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Hans Meyer: In Gehlenberg ist man gut versorgt

Das Dorf bietet Lebensqualität durch Ehrenamt und Gemeinsinn. Doch auch Kultur und Sport sind für Hans Meyer wichtige Gründe, gern in Gehlenberg zu leben.

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Ausgezeichnet: Im vergangenen Jahr wurde Gehlenberg Sieger des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Darüber freute sich nicht nur Hans Meyer, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Gehlenberg. Fotos: Bernd Götting

Ausgezeichnet: Im vergangenen Jahr wurde Gehlenberg Sieger des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Darüber freute sich nicht nur Hans Meyer, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Gehlenberg. Fotos: Bernd Götting

Wenn Hans Meyer durch sein Heimatdorf Gehlenberg spaziert, erklärt er Besuchern gerne die gut ausgeprägte Infrastruktur und das kulturelle Leben und fügt schon mal scherzhaft hinzu: „Und verhungern muss man hier auch nicht, wir haben gute Gastronomie.“ Dass dieser Spruch keinesfalls einen möglichen Versorgungsmangel kaschieren soll, ist völlig klar. Vielmehr wird durch diese Aussage des Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft deutlich, welchen Anspruch er und seine Mitstreiter an die nahezu tägliche Arbeit für „ihr“ Dorf Gehlenberg haben.

Vieles im Denken und Handeln der Gehlenberger hat seinen Ursprung in der jüngeren Geschichte des Ortes. Landschaftlich auf dem Hümmling gelegen, war Gehlenberg bis zum 1. März 1974 eine eigenständige Gemeinde und gehörte zum Landkreis Aschendorf-Hümmling. Mit der niedersächsischen Gebietsreform kam Gehlenberg in den Landkreis Cloppenburg und gehört seitdem als Dorf zur Stadtgemeinde Friesoythe.

Diese „Degradierung“ haben die meisten Gehlenberger inzwischen sicherlich überwunden, aber der Stolz und der Wille, in einem vollständigen und funktionierenden Gemeinwesen zu leben, sind ausgeprägt wie eh und je. Oft und gerne wird auch heute noch zitiert, dass Gehlenberg als schuldenfreie Gemeinde der Stadt Friesoythe zugeschlagen wurde. Heute hingegen habe jeder Gehlenberger eine vierstellige Pro-Kopf-Verschuldung zu tragen. Doch diese Sprüche sollten keinesfalls zu dem Eindruck führen, dass die Gehlenberger nur in der Vergangenheit verhaftet sind.

Wohnen und Pflege: Das neue Seniorenzentrum.Wohnen und Pflege: Das neue Seniorenzentrum.

Dafür sind die Entwicklungen in der Gegenwart eindeutig zu positiv. „Als Gehlenberger kann man von der Kindheit bis ins hohe Alter sein ganzes Leben hier im Dorf verbringen und dabei ein ausgefülltes Freizeit- und Kulturprogramm genießen“, fasst Hans Meyer die Qualitäten seines Ortes zusammen.

Gehlenberg verfüge über einen modernen Kindergarten mit zwei Krippengruppen. Nicht weit davon entfernt liege die Grundschule, ausgestattet mit einem neuartigen Soccerfeld, das von den Jüngsten im Dorf ausgiebig genutzt werde. „Die Zahlen für unsere Grundschule entwickeln sich gut. Die Schule könnte auf lange Sicht wieder zweizügig werden“, berichtet Meyer, der vor seiner Pensionierung selbst als Lehrer gearbeitet hat. In Sichtweite der Schule steht das Seniorenzentrum St. Catharina, die jüngste Errungenschaft des Dorfes. Hier werden Tagespflegeplätze angeboten, ebenso wie eine betreute Wohngemeinschaft und mehrere Seniorenwohnungen. Laut Hans Meyer werde sich beim Seniorenzentrum in Verbindung mit dem Dorfpark noch einiges tun, weil Gehlenberg zusammen mit anderen Dörfern aus der Stadtgemeinde Friesoythe in das Modellvorhaben „Soziale Dorferneuerung“ des Landes Niedersachsen aufgenommen wurde.

Zugepackt: Unternehmen und Bürger arbeiten in Gehlenberg Hand in Hand, wie z. B. beim Bau von Sportanlagen.Zugepackt: Unternehmen und Bürger arbeiten in Gehlenberg Hand in Hand, wie z. B. beim Bau von Sportanlagen.

Doch auch Kultur und Sport sind für Hans Meyer wichtige Gründe, gern in Gehlenberg zu leben. Eine vollständig ausgestattete Sporthalle sowie moderne Fußballplätze bieten Raum für Sportarten wie Fußball, Tischtennis, Turnen, Gymnastik, Kickern und Leichtathletik. Prunkstück ist dabei die sehenswerte Tribüne an den Fußballplätzen. Seit rund 13 Jahren gibt es das Kulturzentrum Mühlenberg, das gemeinsam von der Dorfgemeinschaft Gehlenberg und dem Heimatverein Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup betrieben wird. Auf dem „Berg“ im Schatten der historischen Mühle wurde nach und nach ein Ensemble historischer Gebäude angesiedelt, wie Backhaus, Sägereimuseum, Schmiede oder ein Ringofen. Hier steht auch gut sichtbar eine über 2 Meter große Stele, die belegt, dass Gehlenberg im vergangenen Jahr Sieger des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde.

Und so ließen sich noch viele Merkmale auflisten, die das Hümmling-Dorf auszeichnen, die jedoch alle auf den zentralen Wesenskern der Gehlenberger verweisen: „Wir sind stark in der Gemeinschaft, stark im Ehrenamt und im Willen, unser Dorf weiterzuentwickeln. Dabei helfen uns die gute Integration von Menschen vieler Nationen und der beispielhafte Zusammenhalt der Generationen“, bringt es Hans Meyer auf den Punkt.

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