Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Franz-Josef Meyer freut sich auf die große Sause in Langförden

"Mensch der Woche": Der 70-Jährige fungiert seit 1991 als 1. Vorsitzender des Volksfestvereins Langförden. Die Planungen für das Event laufen auf Hochtouren.

Artikel teilen:
Bald ist es endlich wieder so weit: Franz-Josef Meyer steckt derzeit mitten in den Vorbereitungen für die 71. Auflage des Langfördener Volksfestes am 16. und 17. Juli. Foto: Klöker

Bald ist es endlich wieder so weit: Franz-Josef Meyer steckt derzeit mitten in den Vorbereitungen für die 71. Auflage des Langfördener Volksfestes am 16. und 17. Juli. Foto: Klöker

„Es ist unser Volksfest. Ein absolutes Traditionsfest. Ein Fest für alle Langfördener Vereine und Gruppen. Das Highlight im Ort schlechthin, auf das viele schon Wochen vorher hinfiebern.“ Franz-Josef Meyer ist fasziniert vom Volksfest in Langförden und blickt der bei Jung und Alt äußerst beliebten Veranstaltung am 16. und 17. Juli mit sehr großer Vorfreude entgegen. Als 1. Vorsitzender des Volksfestvereins ist er maßgeblich in die Organisation des Events eingebunden.

Franz-Josef Meyer ist 70 Jahre alt und seit 45 Jahren mit Annegret verheiratet. Das Paar hat drei Kinder und sechs Enkelkinder. Der gebürtige Dinklager war von 1984 bis 1992 Konrektor der Grundschule Langförden und von 1992 bis 2018 Leiter der Alexanderschule Vechta. „Die Arbeit mit Kindern war toll“, erinnert er sich gerne. „Ich war lange an einer Schule und konnte mit dem Team Qualitätsentwicklung betreiben. Damals hatte man noch größere Freiräume. Das ist heute wegen der vielen Verwaltungs- und Organisationsarbeit oft nicht mehr möglich.“

Franz-Josef 
Meyer denkt gerne an beispielsweise die frühe Umsetzung der Inklusion, Schüleraustausche und die Teilnahme am Erasmus-Programm zurück. Schon seit den 80er Jahren ist Franz-Josef Meyer Mitglied im Verband Bildung und Erziehung (VBE), er fungierte als Kreis- und Bezirksvorsitzender. Seit 2016 hat er das Amt des Landesvorsitzenden inne und vertritt mit viel Engagement die Interessen der Lehrerinnen und Lehrer.

" In der Funktion kann ich auch mal Tacheles reden."Franz-Josef Meyer über sein Engagement als VBE-Landesvorsitzender

„Das mache ich gerne. In der Funktion kann ich auch mal Tacheles reden“, sagt der Langfördener, der unter anderem regelmäßig in Hannover zu Gesprächen mit dem Kultusminister zu Gast ist. Ein Anliegen von Franz-Josef Meyer ist, den Lehrerberuf attraktiver zu machen, um dem Personalmangel entgegenzuwirken. Nachdem 1990 das Jubiläum „1100 Jahre Langförden“ gefeiert wurde, übernahm Franz-Josef Meyer 1991 den Vorsitz des Volksfestvereins – dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss aller Vereine des Ortes – von Alfons Macke.

„1950 gab es die Idee, ein Fest für alle Vereine des Ortes Langförden zu schaffen“, erklärt Franz-Josef Meyer. Und diese Idee trägt bis heute Früchte. Der 70-Jährige möchte das Amt bald in jüngere Hände geben und ist sehr dankbar, dass er nun in einem größeren Organisationsteam unter anderem Hilfe von der Landjugend und der Feuerwehr erhält. „Es gibt bei der jüngeren Generation einen großen Willen, das Volksfest weiterzuführen. Das ist eine schöne Perspektive für die Zukunft. Darüber hinaus entstehen durch die Teamarbeit immer wieder neue Ideen.“

Im Frühjahr begannen die Vorbereitungen für die Großveranstaltung. Die erforderlichen Genehmigungen sind erteilt, nun geht es an die Details. Zum Beispiel wird festgelegt, in welcher Reihenfolge die Gruppen in den Umzug starten. Franz-Josef Meyer koordiniert die Arbeiten, kümmert sich unter anderem um den Kontakt zu den Sponsoren und zur Stadt Vechta, die wichtige Unterstützung leisten. Das Volksfest findet nun nicht mehr am Bomhof, sondern auf dem Laurentiusplatz statt, wodurch sich auch der Umzugsweg ändert, der vom Bomhof in den Ortskern führt.

30 Gruppen sind beim Umzug dabei

„Nachdem der Laurentiusplatz neu gepflastert wurde, ergeben sich dort für uns ganz neue Möglichkeiten. Der Ortskern wird komplett gesperrt“, sagt der Mit-Organisator. Und er ist erleichtert und stolz: „Wir waren uns nach der Corona-Pause nicht sicher, wie die Resonanz ist. Aber die ist super, alle machen wieder mit. Beeindruckend zu sehen, wie alle an einem Strang ziehen.“ So werden rund 30 Wagen- und Fußgruppen mit einigen Hundert Teilnehmenden den Umzug am Sonntag zu einer spektakulären Parade werden lassen. Anschließend wird im Zelt und auf dem Festplatz kräftig weiter gefeiert. Bereits am Vorabend findet die Krönung der Erdbeerkönigin Oldenburger Münsterland statt.

Franz-Josef Meyer verfügt über ein großes Organisationstalent. Zudem ist ihm eine gute Planung wichtig. Eigenschaften, die ihm bei der Vorbereitung und Umsetzung des Volksfestes zugute kommen. „Ich bin sehr dankbar, dass mir meine Frau bei allen Aktivitäten immer den Rücken freihält.“ Franz-Josef Meyer lebt gerne in Langförden. „Es ist ruhig und ländlich. Man ist schnell in der Natur, kennt viele Leute, fühlt sich wohl und angenommen. Wir haben eine schöne Dorfgemeinschaft. In Langförden hält man zusammen.“

Reisen als großes Hobby

In seiner Freizeit beschäftigt sich der sechsfache Großvater gerne mit den Enkelkindern, ist viel unterwegs und knüpft Kontakte zu Menschen auch aus anderen Ländern. Reisen ist ein großes Hobby von ihm. Häufiger geht es nach Hamburg. „Das ist meine Lieblingsstadt.“ Aber auch neue Länder werden immer wieder bereist. So ist bereits eine Kreuzfahrt zu den Kanaren geplant. Aber zunächst wird natürlich ausgelassen mit dem ganzen Ort das Langfördener Volksfest gefeiert.

Zeit für ein Update! Mit der jüngsten Überarbeitung unserer App haben wir das Nachrichten-Erlebnis auf dem Smartphone weiter verbessert und ausgebaut. Jetzt im Google-Playstore und im  Apple App-Store updaten oder downloaden.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Franz-Josef Meyer freut sich auf die große Sause in Langförden - OM online