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Bei dieser Weinprobe wird es kriminell

Die Emsteker Bücherei lädt zum Leseabend ins Hotel Schute ein. Die Gäste dürfen sich auf Spannung und schwarzen Humor freuen.

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Wohl bekomm‘s: So manches Pulver im Wein hat schon die Erbfolge verändert. Ungesetzlich soll es am Freitag aber nur in der Lektüre werden. Die Tropfen, die dazu serviert werden, sind unverfälscht und rein. Foto: Thomas Vorwerk

Wohl bekomm‘s: So manches Pulver im Wein hat schon die Erbfolge verändert. Ungesetzlich soll es am Freitag aber nur in der Lektüre werden. Die Tropfen, die dazu serviert werden, sind unverfälscht und rein. Foto: Thomas Vorwerk

Es ist das Grauen, das die Menschen fasziniert. Nicht nur in der ganz privaten Leseauswahl von Emsteks Büchereileiterin Ulla Moormann stehen Krimis ganz hoch im Kurs, auch die Ausleihen zeigen, dass Mord und Totschlag eine ganz besondere Wirkung auf die Menschen hat. „Rund 50 Prozent der Bücher sind Krimis und Thriller“, so Moormann. Da wundert es auch nicht, dass der nächste Leseabend als „Kriminelle Weinprobe“ überschrieben ist.

Schon im Friseursalon und Schuhgeschäft vorgelesen

Im Friseursalon war Moormann schon mit ihren Zuhörern, im Schuhgeschäft und am Tresen. Am Freitag, 9. Oktober, geht es um 19.30 Uhr ins Hotel und Restaurant Schute. „Dort haben wir genügend Platz und Tobias Schute kann uns auch etwas über Weine erzählen“, erklärt die Emstekerin ihr Wahl. Corona macht es erforderlich, dass neue Überlegungen beim Rahmen angestellt werden müssen, um alle Hygienevorschriften einzuhalten. Dazu gehört auch eine vorherige Anmeldung. Die kann zu den gewohnten Öffnungszeiten persönlich in der Bücherei erfolgen oder per E-Mail unter koeb.emstek@ewetel.net.

Ulla Moormann verspricht einen kurzweiligen Abend und hat entsprechend auch den Lesestoff gewählt. Keine Auszüge aus hunderte Seiten dicken Wälzern, sondern knackige Kurzgeschichten aus der Feder von Ralf Kamp. Zehn-Minuten-Krimis nennt Moormann diese Unterart des Genres und freut sich schon, die teils bitterbösen und mit schwarzem Humor getränkten Fälle zu präsentieren.

Familien haben die Bücherei wieder für sich entdeckt

Die Leseabende – rund 20 dürften es in den vergangenen Jahren gewesen sein – haben ihre Fans. Sie sollen gut unterhalten werden, aber natürlich auch auf den Geschmack kommen und sich mal wieder ein Buch ausleihen. „Corona hat auch bei uns einiges verändert“, berichtet die Leiterin von den Erfahrungen ihres ehrenamtlichen Teams. „Die Familien haben das Lesen wieder entdeckt.“ Aber auch Einzelpersonen, die zwar seit Jahren Mitglied der Einrichtung sind, aber lange nichts mehr ausgeliehen hatten, lassen sich plötzlich wieder blicken. Schulen hingegen, die montags am Vormittag ihre feste Zeit hatten, bleiben aktuell fern. Moormann: „Ich bin gespannt auf die Statistik, die in einigen Wochen herauskommt.“

Darin erfasst sind auch die E-Books und Hörbücher, die bequem zu Hause auf das Tablet oder das Smartphone geladen werden können. Vor Jahren ist man diesen Weg in einem Verbund mitgegangen und auch wenn der Schritt damals das Budget ausgereizt hatte, so bereut Ulla Moormann die Teilnahme nicht, denn die Zahlen geben ihr Recht.

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