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Harald Kupers Leben ist die Musik

Der 58-Jährige ist mit großer Leidenschaft Dirigent des Musikvereins Bakum und arbeitet als Oberschullehrer.

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Eines seiner Lieblingsinstrumente: Harald Kuper mit einer Posaune. Foto: Klöker

Eines seiner Lieblingsinstrumente: Harald Kuper mit einer Posaune. Foto: Klöker

„Musik berührt die Seele. Sie geht tief rein“, sagt Harald Kuper, den wir heute in der Serie „Mensch der Woche“ vorstellen. Die Leidenschaft Musik nimmt einen großen Teil im Leben des 58-Jährigen, der sich unter anderem als Dirigent des Musikvereins Bakum engagiert, ein.
Nach dem Abitur studierte Harald Kuper in Münster Diplom-Theologie mit Hebräisch, Griechisch und dem Schwerpunkt Liturgie, absolvierte aber auch ein Studium der Musik und Pädagogik auf Lehramt.

Nach dem Referendariat in Vechta war er zwölfeinhalb Jahre bei der Kirchlichen Hauptschule Cloppenburg tätig und wechselte 2007 zur St.-Johannes-Schule Bakum. In der Oberschule unterrichtet er Fünft- bis Zehntklässler unter anderem in den Fächern Deutsch und Musik. „Mit jungen Menschen zusammen zu sein, ist etwas ganz Besonderes. Ich gehe jeden Tag mit Freude zur Schule. Das Kollegium ist sehr nett. Die Arbeit ist toll und macht viel Spaß“, sagt Harald Kuper.

Vater Werner war ebenfalls passionierter Musiker

Mit der Musik kam Harald Kuper schon früh in Kontakt. Vater Werner war Chorleiter und Dirigent. Schnell entdeckte auch Sohn Harald sein Faible für die Musik. „Mein Vater hat mich sehr gefördert. Wir hatten immer Instrumente im Haus, zudem gingen Musikschüler ein und aus.“ So brachte sich Harald Kuper vieles selber bei, schaute bei anderen zu und wurde bereits als 7-jähriger Mitglied eines Akkordeonorchesters, ehe eine vierjährige Schlagzeugausbildung in Bremen folgte.  Als Elfjähriger trat Harald Kuper, der im Folgenden verschiedene Blasinstrumente erlernte, dem Musikverein Bakum bei.

Als 30-Jähriger übernahm Harald Kuper im Jahr 1992 das Dirigentenamt von seinem Vater und hat dieses bis heute inne. In Abstimmung mit den Musizierenden wählt Harald Kuper die Stücke aus und übt sie bei den Proben ein. „Jede Zusammenkunft sollte etwas Besonderes haben“, findet der 58-Jährige.

Kulturgut Musik in Zukunft tragen

Als Dirigent möchte Harald Kuper mithelfen, das Kulturgut Musik in die Zukunft zu tragen und die Mitglieder des Vereins in ihrem Hobby Musik zu fordern, zu fördern und ihnen Freude bereiten.
Neben den dienstäglichen Proben und Auftritten beispielsweise bei verschiedenen Festumzügen sowie kirchlichen Veranstaltungen stehen beim Musikverein Bakum die Open-Air-Sommerbühne und ein Konzert im Herbst auf dem Plan. Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. Dafür sorgen unter anderem Ausflüge und Mehrtagesfahrten zu den Freunden nach Beuren.

Ehrlichkeit, Engagement und Motivation

Harald Kuper mag die Ehrlichkeit, das Engagement und die Motivation der etwa 60 Aktiven des Musikvereins Bakum sehr. Gespielt werden zum Beispiel aktuelle für Blasmusik arrangierte Stücke aus der Popmusik, aber auch konzertante Werke.
Ob Schlager, Pop, Hip-Hop oder eine Polka: „Blasmusik hat sehr viele Facetten, ist ein tolles Medium und bietet entsprechend viele Möglichkeiten“, schildert Harald Kuper, der es mag, wenn die Musik eine Geschichte erzählt.

„Wir haben eine gute Qualität. Das wird uns auch oft bestätigt.“Harald Kuper über den Musikverein Bakum

„Wir haben eine gute Qualität. Das wird uns auch oft bestätigt“, sagt Harald Kuper nicht ohne Stolz über den Musikverein Bakum. Zudem erfreut es ihn, wenn er jetzt in Corona-Zeiten von Menschen im Ort hört, dass ihnen die Orchestermusik fehlt und sie sich schon sehr auf den nächsten Auftritt freuen.

Ferner fungiert Harald Kuper als Kreisdirigent des Kreises Vechta im Musikerbund Südoldenburg, einer Organisation von 20 Kapellen. In dieser Funktion ist der Bakumer Ansprechpartner, Vermittler und kümmert sich um Fragen der Dirigentenausbildung und Musikgestaltung. Zudem darf er auf den Musikerbundesfesten bei den Gemeinschaftsauftritten 700 Musizierende gleichzeitig dirigieren.

Böhmische Blasmusik begeistert

Darüber hinaus ist Harald Kuper Leiter der Original Südoldenburger, einem 2012 gegründeten Ensemble, dem aktuell 28 Akteure aus verschiedenen Orchestern des Landkreises Vechta angehören. Walzer, Polkas, Konzertmärsche und Solostücke im Stil der Egerländer Musikanten bieten die Original Südoldenburger dar. Normalerweise stehen vier Auftritte im Jahr und entsprechende Proben zur Vorbereitung auf dem Programm. An der böhmischen Blasmusik mag Harald Kuper den besonderen Klang.

„Wir haben sehr viel Spaß an Proben und Auftritten.“Harald Kuper über die Original Südoldenburger

„Wir haben sehr viel Spaß an Proben und Auftritten“, berichtet Harald Kuper und freut sich über „erstaunliche Talente“ in den eigenen Reihen.  In der Gemeinde Bakum gefallen Harald Kuper, der Malen und Zeichnen zu seinen Hobbys zählt, die kurzen Wege und der Menschenschlag.

„Ich bin spontan und kann mit Menschen gut umgehen.“Harald Kuper


„Ich bin spontan und kann mit Menschen gut umgehen“, so benennt Kuper seine Stärken. Für die Zukunft wünscht er sich weiterhin Gesundheit „und dass ich noch sehr lange gemeinsam mit anderen Menschen Musik machen kann“. Denn seiner Passion Musik möchte Harald Kuper auch weiterhin jeden Tag mit viel Freude nachgehen.

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