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Heimatverein Damme bewundert einen Weltrekord in Pappe

Die "Line Vicky" ist eine Fertigungsstraße des Kartonage-Betriebs Zerhusen. Den hat der Heimatverein Damme erlebt besucht – ein Unternehmen auf modernstem technischen Stand.

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Heimatvereins-Besucher bei der Stanz- und Druck-Überwachung in Halle 11. Foto: Friemerding

Heimatvereins-Besucher bei der Stanz- und Druck-Überwachung in Halle 11. Foto: Friemerding

Tief beeindruckt waren kürzlich die 24 Teilnehmer der Betriebsbesichtigung des Heimat- und Verschönerungsvereins „Oldenburgische Schweiz“ bei Zerhusen Kartonagen. Sie erlebten ein ständig expandierendes, auf solidem Fundament stehendes und zukunftsträchtiges Unternehmen auf modernstem technischen Stand. Karoline Zerhusen, Gattin des Geschäftsführers Roland Zerhusen, erläuterte eingangs im großen Konferenzraum die Firmengeschichte, die sich 1987 aus der Eierverpackungsbranche entwickelte, zunächst den Handel mit Industriekartonagen betrieb, um ab 1993 zur Verarbeitung und 2016 sogar zur Herstellung von Wellpappe überzugehen.

Film beeindruckt die Gäste

Ein Image-Film, der sowohl diese Entwicklung wie auch die Betriebsabläufe anschaulich zeigt, beeindruckte die Heimatvereins-Gäste schon vor der persönlichen Besichtigung sehr. In der äußerst sachkundigen Führung durch Zerhusens Energiemanager Heinrich Kruthaup erfuhr man, dass hier 750 Tonnen Papier pro Tag verbraucht, 500 Kilometer oder 1,3 Millionen Quadratmeter Wellpappe am Tag produziert werde, sodass 42.000 Stellplätze in den beiden Hochregallagern benötigt würden und bis zu 110 beladene Lkw-Züge am Tag das Unternehmen verließen.

Etwa 650 Menschen arbeiten bei Zerhusen Kartonagen

Rund 650 Arbeitskräfte beschäftigt das Unternehmen derzeit. Im Wellpappenwerk mit einer Produktionsstraße von 145 Metern stehen am Beginn riesige Papierrollen von je 3,5 Tonnen Gewicht, die dann zu verschieden aufgebauter Pappe in der „Line Viktoria“ verarbeitet werden. Parallel zu ihr verläuft eine „kleinere Schwester Vicky“, die „Speed-Line“ in Hightech, die erst wenige Tage zuvor den Weltrekord von 196.299 Meter Wellpappe im Verlauf einer Schicht von 8 Stunden erreicht hatte. Das angelieferte Rohmaterial, das hier zu Wellpappe verarbeitet wird, stammt in Form von Altpapier gänzlich aus Deutschland, während aus Polen, Schweden und Frankreich 10 Prozent frisches Papier hinzugefügt wird.

Ausgefeilte Arbeit im Entwicklungszentrum

In der sodann aufgesuchten Halle 11 wird auf einer bis 5 Meter breiten „Containerline“ großformatige und schwere Wellpappe mit zwei Druckwerken geklebt, getapt, geheftet und mit Kombinationsverschlüssen versehen, ebenso kaschiert man vorgedruckte Bögen auf Pappe. Eine Stanzung ermöglicht es, Faltkartons herzustellen, die je nach Bedarf das Produkt ohne Fremdmaterial verschließbar macht. Dazu müsse laut Kruthaup ausgefeilte Arbeit im eigenen Entwicklungszentrum geleistet werden.

Collage mit den Carnevalsprinzen

Zum Abschluss erläuterte der Energiemanager noch die derzeitig schwierige Lage in der Energieversorgung sowie den 2019 erstmals erstellten Nachhaltigkeitsbericht. Heimatvereins-Vorsitzender Wolfgang Friemerding überreichte Karoline Zerhusen sodann zum Dank eine gerahmte Collage mit den Bildern von vier Carnevalsprinzen aus drei Generationen des Hauses und dem abgewandelten Hochregallager-Logo zu „Vernarrt in Zerhusen“. Unter Aktuelles in www.heimatverein-damme.de gibt’s weitere Informationen und Bilder.

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