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Ein sanfter Riese mit ordentlich Power

Der neue Volvo XC90 überzeugt mit einem Mildhybrid-System im PROMENADE-Test

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Von vorne und hinten ein echter Hingucker: Der neue Volvo XC 90 in der Top-Ausstattung

Von vorne und hinten ein echter Hingucker: Der neue Volvo XC 90 in der Top-Ausstattung

SUV-Fahrer haben es in dieser Zeit nicht leicht. Einige Politiker und Umweltaktivisten wollen SUVs am liebsten ganz verbieten oder aus den Innenstädten verbannen. Auf der anderen Seite lieben die Deutschen diese Art von Autos. Auch Volvo bedient mit seiner XC-Flotte dieses Segment. An der Spitze: der XC90. Jetzt auch mit Mildhybrid-System und einem doppelt aufgeladenen 235 PS starken Diesel.

Plug-in, Mildhybrid, Vollhybrid, Range-Extender – wer heute ein Auto mit E-Anteil kaufen möchte, sollte vorher in Physik gut aufgepasst haben. Mittlerweile bauen alle Hersteller auf E. Sprit sparen, Image aufpolieren – ohne E läuft nichts mehr. Und so hat auch Volvo sein SUV-Flaggschiff aufgerüstet. Der Zweiliter-Diesel hat einen integrierten Starter-Generator (ISG) mit einer Lithium-Ionen-Batterie (48 Vol) sowie einem System zur Bremsenergie-Rückgewinnung dazubekommen. Zur Erklärung: Der XC90 kann keinen Meter rein elektrisch fahren. Der E-Motor wirkt ausschließlich unterstützend. Die beim Bremsen gewonnene Energie wird in einem 48-Volt-Akku gespeichert und beim Anfahren und Beschleunigen wieder abgegeben. 

In der Praxis merkt der Fahrer davon nicht wirklich etwas. Der Schwede beschleunigt ob seines Gewichtes von über 2,1 Tonnen ordentlich. Sportwagenfeeling wie in einem 430 PS starken Maserati Levante kann und soll erst gar nicht aufkommen. Wer Volvo fährt, will schick, bequem und sicher fahren. Und genau das liefern die Schweden. Mittlerweile gehören die Volvos außen, aber vor allem innen, zu den Schönsten auf dem Markt. Leder in Hülle und Fülle, alles ist picobello verarbeitet. Einfach schön.

Fotos: Dirk NienaberFotos: Dirk Nienaber

Bis zu sieben Personen können im Volvo reisen. Und wie. Mit Panoramadach, Sitzheizung selbst in Reihe zwei und einem Soundsystem von Bowers & Wilkings kommt sofort ein Erste-Klasse-Gefühl auf. Der Diesel läuft angenehm ruhig, Windgeräusche entfallen quasi und mit Tempo 180 auf der Autobahn werden selbst längere Ausfahrten zu netten Ausflügen. Apropos Tempo 180. Mit dem XC90 sind zwar laut Volvo auch 220 km/h möglich. Doch das macht weder dem Auto noch den Passagieren Spaß. 180 ist perfekt. Und so wird auch ein Schuh draus, dass Volvo jetzt die Höchstgeschwindigkeit auf eben dieses Tempo bei allen Modellen einführen will. Klar, auch 230 und 270 machen Spaß. Sind aber eigentlich völlig überflüssig.

Wenn Volvo überhaupt noch etwas am XC90 verbessern könnte, dann wäre das die Achtstufenautomatik. Das Getriebe ist zwar mit Shift-by-Wire-Technik ausgestattet, was im Vergleich zu den Vorgängermodellen den Komfort und die Schaltgeschwindigkeit verbessert hat. Um ganz oben in der Liga mitspielen zu können, müssen die Schweden aber noch etwas nachschärfen. Im Alltag und bei moderatem Einsatz des rechten Fußes schaltet der Volvo fast unmerklich hoch. Wer den Gasfuß jedoch kräftig betätigt, fühlt sich nicht immer richtig verstanden. Doch ernsthaft – wer will den XC90 auch treten und scheuchen? Der XC90 ist ein perfekter Reisebegleiter, kann zudem mit 2,7 Tonnen und Allradantrieb jeden Hänger von der Wiese ziehen und ist gleichzeitig richtig schick. Wer kann diese Kombination sonst noch bieten?

In Sachen Sicherheit macht den Schweden schon seit 40 Jahren keiner etwas vor. Das hat sich auch in Zeiten moderner Assistenzsysteme nicht geändert. Ältere Autokäufer müssen sich erst einmal an die Bedienung gewöhnen. Denn fast alle Einstellungen werden über das Display gesteuert. Alle, die vor dem Jahr 2000 ihren Führerschein gemacht haben, werden sich ein wenig umstellen müssen. Aber auch hier gibt es nichts, was nicht verstanden werden kann. Und wer sich einmal daran gewöhnt hat, wird keinen Schalter oder Knopf vermissen.

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