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Frank Schneiders setzt sich für die Natur ein

Der "Mensch der Woche": Der 59-Jährige fungiert mit Freude als Vorsitzender des Tückervereins Goldenstedt. Der Naturschutz macht ihm eine Menge Spaß.

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Mit Fischen kennt er sich aus: Frank Schneiders präsentiert einen lebensnah nachgearbeiteten Aal, der als Lehrstück für Schüler verwendet wird. Foto: Klöker

Mit Fischen kennt er sich aus: Frank Schneiders präsentiert einen lebensnah nachgearbeiteten Aal, der als Lehrstück für Schüler verwendet wird. Foto: Klöker

„Wir sind ein gut funktionierender Verein mit schönen Gewässern, an denen man gut angeln kann. Wir sind sehr aktiv im Umwelt- und Naturschutz und der Umgang untereinander macht viel Spaß.“ Das sagt Frank Schneiders, den wir als „Mensch der Woche“ vorstellen, über den Tückerverein Goldenstedt. Seit 2014 fungiert der 59-Jährige mit Freude als 1. Vorsitzender des Vereins.

Frank Schneiders lebt im Goldenstedter Ortsteil Varenesch und ist mit Elisabeth verheiratet. Das Paar hat eine Tochter. Frank Schneiders absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Gärtner, ehe er sich in Hannover zum staatlich geprüften Umwelttechniker weiterbildete. Seit 1991 ist er beim Bauamt des Landkreises Vechta beschäftigt. In der Abteilung Landwirtschaft ist er zuständig für Emissionsschutz und Kompensation.

  Die Abnahme von Kompensationen, die Kontrolle von Abluftreinigungsanlagen an Ställen und die Führung des Europäischen Immissionskatasters für den Landkreis Vechta sind seine Haupttätigkeiten. „Ich bin viel im Außendienst und mag den Umgang mit den Kunden. Zudem bietet der Job einen großen Abwechslungsreichtum, da zum Beispiel jede Kompensation anders ist.“

Norwegen-Urlaub weckt die Leidenschaft fürs Angeln

2009 war Frank Schneiders mit Freunden in Norwegen im Urlaub und angelte dort. Nach der Rückkehr wollte er weiterhin angeln und schloss sich dem Tückerverein Goldenstedt an, um diesem Hobby nachzugehen. Der Begriff „tücken“ steht im Goldenstedter Platt für „angeln“. Bereits 2011 wurde er zum Kassenwart gewählt und seit 2014 fungiert er als 1. Vorsitzender. Die Leitung des 351 Mitglieder starken Vereins, das Planen und Umsetzen von Veranstaltungen und Versammlungen und das Vertreten des Vereins nach außen sind Aufgaben des 59-Jährigen.

Der Fisch wird nicht als Sportgerät gesehen

„Es macht mir Spaß, zu gestalten und an der Entwicklung des Vereins mitwirken zu können.“ Neben geselligen Veranstaltungen wie Sommerfest und Tückerball stehen im Verein Angelveranstaltungen – sogenanntes Hegeangeln – auf dem Plan. „Es sind aber keine Angelwettbewerbe. Wir sind kein Sportfischereiverein, der Fisch ist kein Sportgerät, sondern eine Kreatur, die entsprechend behandelt werden muss. Sämtlicher gefangener Fisch wird auch verwertet.“

Die Nachwuchsarbeit wird groß geschrieben im Tückerverein. So gibt es eine 20-köpfige Jugendgruppe mit einem eigenen Programm. Was fasziniert Frank Schneiders am Angeln? „Das in der Natur sein, die Ruhe. Ich muss nicht unbedingt einen Fisch fangen. Was man nebenbei sieht, ist erstaunlich und faszinierend genug.“

An erster Stelle im Tückerverein steht der Naturschutz. So haben die Angelfreunde schon diverse Umweltprojekte federführend und mit großem Erfolg umgesetzt. Beispielsweise wurden mehrere Bäche im Unterlauf renaturiert, mit dem Ziel, dass sich Meerforelle und Lachs hier wieder ansiedeln.

"Wir haben nur eine Erde und müssen mit den Ressourcen verantwortungsvoll umgehen."Frank Schneiders

Auch in der Arbeitsgemeinschaft Goldenstedt 2030 wirkt Frank Schneiders mit. Diese will die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Gemeinde stärken. Das Anlegen von Blühwiesen, Pflanzungen an Regenrückhaltebecken und die Schaffung von „Grünen Oasen“ in Siedlungen sind Projekte, die bereits umgesetzt wurden. Darüber hinaus ist Frank Schneiders 2. Vorsitzender des Vereins Hunte-Regio, der sich für Naturschutz im Einzugsgebiet der Hunte einsetzt. „Wir haben nur eine Erde und müssen mit den Ressourcen verantwortungsvoll umgehen. Es ist wichtig, dies auch den Jugendlichen zu vermitteln“, erläutert der gebürtige Essener (Oldb.) seine Motivation für den Naturschutz.

Gemütlich mit dem Motorrad unterwegs

Auch im Goldenstedter Bündnis für Familie engagiert sich der 59-Jährige als Kassenprüfer. Ferner ist er Mitglied in den Heimatvereinen Goldenstedt und Varenesch. Ein weiteres Hobby von Frank Schneiders ist das Motorradfahren. Im näheren und weiteren Umkreis ist er dann mit seiner Moto Guzzi California unterwegs. „Das ist eine gemütliche Reisemaschine, mit ihr kann man Spaß haben, schauen und in aller Ruhe die Landschaft erkunden.“

Auch für Fußball interessiert sich Frank Schneiders. Hier drückt er dem FC Schalke 04 die Daumen und gehört dem Goldenstedter Fanclub „Blue-White Indians“ an. Seit 30 Jahren lebt Frank Schneiders in der Gemeinde Goldenstedt. Und das sehr gerne: „Die Menschen gefallen mir. Und Landschaft und Natur mit Hunte und Moor.“ Auch die Familienfreundlichkeit und die vielen Freizeitmöglichkeiten in der Gemeinde mit Hartensbergsee und Haus im Moor schätzt er. „Und es gibt ein sehr vitales Vereinsleben, wobei die Vereine untereinander gut vernetzt sind.“

An Schottland reizen ihn Natur, Landschaft und Whisky

„Ich bin sehr zuverlässig, stehe zu meinem Wort und habe eine gute Menschenkenntnis. Allerdings bin ich nicht sehr geduldig“, sagt Frank Schneiders von sich selbst. Er träumt von einer Reise nach Irland und Schottland, um die faszinierende Natur und Landschaft dort erleben zu können. „Und an Schottland reizt mich auch der Whisky“, sagt der Fan dieser Spirituose mit einem Lächeln. Klar ist: Auch künftig wird der Varenescher sich mit viel Freude für die Natur einsetzen.

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