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Auf dem Weg in die grüne Stadt

Kupfer spielt eine Schlüsselrolle beim „Green Building“.

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Kupfer wird oftmals sichtbar angewendet - am häufigsten allerdings unsichtbar in Leitungen, Kabeln und Geräten. Foto: djd/DKI

Kupfer wird oftmals sichtbar angewendet - am häufigsten allerdings unsichtbar in Leitungen, Kabeln und Geräten. Foto: djd/DKI

(djd). Gebäude sind für einen erheblichen Teil des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen verantwortlich. „Grüner“ zu bauen, ist daher eine wichtige Voraussetzung auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele, die sich die EU gesteckt hat. Eine Schlüsselrolle spielt dabei ein rotes Metall, das der Mensch schon seit Jahrtausenden zu nutzen versteht: Je grüner ein Gebäude werden soll, desto mehr Kupfer benötigt es.

Auf dem Weg zum Green Building kommt Kupfer an vielen Stellen eine Schlüsselrolle zu - bei innovativen erneuerbaren Energien ebenso wie in der klassischen Hausinstallation. Foto: djdKupferinstitutAuf dem Weg zum Green Building kommt Kupfer an vielen Stellen eine Schlüsselrolle zu - bei innovativen erneuerbaren Energien ebenso wie in der klassischen Hausinstallation. Foto: djd/Kupferinstitut

Bis zum Jahre 2035 rechnet man mit einem Anstieg des Kupferbedarfs allein für eine klimabedingte Gebäudesanierung von heute 40.000 auf rund 160.000 Tonnen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von fast zehn Prozent entspricht. Erneuerbare Energiesysteme brauchen beispielsweise bis zu zwölfmal mehr Kupfer als herkömmliche Energiesysteme.

Kohlenstoffarme Energien benötigen Kupfer

Denn Kupfer kommt in den meisten Technologien zum Einsatz, die kohlenstoffarm Energie erzeugen und nutzen. Dazu gehören Elektrofahrzeuge ebenso wie Solarthermie, Photovoltaik, Windenergie, Datentechnologien zur intelligenten Gebäudesteuerung oder Kühlsysteme. Nicht aus den Augen verlieren sollte man zudem traditionelle Einsatzgebiete, etwa mit Kupferrohren in der Trinkwasser- und Heizungsinstallation.

Kupfer ist bei den erneuerbaren Energien unentbehrlich. Das macht das Material in Zukunft noch wichtiger. Foto: djdKupferinstitutKupfer ist bei den erneuerbaren Energien unentbehrlich. Das macht das Material in Zukunft noch wichtiger. Foto: djd/Kupferinstitut

Auch hier kann Kupfer punkten. Viele Zertifizierungssysteme für grünes Bauen wie in Deutschland der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e. V.) legen bei der Vergabe ihres Gütesiegels großen Wert auf den nachhaltigen Systemgedanken und honorieren den Einsatz von erneuerbaren Energien und Wärmepumpen. Denn Kupfer ist das Metall der Energiewende, das erneuerbare Energiesysteme und grüne Technologien antreibt.

Recycling-Weltmeister

Ein großes Plus ist dazu die Wiederverwertbarkeit von Kupfer. Denn bei der Betrachtung eines „Green Buildings“ spielt nicht nur die Errichtung und seine Nutzungszeit eine Rolle. Zunehmend geraten auch Aspekte des Rückbaus und der Wiederverwertbarkeit der eingesetzten Baustoffe in den Fokus. Egal ob pur oder in Legierungen gebunden, Kupfer zählt zu den wenigen Materialien, die sich zu nahezu 100 Prozent recyceln und endlos wiederverwerten lassen.

Green Buildings setzen auf Kupfer. Foto: djdKupferinstitut"Green Buildings" setzen auf Kupfer. Foto: djd/Kupferinstitut

Wichtige Änderungen der europäischen Umweltzertifizierung würdigen mittlerweile den Beitrag, den ein unendlich recycelbares Material wie Kupfer zur Kreislaufwirtschaft leisten kann: Es ist nun obligatorisch, das Ende der Produktlebensdauer zu berücksichtigen und die zusätzlichen Vorteile und Belastungen zu melden, die sich aus der Wiederverwendung oder dem Recycling von End-of-Life-Produkten ergeben. Das Kupferrecycling spart nicht nur erhebliche Ressourcen, sondern auch enorme Energiemengen, da es 85 Prozent weniger Energie benötigt als die Primärproduktion.

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