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Kevin Köcher erfüllt spontan einen Herzenswunsch

"Gute Tat des Monats": Varenescher hat ohne Zögern einen schwer kranken jungen Mann von Freiburg nach Bramsche befördert.

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Engagement für einen Schwerkranken: (hintere Reihe von links) Bürgermeister Alfred Kuhlmann, Kevin Köcher, Karolin Vornhusen und Daniela Thias, (vordere Reihe von links) Enes Aksakal und Hauke Werneke. Foto: Gebert-Fischer

Engagement für einen Schwerkranken: (hintere Reihe von links) Bürgermeister Alfred Kuhlmann, Kevin Köcher, Karolin Vornhusen und Daniela Thias, (vordere Reihe von links) Enes Aksakal und Hauke Werneke. Foto: Gebert-Fischer

„Hat doch nichts gekostet, nur ein bisschen Freizeit. Und für das Leuchten in den Augen des Todkranken hat es sich gelohnt“, so Kevin Köcher, der sich im Spätsommer des vergangenen Jahres bereit erklärt hatte, einen 24-jährigen Mann mit einem Krankenwagen von Freiburg zurück nach Bramsche zu transportieren, also eine Strecke von jeweils gut 700 Kilometern.

Noch einmal die Freunde sehen

Was war passiert? Erfüllt werden sollte der Herzenswunsch des Patienten, noch einmal seine Freunde aus der Ausbildungszeit wiederzusehen. Weil die ursprünglich geplanten Fahrer jedoch ausgefallen waren, musste ein Ersatz gefunden werden, und zwar schnell. Kevin Köcher, der sich wie immer am Samstag auf dem Sportplatz befand und die Fußballjugend des 1. FC Varenesch und Fortuna Einen trainiert hatte, entschied sich ohne Zögern, einzuspringen.

Dies wurde jetzt im Rahmen von „Der guten Tat“ honoriert, wobei der Vorschlag von Karolin Vornhusen stammt. Bürgermeister Alfred Kuhlmann verwies anlässlich der Ehrung auf die beeindruckende Vita von Kevin Köcher, der für seine motivierenden Sprüche vom Spielrand aus wie: „Müssen wir erst um einen Döner wetten, oder warum läufst du nicht“, auch bei den Eltern sehr beliebt ist.

Zudem wird Kevin als Fußballschiedsrichter eingesetzt. Aktiv ist der Sportler zudem in der Organisationsgruppe beim jährlichen „Spiel ohne Grenzen“ des Sportvereins Varenesch. Zur Ehrung kamen auch Enes Aksakal und Hauke Werneke vom Jugendfußball, die ihren Trainer gebührend lobten: „Bevor Kevin zu uns kam, waren wir nicht so gut, da hat sich viel getan.“ Und was passiert jetzt mit den 100 Euro als Preisgeld? „Das kommt in die Mannschaftskasse und wird für die Jungs ausgegeben.“

Besonderes Engagement im Blickpunkt

Mit der guten Tat als kreisweiter Aktion vom Goldenstedter Familienbündnis, der Gemeinde Goldenstedt und der OM-Mediengruppe wird ein besonderes Engagement oder eine ehrenamtliche Hilfestellung in den Blickpunkt gerückt. Schon über 150 „Gute Taten“ wurden mit Urkunden und jeweils 100 Euro ausgezeichnet. Jeweils am Ende eines Kalenderjahres wird die „Gute Tat des Jahres“ honoriert – feierlich übergeben wird dann ein Preisgeld von 500 Euro.

Vorschläge sind erwünscht

Wer möchte eine Person oder Gruppe aus dem Landkreis benennen? Bitte schriftlich beim Mehrgenerationenhaus, Stichwort: „Die gute Tat“, Brunkhorststraße 16d in 49424 Goldenstedt, mitteilen oder telefonisch unter 04444/204300.

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