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Festschrift im Stadtmuseum erhältlich

Das Buch über 150 Jahre Kolpingfamilie Damme bietet eine Parallele zur aktuellen Sonderausstellung.

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Freude: Kolpingvorsitzender Norbert Grafemeyer (r.) überreicht ein Exemplar der Festschrift an Museumsleiter Wolfgang Friemerding vor historischer Kulisse. Foto: Stadtmuseum

Freude: Kolpingvorsitzender Norbert Grafemeyer (r.) überreicht ein Exemplar der Festschrift an Museumsleiter Wolfgang Friemerding vor historischer Kulisse. Foto: Stadtmuseum

Lange Zeit war sie nur unter erschwerten Bedingungen erhältlich, obwohl sie rechtzeitig vorm Jubiläum schon Ende des letzten Jahres fertig gestellt war: die Festschrift „150 Jahre Kolpingfamilie Damme“. Nach der Wieder-Eröffnung des Stadtmuseums im alten Bahnhof können Besucherinnen und Besucher sie nun auch dort für 15 Euro erwerben.

Exemplar für Bibliothek des Hauses

Der Vorsitzende der Dammer Kolpingfamilie Norbert Grafemeyer übergab ein entsprechendes Paket jüngst dem Museumsleiter Wolfgang Friemerding. Überdies stiftete der oberste Dammer Kolpingsohn ein Exemplar für die Bibliothek des Hauses. Immerhin entspringt das erste Kapitel in der Festschrift zur geschichtlichen Einordnung der Gründungszeit des Vereins der umfangreichen Materialiensammlung des Dammer Stadtmuseums. Zudem zeigt sich mit diesem Buch, dass es eine Parallele zur derzeitigen Sonderausstellung „US-Auswanderung im 19. Jahrhundert aus Damme“ gibt.

Verlelendung der Heuerleute

Denn genauso wie die Verelendung der Heuerleute und ihrer Nachfolgegeneration im 19. Jahrhundert erschreckende Ausmaße annahm und zur Massenauswanderung nach Amerika führte, so war auch die miserable Lage der Handwerksgesellen, die fast ausnahmslos auf Wanderschaft gingen, das Motiv für den Gründer Adolf Kolping, die Gesellenhäuser einzurichten und seine vernetzte Organisation zu gründen. Dort fanden alle Handwerker auf Wanderschaft ein Zuhause. Denn eine Sozialgesetzgebung war 1871 noch nicht in Sicht.

Viele Gesellen wandern in USA aus

Da allerdings der Handwerker-Nachwuchs um diese Zeit rigorosen Zulassungs-Regeln unterworfen war, wanderten viele Gesellen trotz Kolpingwerk in die USA aus, um dort eine Existenz zu gründen. Beispiele aus unserer Region gibt es dafür eine Menge. Allein die boomende Stadt Cincinnati konnte einer Vielzahl hiesiger Auswanderer Gewerbefreiheit und gutes Auskommen bieten. Noch heute künden davon viele vertraute Namen in dieser Großstadt im US-Staat Ohio.

Stadtmuseum hat mittwochs und sonntags geöffnet

Wie vor der Pandemie ist das Stadtmuseum mittwochs und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Maske müssen die Besucher*innen allerdings tragen. Und im separaten Sonderausstellungsraum der ehemaligen Frachtgüterhalle dürfen sich nur zehn Gäste gleichzeitig aufhalten.

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