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Andreas Lucht hat zwei Leidenschaften und viele Hobbys

"Mensch der Woche": Der 56-Jährige bereitet sich derzeit mit der Interessengemeinschaft Holdorf auf die Kommunalwahl vor.

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Bereit für den Wahlkampf: Andreas Lucht mit dem Logo der neu gegründeten Interessengemeinschaft Holdorf (IGeHo). Foto: Wehring

Bereit für den Wahlkampf: Andreas Lucht mit dem Logo der neu gegründeten Interessengemeinschaft Holdorf (IGeHo). Foto: Wehring

Pragmatisch, freundlich und offen für alles und jeden: Andreas Lucht scheint ein Mann zu sein, der sich stets zu helfen weiß. Den man irgendwo aussetzen kann und der anscheinend mit jeder Situation klarkommt. Durchaus hilfreich, denn aktuell bereitet sich der 56-Jährige mit der neu gegründeten „Interessengemeinschaft Holdorf (IGeHo)“ auf den Wahlkampf zur Kommunalwahl im September vor, und er ist deshalb unser „Mensch der Woche“.

Tätigkeit im Außendienst

Andreas Lucht ist seit vielen Jahren im Außendienst tätig und ist es daher gewohnt, auf Menschen zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. „Das macht mir Spaß“, bekennt er, „Berührungsängste habe ich nicht.“ Diese Kommunikationsfähigkeit ist eine Eigenschaft, die ihn auszeichnet. Die habe ihm auch geholfen, als er vor mehr als drei Jahren nach Holdorf zog, erinnert er sich.

Umzug der Liebe wegen

Der Umzug erfolgte der Liebe wegen. Zuvor hatte der Vater zweier erwachsener Töchter in Rulle bei Osnabrück gelebt. Seine erste Frau verstarb früh, seine heutige Frau Anke, eine Holdorferin, lernte er in Wallenhorst kennen, bei ihrer Arbeit. Sie war damals die Pressesprecherin der Gemeinde Wallenhorst und er Mitglied im Gemeinderat. Die Hochzeit war 2016, jetzt lebt Andreas Lucht in Holdorf und hat sich dort ein neues Umfeld aufgebaut.

Kommunalpolitik als große Leidenschaft

Neben der Familie ist das Interesse für kommunalpolitische Belange seine zweite große Leidenschaft – damals in Wallenhorst und aktuell in Holdorf. Viele Debatten und Entscheidungen in den Ausschüssen und im Gemeinderat verfolgt er mit großem Interesse. Spätestens seit der Diskussion um den Umgang mit dem Holdorfer Mühlenbach steht für ihn der Entschluss fest, auch in seiner neuen Heimat kommunalpolitisch aktiv zu werden. Er vermisse als Bürger manchmal die Transparenz, um Entscheidungen nachvollziehen zu können. „Kommunalpolitik muss die Menschen mitnehmen“, sagt er.

"Holdorf ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen. Das geht vielen Menschen zu schnell."Andreas Lucht

Betätigungsfelder für ihn und seine Mitstreiter von der überparteilichen IGeHo sieht er in den Bereichen Bauen, Umwelt, Verkehr und Soziales. „Holdorf ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen. Das geht vielen Menschen zu schnell, sie fürchten um den dörflichen Charakter.“ Hier müsse man den Bürgern in Zukunft gut zuhören und ihre Wünsche mehr berücksichtigen. Das ist eines der formulierten Ziele der neuen Gruppe. Frei nach dem Motto „Bewährtes erhalten, Neues zulassen“ dürfe man sich Entwicklungen nicht verschließen, müsse aber auf örtlicher Ebene Wachstum nicht um jeden Preis vorantreiben.

Auf Menschen zugehen, mit ihnen ins Gespräch kommen

Auf Menschen zugehen, mit ihnen ins Gespräch kommen, fragen, wo der Schuh drückt – ein natürliches Interesse am Gegenüber zeichnet den 56-Jährigen aus. Eine Eigenschaft, die ihm den Anfang in Holdorf erleichterte. „Ich fühle mich hier pudelwohl“ – diese Aussage muss man ihm einfach abkaufen.  Nachbarschaft, Doppelkopf-Runde, Schützenverein – in der Gemeinde Anschluss zu finden, war für den vielseitig interessierten Mann kein Problem: „Als Erstes hab ich bei den Sportschützen im Schützenverein Holdorf vorbeigeschaut“, erinnert er sich.

Schießsport als Hobby

Dieser Schritt war nur konsequent, denn der Schießsport ist seit Kindesbeinen sein Hobby. In normalen Zeiten gehören Übungsabende und regelmäßige Wettbewerbe zum Programm der Schützen.
Oldtimer, alte Traktoren und historische Kutschen – auch in diese Themen versteigt sich der ausgebildete Kfz-Mechaniker sehr gerne.

„Dabei verliere ich jegliches Raum- und Zeitgefühl, sehr zum Leidwesen meiner Frau.“Andreas Lucht über seine Arbeit an Oldtimern

Einige liebevoll restaurierte Exemplare stehen in seiner Scheune, andere hat er in seiner alten Heimat zwischengeparkt. In seiner Freizeit und an den Wochenenden verbringt er viele Stunden damit, die alten Schätze wieder fahrtüchtig zu machen. „Dabei verliere ich jegliches Raum- und Zeitgefühl, sehr zum Leidwesen meiner Frau“, gesteht Andreas Lucht und lächelt trotzdem.

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