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Frühling! Was Sie jetzt in Ihrem Garten beachten müssen

Die Saterländer Hobbygärtnerin Annelen Heyens mit Ihrem 3500 Quadratmeter großen Erlebnisgarten hat für die PROMENADE einige Tipps zusammengestellt.

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Annelen Heyens bei der Arbeit in ihrem Erelbnisgarten. Foto: Tanja Schulte Saß

Annelen Heyens bei der Arbeit in ihrem Erelbnisgarten. Foto: Tanja Schulte Saß

Wenn im Frühjahr die ersten warmen Sonnenstrahlen zum Vorschein kommen, wächst auch die Vorfreude auf die Gartensaison. Damit Gartenfreunde die grüne Oase den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein genießen können, sollten jetzt die ersten Arbeiten erledigt werden.

Für die Saterländer Hobbygärtnerin Annelen Heyens ist ihr 3500 Quadratmeter großer Erlebnisgarten seit vielen Jahren eine große Leidenschaft. Durch „Learning by Doing“, den Austausch mit anderen Gartenfreunden und den Besuch von Seminaren hat sie sich einen breiten Wissens- und Erfahrungsschatz angeeignet. Blumen säen, Pflanzen setzen, Rasen aufbereiten, es gibt viel zu tun im privaten Grün. Für die PROMENADE hat Annelen Heyens einige hilfreiche Tipps zusammengestellt.

Laub und Rückschnitt
Nach den stürmischen Wintertagen liegen Laub und Äste auf der Rasenfläche und in den Beeten. „Das sollte jetzt entfernt werden. Eichenlaub allen voran, das vergeht nämlich nicht“, weiß Annelen Heyens. Auch die Ast- und Rosenschere kommt jetzt zum Einsatz. Hecken, Bäume, Sträucher und Stauden wie Kirschlorbeer, Rhododendren, Efeu und viele mehr, aber auch Gräser werden jetzt zurückgeschnitten und in Form gebracht. „Man sollte aber darauf achten, die jungen Triebe dabei nicht zu verletzen.“ Frostfreie Tage eignen sich bestens dazu, sommer- und herbstblühende Hölzer zurückzuschneiden. Das fördert das schnelle Austreiben von neuen Trieben. Eine wichtige Gartenarbeit, die im Frühling ansteht, ist der Schnitt und die Pflege von Rosen. Damit man sich im Sommer an duftenden Rosenblüten erfreuen kann, vertragen diese im März einen Schnitt. Und zwar einen Kräftigen. „Der richtige Zeitpunkt hierfür ist, wenn die Forsythien blühen“, weiß die Hobbygärtnerin.


Der Artikel ist in der aktuellen Ausgabe der PROMENADE erschienen, die jetzt in den bekannten Stellen ausliegt. 


Beete anlegen
Im Frühjahr werden auch neue Beete angelegt und die ersten Setzlinge gepflanzt. „Mit Männertreu oder fleißigen Lieschen kann man sehr schöne Ecke gestalten, aber auch Studentenblumen und Ringelblumen blühen lange und sind dankbare Pflanzen“, weiß Annelen Heyens. Wer Stauden teilen und neu pflanzen möchte, sollte das auch jetzt machen. Nach den Forsythien blüht der Lavendel den ganz Sommer, ebenso Frauenmantel, Katzenminze und verschiedene andere Stauden wie Storchschnabel. Ein Tipp von Annelen Heyens: „Es gibt Pflanzenkombinationen, die sich gegenseitig unterstützen. Kresse kann man gut unter Obstbäume pflanzen und Lavendel unter Rosen. Durch ihre Duftstoffe halten sie Läuse fern.“ Ein gut geplanter Garten wirkt harmonisch und sich abwechselnde Blühpflanzen sorgen das ganze Jahr für Farbe. Wer sich nicht sicher ist, sollte sich vom Fachmann in der Gärtnerei oder im Gartencenter beraten lassen. „Wer seine Beete mit Stauden und Bodendecker bepflanzt, lässt auch dem Unkraut weniger Chancen zur Ausbreitung“, sagt die Hobbygärtnerin.

