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"Auto rechnet sich auch finanziell für mich"

Eine uneingeschränkte Alltagstauglichkeit mit einer realistischen Reichweite von gut 400 Kilometern bescheinigt Werner Rosemeyer seinem Tesla Model 3, den er seit eineinhalb Jahren fährt.

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Die Batterie wird geladen: Werner Rosemeyer nutzt&nbsp; die nahe seinem Geschäft gelegene Ladesäule. Die Energiekosten betragen nur rund die Hälfte der Benzin- oder Dieselkosten eines ähnlichen&nbsp; Mittelklassewagens. Fotos: Willi Siemer <br>

Die Batterie wird geladen: Werner Rosemeyer nutzt  die nahe seinem Geschäft gelegene Ladesäule. Die Energiekosten betragen nur rund die Hälfte der Benzin- oder Dieselkosten eines ähnlichen  Mittelklassewagens. Fotos: Willi Siemer

Werner Rosemeyer ist von seiner vor eineinhalb Jahren getätigten Neuanschaffung und dem Fahrspaß begeistert und ist sich sicher, dass seine Familie nie wieder ein anderes, als ein Elektro-Auto fahren wird. Er könne die Debatte um die Zukunft der E-Mobilität und die damit verbundenen Probleme für die großen deutschen Autohersteller zwar nachvollziehen. Für ihn stehe aber fest, dass die deutschen Konzerne diese Entwicklung verschlafen haben und sich schleunigst daran machen sollten, mit dem US-amerikanischen E-Auto-Hersteller Tesla und seinen Standards gleichzuziehen.

Er beschäftige sich seit fünf Jahren intensiv mit dem Thema. Anfang 2019 habe er sich nach einer Probefahrt und viel Rechnerei dann entschlossen, einen „Tesla Model 3“ zu kaufen. „Zum einen hat das Fahrzeug den Komfort und die Sicherheit der S-Klasse, hat mit seinen mehr als 462 PS und vier Sekunden von 0 auf 100 die Fahreigenschaften eines Porsches, aber gleichzeitig den Verbrauch eines VW Lupos.“

Ökologische Verantwortung spielt eine Rolle

Der E-Mobilität müsse die Zukunft gehören, denn nur so sei angesichts des stetig steigenden Ressourcenverbrauchs nachhaltige Mobilität möglich. Diesen Schritt habe die Familie damit auch aus ökologischer Verantwortung ihren vier Kindern gegenüber gemacht, so der Drucktechnik-Ingenieur.

Der Wagen stoße null lokale Emissionen wie CO2 und keine Stickoxide aus. Auch die umfangreiche Elektronik mit acht Kameras, die jüngst wegen der Weitergabe aller Daten und Bilder an den Hersteller für Diskussionen gesorgt hat, überzeugt Rosemeyer. Die Ausstattung mit Spurassistenten, der Fernsteuerung per App und Handy aus der Parklücke oder die automatische Abstandsregelung zum vorausfahrenden Wagen seien nützliche Hilfen im Alltag und sorgen für ein Gefühl zusätzlicher Sicherheit.

„Trotz des hohen Anschaffungspreises von rund 60.000 Euro rechnet sich dieses Auto auch finanziell für mich, das heißt, es ist, wenn man alle Faktoren einberechnet, günstiger als ein vergleichbares Auto der oberen Mittelklasse mit Benzin- oder Dieselmotor“, so der 52-Jährige. Es gebe vom Staat und Hersteller zurzeit 9000 Euro Zuschuss, als Dienstfahrzeug müsse er es nur mit 0,25 statt der üblichen ein Prozent vom Bruttolistenpreis versteuern. Zu diesen zirka1200 Euro jährlicher Ersparnis komme hinzu, dass er zehn Jahre die Kfz-Steuer von rund 600 Euro spare. Trotz der bisher 35.000 Kilometer habe er noch keine Werkstatt- und Ölwechsel-Kosten gehabt.

Hälfte der Benzinkosten eines Verbrenners

Selbst wenn die konkurrenzlos günstige Flatrate eines Strom­anbieters zum Jahresende ausläuft, geht Rosemeyer davon aus, dass er über den zu zahlenden Strom von 27 Cent pro Kilowattstunde nur rund die Hälfte der Benzinkosten eines Verbrennungsmotors zahlen muss.

Auch in der zweiten entscheidenden Frage, der Alltagstauglichkeit und der Reichweite, stellt der Kaufmann seinem Auto ein gutes Zeugnis aus.   Je nach Fahrweise reiche eine Ladung zwischen 200 und 500 Kilometern. Gut 400 seien bei normaler Fahrweise realistisch. „Ich habe keine Probleme und Einschränkungen in meinem gewöhnlichen Alltag, einschließlich Fahrten nach Oldenburg oder Bremen“, erläutert er die Praxis. Normalerweise lade er die Batterie zweimal pro Woche an einer öffentlichen Ladestation, über Nacht könne er zu Hause „volltanken“ und losfahren.

Auch längere Autobahnfahrten, zum Beispiel bis München, seien kein Problem, betont der Kaufmann. Richtig sei aber, dass das etwas geplant werden müsse. Dabei helfe aber der Bordcomputer, der auf die Schnellladestationen des Unternehmens aufmerksam mache und entsprechende Ladevorschläge mache.  „Ich kann 300 Kilometer Reichweite in einer Viertelstunde an den teslaeigenen Superchargern nachladen. Ich trinke währenddessen einen Kaffee. Diese Vorgänge entschleunigen meine Fahrweise“,   gewinnt Rosemeyer den Ladevorgängen nur Gutes ab. Für ihn steht fest: „Ich fahre nur noch elektrisch, angesichts der weiteren technologischen Sprünge kann das nur noch besser werden.“

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