlich ihren späteren Mann Thomas kennenlernte, absolvierte sie das Studium an der Hochschule für Künste in Bremen und schloss es auch dort ab. Seit einigen Jahren wohnt sie mit ihrer Familie in Lohne, 2014 gründete sie das Atelier „Rauschend“ an der Brinkstraße. Dort gibt sie Kindern und Erwachsenen Kunstunterricht und lehrt sie, sich mit verschiedenen Gestaltungsrichtungen zu beschäftigen.

Sie beobachtet, geht den Dingen auf die Spur. Die Natur bietet ihr dafür immer wieder den Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit. Von ihren Ausflügen, Beobachtungen und Erlebnissen bringt sie farbenfrohe Ideen und Inspirationen mit nach Hause. „Aus diesen Farben und Bildern in meinem Kopf entstehen meine Werke“, bringt Izabella Sieverding den komplexen Vorgang künstlerischen Schaffens einfach auf den Punkt.

Seit 1995 hat die heute 48-Jährige viele Ausstellungen und Installationen veranstaltet, zudem hat sie an Designwettbewerben teilgenommen und dort Preise gewonnen. Die meisten Veranstaltungen hat sie in ihrer alten Heimat, in Krakau, gemacht, aber sie war auch in Ljubljana, Riga oder Dijon. Zusammen mit dem Kunstverein Kaponier in Vechta hat sie vor einigen Jahren an der Ausstellung mit dem Titel „Vor Ort“ teilgenommen.

„Für mich ist Kunst nicht nur eine Leinwand mit Farben, sondern ein umfassendes Spiel mit den Möglichkeiten der Gestaltung“, macht sie klar. Die dafür erforderlichen Techniken beherrscht sie. Malerei, Grafik-Design, Radierungen, Installationen, Fotografie – ihr Spektrum und ihre Möglichkeiten des Ausdrucks sind schier unendlich. Eine ihrer großen Leidenschaften ist die Fotografie, die sie jüngst auf langen Spaziergängen mit ihrer Familie während des Lockdowns durch das Südlohner Moor wiederentdeckt hat.

Foto: Sieverding Foto: Sieverding

Um das Thema Frühling in einem Foto zu erfassen, sind Makroaufnahmen ein mögliches Verfahren, das Izabella Sieverding für sich entdeckt hat. So erscheinen Blumen oder Pflanzen im richtigen Licht. Nehmen wir das Beispiel Buchenhecke: Die Pflanzen behalten im Winter ihr braunes Laub und im Frühling entwickelt sich daraus wieder neues Leben, wenn sich winzig kleine grüne Blätter entwickeln. „Ein Foto, das Aufbruch, Kraft und Frische ausdrückt“, beschreibt Izabella Sieverding eines ihrer Makrofotos. Auf den Streifzügen durch die Natur ist sie stets auf der Suche nach diesen Motiven. Die Kamera hat sie immer dabei. „Deshalb dauern Spaziergänge mit mir auch immer etwas länger“, lächelt sie.

Weitere beeindruckende Motive sind Makroaufnahmen einer blühenden Magnolie, die unweigerlich zum Bild eines Frühlingsgartens gehören. Sie sind Boten der nahenden warmen Jahreszeit, denn sie bringen Farbe in die Natur. Das ist auch der Grund, warum Izabella Sieverding das Motiv so sehr liebt: „Wenn die Knospen sich öffnen, üben sie auf mich einen ganz besonderen Reiz aus.“ Auch als Motiv für ein Aquarell sind Magnolien bestens geeignet.

Bild: Sieverding Bild: Sieverding

„Die Natur ist ein großer Fundus“, sagt die Künstlerin und nennt Beispiele: Schilf, das sich im Wasser wiegt, ein Windzug, der mit den Pflanzen spielt, sich stets verändernde Farben in den wechselnden Jahreszeiten – mit der Natur hat Izabella Sieverding eine ganz besondere Verbindung. Das ist unter anderem auch in ihren Fotos zu erkennen. Um interessierten Menschen ihre Sicht auf die unmittelbare Umgebung zu zeigen, plant die Lohner Künstlerin für die kommenden Monate eine Fotoausstellung.

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