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Jörg Wegmann mag das herzliche Miteinander

"Mensch der Woche": Der 55-Jährige fungiert seit 10 Jahren als 1. Vorsitzender des Kneipp-Vereins Vechta und hat viel Freude an dem Amt.

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Vielseitig: Jörg Wegmann informiert sich gerne über die Lehre von Sebastian Kneipp. Foto: Klöker

Vielseitig: Jörg Wegmann informiert sich gerne über die Lehre von Sebastian Kneipp. Foto: Klöker

Jörg Wegmann aus Vechta, den wir heute in der Serie „Mensch der Woche“ vorstellen, ist seit 10 Jahren 1. Vorsitzender des Kneipp-Vereins Vechta. Und das macht ihm große Freude: „Wir haben eine große Bandbreite im Verein - sowohl von den Angeboten als auch vom Alter der Mitglieder her. So macht der Jugendliche gemeinsam mit Vater und Großvater Sport. Und der Umgang untereinander ist sehr herzlich. Alle duzen sich und man wird so genommen wie man ist.“

Blaulicht und Tatü-Tata

Jörg Wegmann ist 55 Jahre alt, gebürtiger Schneiderkruger und mit Josefa Rolfes verheiratet. Seit 25 Jahren ist der Diplom-Ingenieur und studierte Nachrichtentechniker bei Hänsch Engineering in Herzlake beschäftigt. Das Unternehmen kümmert sich um die Entwicklung, Produktion und Vertrieb von optischen und akustischen Warnsystemen. "Alles, was mit Blaulicht und Tatü-Tata zu tun hat", erklärt Jörg Wegmann.

"Es ist toll, wenn aus einer Idee auf Papier letztlich ein Produkt wird."Jörg Wegmann

Er ist im Bereich Entwicklung tätig, kümmert sich unter anderem um die Zulassungsprozesse, in denen das Licht und die Töne der Systeme überprüft werden. "Es ist toll, wenn aus einer Idee auf Papier letztlich ein Produkt wird. Mir macht es Spaß, eigene Ideen zu entwickeln, umzusetzen und individuelle Lösungen zu finden. Die Arbeit ist sehr interessant und abwechslungsreich und ich habe Freude am Kontakt mit Menschen." Jüngst war Jörg Wegmann an der Entwicklung des Blaulichts für das erste elektrische Feuerwehrfahrzeug beteiligt.

Seit 2000 im Kneipp-Verein Vechta

Im Jahr 2000 kam Jörg Wegmann zum Kneipp-Verein und trat der Männersportgruppe bei. 2004 übernahm er die Kassenführung der Gruppe, wurde 2008 Kassenwart des Vereins und fungiert seit 2011 als 1. Vorsitzender. In dieser Funktion kümmert sich Jörg Wegmann mit seinen Mitstreitern vom Vorstand unter anderem um Jubiläen und Ehrungen, die Veröffentlichung des Quartalsblatts, er bereitet Sitzungen vor und leitet diese, pflegt Kontakt zum niedersächsischen Kneipp-Bund. Zudem gehört die Organisation von geselligen Veranstaltungen dazu.

240 Mitglieder sind im Verein

Dem vor 55 Jahren gegründeten Kneipp-Verein Vechta gehören 240 Mitglieder von 23 bis 97 Jahren an und erfreuen sich an Angeboten in den Bereichen Gymnastik, Schwimmen, Radwandern oder Männersport. Auch der Namensgeber, Pfarrer Sebastian Kneipp, der vor 200 Jahren geboren wurde und ein Naturheilverfahren, basierend auf einer einheitlichen Betrachtungsweise von Körper, Geist und Seele sowie auf den 5 Wirkprinzipien Wasser, Bewegung, Heilpflanzen, Ernährung und Lebensrhythmus entwickelte, spielt eine große Rolle. So werden Übungen wie Wassertreten bei den Einheiten mit eingebaut und die Mitglieder erhalten Tipps für Kneippsche Anwendungen und Übungen für zu Hause. So lässt Jörg Wegmann gerne Kräuter in die Ernährung einfließen und duscht sich mit einer speziellen Technik mit heißem und kaltem Wasser ab. "Mir tut es gut und ich fühle mich frischer."

"Vechta ist eine schöne Stadt. Nicht zu groß, aber groß genug, um viele Sachen machen zu können."Jörg Wegmann

Seit 25 Jahren lebt Jörg Wegmann mittlerweile in Vechta und fühlt sich in der Kreisstadt sehr wohl. "Vechta ist eine schöne Stadt. Nicht zu groß, aber groß genug, um viele Sachen machen zu können. Auch aus sportlicher Sicht hat Vechta viel zu bieten. Und die historische Geschichte mit Burg und Offizialat ist interessant."

Leidenschaft für "Die Göttin"

Jörg Wegmann ist leidenschaftlicher Fan des von 1955 bis 1975 produzierten Citroen DS, auch "Die Göttin" genannt. "Ich bin zweimal das Auto gefahren und träume davon das Auto in der Rente wieder fahren zu können." Der Diplom-Ingenieur ist im Besitz von 250 Modellen des Citroen DS in unterschiedlichen Farben und Größen und tauscht sich über verschiedene Clubs mit anderen Anhängern des historischen Fahrzeugs aus. "Es ist ein besonderes Auto. Mich faszinieren die ungewöhnliche Form und Technik mit Pneumatik, Hydraulikbremse und Servolenkung."

Werder Bremen und Mockturtle-Suppe

Ferner interessiert Jörg Wegmann sich für Fußball und drückt dem SV Werder Bremen die Daumen. Zudem gehört Jörg Wegmann dem vierköpfigen M-Club an. Das Quartett trifft sich zweimal im Jahr und isst dann Mockturtle-Suppe von Schlömer mit Brot - Pils und Absacker inklusive.  Der Kreisstädter bezeichnet sich als „spontan. Ich gehe gerne auf Menschen zu und versuche meine Ideen umzusetzen.“ Zudem ist das Lachen charakteristisch für Jörg Wegmann. "Ich lache viel und gerne. Manchmal wird mir gesagt, dass man mich nicht sieht, aber durch mein Lachen hört", erklärt er - mit einem Lächeln. Auch auf Bodenständigkeit legt er wert: "Man sollte nicht vergessen, wo man herkommt."

Dem Kneipp-Verein will er noch lange treu bleiben

Jörg Wegmann hofft, dass möglichst bald wieder Leben in den Kneipp-Verein Vechta kommen darf und die Aktivitäten wieder aufgenommen werden. Er freut sich auf das gemeinsame Sporttreiben und das nette Beisammensein im Verein. Und für für ihn ist klar: Für den Kneipp-Verein Vechta will er sich noch viele Jahre einsetzen.

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