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Ein Bund fürs Leben: Jörg Lange hält dem SWO seit seiner Jugend die Treue

Der "Mensch der Woche": Der 44-Jährige engagiert sich seit 2007 als stellvertretender Vorsitzender bei SW Osterfeine. Ihn beeindruckt der große Zusammenhalt.

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Fast wie ein zweites Zuhause: Jörg Lange fühlt sich auf dem SWO-Gelände wohl. Foto: Klöker

Fast wie ein zweites Zuhause: Jörg Lange fühlt sich auf dem SWO-Gelände wohl. Foto: Klöker

Die Spielvereinigung Schwarz-Weiß Osterfeine war schon immer ein Teil des Lebens von Jörg Lange, den wir heute als „Mensch der Woche“ porträtieren. Lange Jahre spielte er im Jugend- und Herrenbereich des Vereins Fußball, seit 2007 engagiert er sich als stellvertretender Vorsitzender im Klub. „Unsere Kinder sagen scherzhaft: ‚SWO ist die andere Liebe‘“, erzählt der 44-Jährige mit einem Lachen.

Jörg Lange ist seit 2006 mit Daniela verheiratet. Zur Familie gehören Tochter Marieke, die Zwillinge Felix und Levke sowie Hund Joschi. Der gelernte Tischler arbeitet seit 2008 als Maschinenbediener bei Pöppelmann in Lohne. In seiner Abteilung werden Pflanztöpfe hergestellt. „Ich habe einen guten Arbeitgeber. Zudem lässt sich der Beruf gut mit der Familie vereinbaren.“

Langjähriger Abräumer auf der Sechser-Position

Als E-Jugendlicher begann Jörg Lange das Fußballspielen bei SW Osterfeine. Er durchlief sämtliche Jugendteams und wurde viele Jahre von Heinrich Lüdeke-Dalinghaus trainiert. 1995 erfolgte der Wechsel in den Herrenbereich. Fortan spielte Jörg Lange in der 1. Mannschaft als Abräumer auf der Sechser-Position oder im linken Mittelfeld. 2004 zog er sich einen Kreuzbandriss zu und beendete 2006 seine aktive Laufbahn.

Schon ein Jahr später wurde Jörg Lange in den Vorstand des Vereins gewählt. Seinerzeit als 3. Vorsitzender, mittlerweile als stellvertretender Vorsitzender. In dieser Funktion kümmert er sich um den Außenbereich des Sportgeländes, also die drei Spielfelder plus Trainingsplatz in Osterfeine sowie den Platz in Rüschendorf. Das Gelände in Schuss halten, damit es ansprechend bleibt: Jörg Lange ist unter anderem dafür verantwortlich, dass die Plätze gemäht, abgezeichnet und gegebenenfalls gedüngt werden. Zudem kümmert er sich um die Montage von Bandenwerbung. Und davon gibt es im Stadion am Klünenberg eine ganze Menge.

"Es ist toll, wie viele Kinder im Verein engagiert sind, was für ein Gewusel hier mitunter herrscht."Jörg Lange

„Coronabedingt haben wir keine einzige Kündigung erhalten. Die Unterstützung unserer Sponsoren und Gönner ist weltklasse“, freut sich Jörg Lange. Lediglich eine Werbefläche ist derzeit noch frei. Aber auch hier ist bereits eine Lösung in Aussicht. Jörg Lange ist wichtig, dass Leben auf dem Gelände herrscht, dass es zwischendurch auch immer wieder dreckig wird. „Ich freue mich, wenn die Kinder hier Fußball spielen können. Es ist toll, wie viele Kinder im Verein engagiert sind, was für ein Gewusel hier mitunter herrscht.“

Verein könnte zwei Hallen gebrauchen

Auch in der vereinseigenen Sporthalle, in der Franz Lamping über viele Jahre als Hausmeister in vorbildlicher Weise tätig war, ehe er nun aus Altersgründen etwas kürzer tritt, ist viel Betrieb. „Wir könnten zwei Hallen gebrauchen“, sagt der 44-Jährige. Umso schwerer war es für Jörg Lange, als er während des Lockdowns auch regelmäßig auf dem Sportgelände im Einsatz war. „Es war keiner hier und kam keiner. Das war nicht schön. Hier muss was los sein.“ Glücklicherweise ist diese Zeit vorbei und dürfte auch so schnell nicht wiederkommen.

Nach der abgeschlossenen Parkplatzsanierung möchte der Verein weitere Projekte im Stadion umsetzen. Dazu zählen eine neue Beregnungsanlage auf den Plätzen 2 und 3, neue Ballfangzäune, die Erneuerung des Daches im Zuge der Sanierung des alten Umkleidegebäudes und die Umrüstung des Flutlichts auf LED.

An viele Highlights mit dem Verein erinnert sich Jörg Lange gerne. „In der C-Jugend sind wir damals Kreismeister geworden und haben auf Bezirksebene unter anderem gegen den VfL Osnabrück gespielt. Das war toll.“ Im Herrenbereich gelang nur zwei Jahre nach dem Abstieg in die Bezirksklasse die von vielen nicht für möglich gehaltene Rückkehr in die Bezirksliga. Und: „Der OM-Cup 2016 war ein Riesenevent, verrückt, was hier los war. Ein paar Tage vorher stand der Platz nach starkem Regen noch teilweise unter Wasser“, blickt er zurück.

Die "beste Manta-Platte der Liga" ist Pflicht

Was macht den Verein für ihn aus? „Hier engagieren sich fast nur Einheimische, halten zusammen und den Verein am Laufen.“ Jörg Lange, der auch dem FC Bayern München die Daumen drückt, schaut gerne am Sonntagnachmittag mit seinen Kumpels die Heimspiele der 1. Herren in der Bezirksliga und lässt sich dabei die „beste Manta-Platte der Liga“ schmecken. Ferner ist Jörg Lange Mitglied im Schützenverein Osterfeine und in der früheren Thekenmannschaft und heutigen Clique FC Alte Börse.

In Osterfeine funktioniert das Dorfleben

In Osterfeine lebt Jörg Lange sehr gerne. „Die Dümmer-Umgebung ist sehr reizvoll, das lernt man immer wieder neu zu schätzen. Hier funktioniert das Dorfleben, es passiert was. Die Nachbarn kennt man oft schon jahrzehntelang. Und bei Arbeitseinsätzen ist die Beteiligung immer sehr gut.“ Dem dreifachen Vater schwebt vor, mal mit der Familie vier Wochen Urlaub am Stück zu machen. Zum Beispiel auf Borkum. Aber auf Dauer geht es ohne SWO sicherlich nicht. Denn der Verein bleibt weiter ein Teil von Jörg Langes Leben.

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