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Er ist als Soldat mitten in der Cloppenburger City aktiv

Tobias Assert ist neuer Leiter des Karrierebüros der Bundeswehr in der Lange Straße.

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Weites Gebiet: Oberfähnrich Tobias Assert und seine Mitarbeiter sind in halb Niedersachsen unterwegs und informieren über die Karrieremöglichkeiten in der Bundeswehr. Foto: Bernd Götting

Weites Gebiet: Oberfähnrich Tobias Assert und seine Mitarbeiter sind in halb Niedersachsen unterwegs und informieren über die Karrieremöglichkeiten in der Bundeswehr. Foto: Bernd Götting

Das schwarze Barett lugt aus der Hosentasche, auf den Schulterklappen seiner Flecktarn-Uniform sind rosa Litzen zu erkennen. Für Soldaten ist Tobias Assert unverkennbar ein Panzermann, für Zivilisten erst einmal ein ganz normaler Soldat. Doch was macht der Mann, der Passanten schon mal in der Cloppenburger Fußgängerzone begegnet, Tag für Tag mitten in der City? Tobias Assert ist seit Ende letzten Jahres Leiter des Karrierebüros der Bundeswehr, das seinen Sitz in der 1. Etage in der Lange Straße 67 hat. Zusammen mit 8 weiteren Mitarbeitern berät er hier interessierte Zivilisten zu militärischen und zivilen Berufen in der Bundeswehr.

Der 32-jährige Assert, seit kurzem auch Bürger der Stadt Cloppenburg, trat 2010 in die Bundeswehr ein und absolvierte seine militärische Grundausbildung in Augustdorf. Danach diente er in den Panzerbataillonen 203 und 404 und stieg bis zum Kommandanten des Kampfpanzers Leopard 2 auf. „Ich bin tatsächlich ein durch und durch gelernter Soldat und habe die Laufbahn der Mannschaften, Unteroffiziere und Feldwebel durchlaufen,“ beschreibt der heutige Oberfähnrich seinen Werdegang. Gute Beurteilungen und seine immerwährende Neugier auf interessante Aufgaben öffneten ihm einen weiteren Karriereweg, den auch seine Vorgesetzten unterstützten. Er wurde Offiziersanwärter für den militärfachlichen Dienst, eine eigene Laufbahn für die Verwendung als Spezialist in der Bundeswehr. Nach der „Panzerei“ bildete ihn die Bundeswehr im Personalbereich aus und ernannte ihn 2019 zum Berufssoldaten.

"Die Bundeswehr ist einer der größten Arbeitgeber Deutschlands und bietet den Bewerbern mehr als 1000 Karrieremöglichkeiten."Tobias Assert, Oberfähnrich und Karriereberater

Unabhängig von Ausbildung und Stationierung hatte Assert allerdings immer den Wunsch, mit Menschen zu arbeiten. Und dieser wurde ihm jetzt mit der Leitungsfunktion in Cloppenburg erfüllt. Hier ist er in seinem Verantwortungsbereich mit einem Team von 6 Soldaten, einem Beamten und einer Praktikantin für die Karriereberatung der Bundeswehr zuständig. Dazu nutzt er ein Netz von eigenen Filialen und Beratungspunkten bei den Arbeitsämtern zwischen Holland und Bremen und zwischen Teutoburger Wald und Ammerland. Darüber hinaus werden regelmäßig Vorträge in Schulen gehalten und Veranstaltungen wie Berufsmessen, Gewerbeschauen und größere Volksfeste besucht. „Die Bundeswehr ist einer der größten Arbeitgeber Deutschlands und bietet den Bewerbern mehr als 1000 Karrieremöglichkeiten“, beschreibt Assert das breite Spektrum. Manchmal sei bundesweit nur ein Posten vorhanden, oft habe man an großen Standorten auch gleich mehrere Jobs anzubieten. Die Beratung werde übrigens nicht nur jungen Schulabgängern für militärische Stellen angeboten.

Nicht weit von Cloppenburg liege beispielsweise die Wehrtechnische Dienststelle in Meppen, die gleich mehrere zivile Ausbildungsberufe zu bieten habe, vom Industriemechaniker über Chemielaboranten bis hin zu Tischlern und Elektronikern. Die Beratungen würden vor Ort, telefonisch und auch per Videokonferenz durchgeführt. Interessierte seien dabei natürlich oft Eltern mit ihren jugendlichen Kindern, junge Erwachsene, aber auch Menschen mit fertiger Ausbildung, vom Doktor bis zum Handwerksmeister. „Die Bundeswehr erkennt die zivil erworbenen Fähigkeiten an und sucht gerne nach passenden Möglichkeiten für einen Seiteneinstieg mit angemessenem Gehalt und Dienstgrad“, betont der Oberfähnrich. Interessant sei die Bundeswehr auch für Abiturienten, denen ein Studium mit ziviler Anerkennung und bei voller Bezahlung geboten werde. Auch wer einen Hauptschulabschluss habe, könne bei der Bundeswehr über die Jahre bis zum gehobenen Dienst aufsteigen – allein mit dem Willen zur Leistung sei das möglich. Hier habe die Bundeswehr ein Alleinstellungsmerkmal.

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