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Claus Dreßlers Bilder sorgen für Begeisterung

"Mensch der Woche": Der 52-Jährige aus Dinklage ist seit vielen Jahren passionierter Hobbyfotograf. Vorwiegend ist er in der Natur unterwegs, seine ersten Schritte machte er aber auf Party.

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Fotografieren ist seine Leidenschaft: Viele Bilder von Claus Dreßler sind auch auf dem Internetportal www.made-in-dinklage.de zu sehen. Foto: Dreßler

Fotografieren ist seine Leidenschaft: Viele Bilder von Claus Dreßler sind auch auf dem Internetportal www.made-in-dinklage.de zu sehen. Foto: Dreßler

„Angefangen hat alles mit einer ,Ritsch-Ratsch-Klick', die mir mein Vater als Kind schenkte.“ Der Dinklager Claus Dreßler kann sich noch genau an den Ausgangspunkt seiner Leidenschaft für Fotografie erinnern. Schon seit vielen Jahren ist er ein bekannter Hobbyfotograf. Auch mit Preisen wurden seine Werke schon bedacht.

Claus Dreßler ist 52 Jahre alt, seit 2008 mit seiner Frau Melanie verheiratet. Er absolvierte Ausbildungen als Elektroinstallateur und Verwaltungsfachangestellter, letzteren Beruf übte er 25 Jahre in verschiedenen Funktionen aus. Seit 2016 befindet er sich aufgrund einer depressiven Störung, „die ich seit mehr als 20 Jahren habe und die leider auch immer wieder Präsenz zeigt“, im Ruhestand.

Als Teenager und junger Erwachsener hatte Claus Dreßler vor allem die Kamera auf Partys und im Urlaub dabei – ohne den Anspruch, wirklich gute Bilder zu machen. Wirkliches Verständnis für die Technik und das Entwickeln seiner tatsächlichen Leidenschaft für die Fotografie kam dann mit dem Erwerb seiner ersten digitalen Spiegelreflexkamera auf.

"Das war quasi das Aha-Erlebnis."Claus Dreßler über den besuche eines Fotografie-Grundkurses

„Um diese zu verstehen und sinnvoll zu beherrschen, besuchte ich einen Grundkurs in Fotografie bei einem Händler in Vechta. Das war quasi das Aha-Erlebnis – nun verstand ich, was eine Kamera zu leisten vermag, wenn man weiß, was jenseits des Automatikmodus möglich ist“, erinnert er sich. Als der Dinklager die „Basics“ drauf hatte, begann er, auszuprobieren. „Ich habe dann aber auch viel Fachliteratur gelesen, um mir bestimmte Themen wie nächtliche Fotografie anzueignen.“

Vorwiegend ist Claus Dreßler in der Natur unterwegs – sodass Landschafts- und Tierfotografie eine große Rolle spielen. „Aber ich bin da nicht dogmatisch – so fotografiere ich auch gern experimentell“, schildert er. Es gibt viele Dinge, die den 52-Jährigen an der Fotografie faszinieren. „Am meisten gefällt mir, dass sich mein Blick auf die Dinge verändert. Ich nehme mehr Details in der Umwelt wahr, achte auf kleine Dinge und andere Blickwinkel. Mit der Kamera in der Hand werde ich ruhiger, langsamer – was in hektischen Zeiten auch mal schön ist. Und quasi als Nebenprodukt habe ich mit meiner Fotosammlung auch immer eine Art Zeitmaschine parat.“

Langzeitbelichtung als Stilmittel

Beim Fotografieren verwendet Claus Dreßler gern das Stilmittel der Langzeitbelichtung. „Damit lässt sich gestalterisch vieles durchführen wie das Verwischen von Konturen, die Darstellung von Bewegung oder Fotografieren bei sehr geringem Licht“, erläutert er. Claus Dreßler, der den Stil seiner Fotografie als „dokumentarisch bis experimentell“ beschreibt, würde gerne im Winter das Nordlicht „Aurora borealis“ oberhalb des Polarkreises fotografieren. „Und Patagonien wäre auch grandios“, ergänzt er.

Mehrere Auszeichnungen für seine Werke

Und was macht für ihn ein gutes Foto aus? „Dass der Betrachter versteht, was das Bild in erster Linie zeigen soll. Es sollte berühren und im Idealfall eine Stimmung erzeugen.“ Die Werke von Claus Dreßler finden großen Anklang: Einige seiner Bilder wurden auf Dinklager Fotoausstellungen prämiert und auf der Fotoplattform 500px wurde ebenfalls ein Foto von ihm ausgezeichnet. Auch der NDR hat mehrere seiner Bilder als Wetterbild des Tages genommen, „was ich irgendwie auch als eine Art Auszeichnung empfinde“, freut sich der Dinklager.

Eines der Lieblingsbilder des Hobbyfotografen ist das Foto „Walk“. Ein Schwarz-Weiß-Bild, auf dem er mit Kontrast, Licht und Schatten gespielt hat. „Für das Bild ist meine Frau übrigens einige Male in brütender Sommerhitze durch eine Brutal-Betonarchitektur gegangen, was nicht wirklich angenehm war – danke dafür!“

"Mir gefällt die genau richtige Größe zwischen Dorf und Stadt."Claus Dreßler fühlt sich wohl in Dinklage

In Dinklage lebt Claus Dreßler ausgesprochen gerne. „Mir gefällt die genau richtige Größe zwischen Dorf und Stadt. Man kennt einen Haufen Leute persönlich, kann überraschend vieles vor Ort bekommen und die Wege sind kurz – fast alles geht mit dem Fahrrad. Außerdem haben wir ein paar tolle Restaurants, die wir gern besuchen. Ich fühle mich hier gut vernetzt und habe viele Freunde vor Ort. Und der Dinklager als solches hat auch gern mal Spaß am Feiern.“

Ferner läuft der Dinklager, den Hilfsbereitschaft und Gerechtigkeitssinn auszeichnen, gern und viel. „Ich habe mich unlängst auch mal den Trailläufern angeschlossen – das macht echt Bock! Außerdem habe ich ein Faible für französische Oldtimer, ich liebe Musik, Konzerte und HiFi, koche gern und versinke auch gern mal ein paar Stunden in Büchern. Nicht zu vergessen unsere Hündin Ida, mit der wir auch viel unterwegs sind.“

Alaska und Grönland stehen noch auf der Liste

Neben dem Nordlicht und Patagonien stehen Alaska und Grönland auch noch auf dem Plan der schönen Dinge. „Und ich möchte gern mal den GR20-Wanderweg quer über Korsika machen“, berichtet Claus Dreßler. Klar ist: Seine Kamera wird der Dinklager weiterhin dabei haben und mit seinen Fotos für Begeisterung sorgen.

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