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Die Vielfalt bereitet Ole Bruns Freude

"Mensch der Woche": Der fast 18-Jährige macht eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Gemeinde Visbek. Zudem ist er Oberministrant und spielt Fußball.

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Landesrechtliche Vorschriften: Während seiner Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten macht sich Ole Bruns auch mit Gesetzen vertraut. Foto: Klöker

Landesrechtliche Vorschriften: Während seiner Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten macht sich Ole Bruns auch mit Gesetzen vertraut. Foto: Klöker

„Ob Bauamt, Sozialamt oder Meldeamt: Mir hat es überall gefallen, in jedem Amt habe ich spannende Einblicke erhalten.“ Das sagt Ole Bruns aus Visbek, den wir als „Mensch der Woche“ porträtieren. Der fast 18-Jährige absolviert derzeit eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei seiner Heimatgemeinde und erfreut sich an der großen Vielseitigkeit.

An Organisation der Wahlen beteiligt

Ole Bruns erwarb 2020 den erweiterten Realschulabschluss an der Benedikt-Schule und begann anschließend seine dreijährige Ausbildung. Dort durchläuft er die verschiedenen Ämter. Zuletzt war er im Meldeamt tätig. „Dort gefiel mir der Kontakt mit den Bürgern. Und ich habe viel rund um die Organisation der Wahlen mitbekommen, was total interessant war.“ So zählte auch das Bestellen und Sortieren von Stimmzetteln zu seinen Aufgaben. Ferner gehören Einkaufs- und Postgänge sowie die Unterstützung bei Kulturveranstaltungen zu den Tätigkeiten der Auszubildenden. In Kürze wechselt Ole Bruns in die Finanzabteilung.

Er arbeitet gerne bei der Gemeinde Visbek. „Viele Kollegen kannte ich schon vorher, wir sind ein richtig gutes Team.“
60 Prozent der Ausbildung finden schulisch in Form von Blockunterricht in Wildeshausen und Oldenburg statt. „Es gibt viele Gesetze, die man lernen muss. Und uns wird vermittelt, wie Gutachten geschrieben werden.“ Ab November steht der nächste Block in Oldenburg an. Ole Bruns möchte nach der Ausbildung dem Verwaltungsbereich treu bleiben, dabei schwebt ihm eine Weiterbildung vor.

Als Drittklässler ging es zu den Messdienern

Bereits als Drittklässler kam Ole Bruns zu den Visbeker Messdienern. „Wir wurden damals in der Grundschule gefragt, ob wir Interesse haben. Viele Freunde von mir und ich sind dann hingegangen und dabei geblieben“, erinnert er sich.  Seit Ende 2020 fungiert Ole Bruns auch als Oberministrant, kurz „Omi“ genannt. In dieser Funktion kümmert er sich um die Ausbildung der Messdiener. „Wir haben einen Juleica-Kurs gemacht und die Jugendleiter-Card erworben, um mit den Kindern arbeiten zu können.“

In einem dreiköpfigen Team bringt Ole Bruns derzeit vier Kindern das Einmaleins im Dienst am Altar bei. Ferner wird bei den wöchentlichen Gruppenstunden unter anderem Fußball oder Baseball gespielt.
„Die Gemeinschaft ist schön. Es macht Spaß, dem Messdienernachwuchs etwas vermitteln zu können. Zudem bekommt man auch Kontakt zu anderen Jahrgängen.“

Ole Bruns hat auch noch selber Dienst am Altar, allerdings vornehmlich bei größeren kirchlichen Festen und nicht mehr so häufig wie früher. „Wir haben viele jüngere Messdiener, die jetzt verstärkt zum Zuge kommen.“ Neben den Gruppenstunden stehen eine monatliche „Omi-Runde“, Carpe-Diem-Aktionen oder Aktionen wie das Pflanzen von Bäumen auf dem Plan. Zudem gibt es jährlich ein Messdienerlager. 2020 fand dieses coronabedingt als Messdienertag in Visbek statt, in diesem Jahr gab es ein Messdienerwochenende in Visbek, bei dem die Kinder zu Hause schliefen. Im kommenden Jahr soll es wieder ein „richtiges“ Lager geben.

"Mein Ballgefühl ist nicht so stark ausgeprägt, daher spiele ich in der Innenverteidigung.“Ole Bruns

Darüber hinaus spielt Ole Bruns seit einigen Jahren Fußball in der Jugend von Rot-Weiß Visbek. Aktuell gehört er der A-Jugend an, die sich derzeit im oberen Mittelfeld der Kreisliga befindet. „Mein Ballgefühl ist nicht so stark ausgeprägt, daher spiele ich in der Innenverteidigung“, sagt der 17-Jährige mit einem Schmunzeln. „Wir sind ein großes Team mit rund 25 Leuten. Es macht einfach Spaß, mit den Jungs zusammen zu sein und nach dem Training bei einem Getränk ein bisschen locker zu schnacken. Wir haben einen schönen Zusammenhalt, das macht es aus.“

"Es ist immer noch ein bisschen ein Dorf, wo jeder jeden kennt."Ole Bruns über Visbek

Auf Profi-Ebene drückt Ole Bruns dem SV Werder Bremen die Daumen und hofft, dass die Hanseaten sich rasch in der Tabelle nach vorne arbeiten, damit die Rückkehr in die 1. Liga möglichst bald gelingt.  In der Gemeinde Visbek lebt Ole Bruns sehr gerne. „Es ist immer noch ein bisschen ein Dorf, wo jeder jeden kennt. Ich fühle mich im Ort wohl, Familie und Freunde sind da. Wenn möglich, würde ich nach der Ausbildung gerne hier bleiben.“

Darüber hinaus trifft Ole Bruns sich gerne mit seinen Kumpels. „Ich bin oft gut gelaunt, kontaktfreudig und offen für Neues“, sagt er von sich selbst. „Und ich gehe gerne essen.“ Ole Bruns ist gespannt auf seine kommenden beruflichen Herausforderungen – und er freut sich darauf, wenn er in Kürze auch ohne Begleitung seiner Eltern Auto fahren darf.

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