Wer bereits im Herbst fleißig Blumenzwiebeln gesetzt hat, kann sich mit Beginn der wärmeren Tage an Tulpen, Osterglocken und Co. erfreuen. „Die sollte man nach ihrer Blühzeit jedoch nicht abschneiden, sondern einwelken lassen. Dadurch kann die Knolle wieder volle Kraft für das nächste Jahr entwickeln“, empfiehlt die Saterländerin.

Kübelpflanzen auf den Frühling vorbereiten
Frostempfindliche Pflanzen, die drinnen überwintert haben, können im Frühjahr wieder etwas mehr gegossen werden und an wärmeren Märztagen ins Freie gesetzt werden. „Kündigt sich dann doch noch einmal Nachtfrost an, sollte man die Pflanzen allerdings abdecken.“ Sie können auch schon mit einer Hand voll Dünger mit zusätzlichen Nährstoffen versorgt werden. „Das gilt auch für alle übrigen Beete. Hier verwende ich gerne organischen Dünger.“

Rasenpflege
Nachdem man die Rasenfläche von Laub und Ästen befreit hat, kann das erste Mal gemäht und vertikutiert werden. „Anschließend gebe ich immer Dünger auf den Rasen und bei Bedarf wird auch noch einmal nachgesät.“

Fotos: Tanja Schulte-Saß und Annelen Heyens
Fotos: Tanja Schulte-Saß und Annelen Heyens
Fotos: Tanja Schulte-Saß und Annelen Heyens
Fotos: Tanja Schulte-Saß und Annelen Heyens
Fotos: Tanja Schulte-Saß und Annelen Heyens
Fotos: Tanja Schulte-Saß und Annelen Heyens

Gemüse
Im März können einige Gemüsesorten auf der Fensterbank bereits vorgezogen werden. Im Mai und Juni können die kleinen Jungpflanzen dann ins Freie umgepflanzt werden. Es gibt aber einige Gemüsesorten, da mögen die Jungpflanzen schon im April an die frische Luft, zum Beispiel Erbsen, Radieschen und Kohl.

Schnecken
Noch ein wichtiger Tipp für den Fall, dass der Garten von Schnecken heimgesucht wird. „Hier hilft biologisches Schneckenkorn. Ich streue es nicht nur im Frühjahr, sondern das ganze Jahr über. Durch die regelmäßige Anwendung hat sich der Schneckenbestand mit den Jahren gegen Null entwickelt“, sagt Annelen Heyens.

Werkzeuge
„Im Frühjahr sollte man Gartengeräte und -möbel aus dem Winterschlaf holen und fit für ihren Einsatz machen“, empfiehlt die Hobbygärtnerin. Sind Gartengeräte defekt? Läuft der Rasenmäher noch? Sind die Messer noch scharf? „Mit stumpfen Scheren verletzt man die Äste und Krankheitserreger könnten leicht eindringen. Ich empfehle allen Hobbygärtnern, etwas mehr Geld in Gartengeräte und Werkzeuge zu investieren. Qualität zahlt sich langfristig aus“, weiß sie aus Erfahrung.

Der wichtigste Tipp von Annelen Heyens zum Schluss: „Entspannt bleiben! Auch wenn im Garten noch etwas zu tun ist, sollte man sich auch mal hinsetzen und die grüne Oase genießen!“

Informationen zum Erlebnisgarten Heyens
Ihren 3500 Quadratmeter großen Erlebnisgarten teilen Annelen Heyens und ihr Mann Hans von Juni bis September auch immer gerne mit Besuchern und laden sonntags von 12 bis 17 Uhr in ihr Gartencafé ein.

Im Rahmen der „offenen Gartenpforte“ begrüßt das Ehepaar ein ganzes Wochenende lang interessierte Besucher. Die Gäste können den weitläufigen Garten mit seiner Kräuterspirale, dem Insektenhotel und der Teichanlage besichtigen. Die vielen gemütlichen Sitzgelegenheiten im Garten laden zum Verweilen bei Kaffee, Tee und selbstgebackenem Kuchen ein. „Unter der Woche sind auch Gruppen herzlich willkommen.“

Hauptstraße 429
(Zuwegung Möhlenschleede)
26683 Saterland
Tel. 04498/919010

Hier können Sie die aktuelle Ausgabe der PROMENADE auch durchblättern:

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