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Der Bergsee ist Walter Godas Revier

"Mensch der Woche": Der Dammer schwört auf den Trimm-Dich-Pfad. Dort findet der CDU-Kreisgeschäftsführer seinen Ausgleich, auch wenn er dafür den "inneren Schweinehund" überwinden muss.

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Walter Goda absolviert den Trimm-Dich-Pfad am Dammer Bergsee. 2 bis 3 mal pro Woche macht der Geschäftsführer des CDU-Kreisverbandes Vechta hier seine Übungen. Foto: Röttgers

Walter Goda absolviert den Trimm-Dich-Pfad am Dammer Bergsee. 2 bis 3 mal pro Woche macht der Geschäftsführer des CDU-Kreisverbandes Vechta hier seine Übungen. Foto: Röttgers

„Der Dammer Bergsee ist mein Revier“, sagt Sportskanone Walter Goda, „weil er für mich fast vor der eigenen Haustür liegt und ich so direkt mit dem Sport starten kann.“ 2 bis 3 mal pro Woche sieht man den Geschäftsführer der CDU des Landkreises Vechta den Trimm-Dich-Pfad am Bergsee absolvieren. Dieser verfügt über 20 verschiedene Stationen und führt um den Bergsee in einer Gesamtlänge von rund drei Kilometern. „Der Trimm-Dich-Pfad hat einfach für jeden etwas zu bieten: Dehnübungen, Kraftübungen, und wenn man zwischen den Stationen auch noch läuft, kommt auch die Ausdauer nicht zu kurz“, ruft der dreifache Familienvater zum Mitmachen auf.

Herzinfarkt und Bandscheibenvorfälle

Sport habe Goda nach eigenen Angaben bereits in seiner Jugend immer betrieben. „So richtig intensiv aber erst wieder nach meinem Herzinfarkt vor 10 Jahren und einigen Bandscheibenvorfällen“, blickt der 59 Jahre alte Dammer zurück. Was treibt Goda an? „Mein sportliches Ziel ist es, Kondition und Beweglichkeit zu halten. Ohne Sport habe ich andauernde Rückenschmerzen, das muss nicht sein“, empfiehlt er das Nachmachen. Außerdem liege der Trimm-Dich-Pfad einmalig landschaftlich schön. „An vielen Stellen hat man einen tollen und faszinierenden Blick auf und bei guter Fernsicht sogar weit über Damme hinaus und man kann auf den See oder in die Wälder schauen.“

Los geht es für Goda beim Fitnessparcours an der 1. Station am Hauptweg mit Armkreisen zum Warmmachen. Die Übungen sind nach Godas Einschätzung „für jeden“ geeignet: „Wenn man eine Übung nicht schafft, lässt man diese einfach aus und macht dafür halt eine andere etwas ausgiebiger“, meint Goda. An allen 20 Übungen zeigen Schautafeln, was zu tun ist: Ob Klimmzug, Seitsprung, Sit-ups, Balancieren, Hangeln oder die klassische Kniebeuge und die Kraft verlangende Liegestütze – der im Jahr 2018 komplett erweiterte Parcours lädt jedermann ein, sich an der frischen Luft zu bewegen, seine Kraft und Ausdauer zu testen und zu verbessern.

Durch die Reihenfolge der Stationen biete sich die Möglichkeit, Jogging und die Nutzung verschiedener Trainingsgeräte zu kombinieren. Eine „Lieblingsstation“ hat Goda eigentlich nicht, die einzelnen Stationen seien einfach unterschiedlich und sehr gut angeordnet, schätzt der Freizeitsportler. „Ich hasse allerdings immer die letzten Stationen, weil hier Kraftübungen zu absolvieren sind, wo ich doch schon viel getan habe und der Rückweg nach Hause ja auch noch ansteht. Ich ziehe das aber sehr konsequent durch“, bekundet Goda seinen sportlichen Ehrgeiz.

„Bei mir hilft der Schmerz, den „inneren Schweinehund“ immer wieder zu überwinden. Sobald ich keinen Sport mehr mache, geht der nämlich verlässlich los. Mir hilft die Erkenntnis, dass ich mit Sport meine Herzprobleme in den Griff bekomme – das ist einfach unbezahlbar und jede Mühe wert“, erklärt er seinen Elan. „Ich kann den Trimm-Dich-Pfad allen zur Nachahmung empfehlen, die ein wenig für ihren Körper tun möchten.“ Wenn es seine Zeit zulasse, komme dann auch noch eine Radtour hinzu.

3-facher Vater hat 4 Enkelkinder

Privat ist Goda seit 35 Jahren mit seiner Ehefrau Gabi verheiratet, hat mit Yvonne (32), Frederik (30) und Julian (27) 3 erwachsene Kinder und mit Emil (8), Mina (5), Emma (3) und Anton (1/2 Jahr) 4 Enkelkinder. Nach seinem Wirtschaftsabitur in Lohne absolvierte Goda ein Duales Studium in Hamburg und legte die Kaufmannsgehilfenprüfung zum Wirtschaftsassistenten und zum Betriebswirt ab. Anschließend übernahm er das Mietwagengeschäft seines viel zu früh verstorbenen Onkels Theo in Damme, installierte beim Betonwerk Diephaus in Vechta eine Kostenrechnung und übernahm im Jahre 1991 die Nachfolge von Günter Feldhaus als Kreisgeschäftsführer des 
CDU-Kreisverbandes Vechta.

Interesse für Politik war schon immer da

„Ich habe mich schon immer für Politik interessiert“, gesteht Goda, der sich bereits auf der Realschule als Schülersprecher engagiert habe. Mittlerweile führt der Dammer die Geschäfte der CDU Vechta seit über 31 Jahren und dürfte damit sogar bundesweit einer der ältesten Amtsinhaber sein – in Niedersachsen ist er es nachweislich. Daneben ist Goda Wahlkreismitarbeiter und wissenschaftlicher Assistent von Bundestagsabgeordneter Silvia Breher. Ehrenamtlich ist der Vollblutpolitiker Mitglied des Kreistages und Kreistagsvorsitzender.

"Gerade meine Frau und meine Kinder haben mich meistens in der Zeitung gesehen."Walter Goda

„Für die Zukunft wünsche ich mir aber mehr Zeit für meine Familie“, blickt Goda nach vorn. „Gerade meine Frau und meine Kinder haben mich meistens in der Zeitung gesehen. Meine Frau kann mit Fug und Recht behaupten, alleinerziehende Mutter gewesen zu sein.“ Gerade auch für seine Enkelkinder möchte Goda mehr Zeit haben und natürlich auch für seine Frau und meine Kinder. „Dennoch: In der Politik möchte ich schon noch ein paar Jahre mitmischen, beruflich und ehrenamtlich.“

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