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Albert Lüken – zwischen Vechta, dem Niederrhein und den Fidschi-Inseln

Sehr persönliche Ansichten: Immer dieselben 10 Fragen an jedem Samstag stellen wir Menschen aus dem Landkreis Vechta. Kaplan Albert Lüken wird sich bald auf die Reise machen.

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Mit seinem eigenen Messgewand: Albert Lüken vor der Sakristei von St. Georg. Foto: M. Niehues

Mit seinem eigenen Messgewand: Albert Lüken vor der Sakristei von St. Georg. Foto: M. Niehues

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Seit dem Bekanntwerden, dass ich Pastor am Niederrhein werde, bin ich oft auf meinen Weggang angesprochen worden. Ich merke, wie Menschen mich erlebt haben – das tut gut. Gleichzeitig macht es mich aber auch traurig, ein Stück Lebensgeschichte loszulassen. Die Vorfreude auf das, was kommt, ist aber sehr groß.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Eine weite Reise. Ein sehr guter Studienfreund hatte mich im November 2019 besucht. Der wurde dann zum Weihbischof in Auckland, Neuseeland ernannt. Er lud mich zu seiner Weihe ein und im März 2020 – rechtzeitig vor dem Lockdown – konnte ich zusammen mit vielen Gästen an der Zeremonie teilnehmen. Ein unvergessliches Erlebnis.

Wenn Sie König/in von Deutschland wären: Was gehört als erstes abgeschafft?
Nach 5 Jahren Studium in Rom bin ich ehrlich gesagt glücklich über mein Heimatland. Mit Verlässlichkeit und Pünktlichkeit kann ich sehr viel anfangen. Die Italiener haben mich hingegen immer wieder überrascht.

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?
In ferner Zukunft soll wieder eine weite Reise anstehen. Ich finde gerade den persönlichen Austausch und das Leben in Gastfamilien spannend. Ein weiterer Studienfreund hat mich in seine Ordensgemeinschaft eingeladen, in die Hauptstadt der Fidschi-Inseln nach Suva. Aber dazu muss ich erstmal Platz im Kalender haben, Geld sparen und die Coronapandemie muss zu Ende sein.

Was tun Sie am liebsten?
Ich bin gerne in der Natur. Eine analoge Kamera begleitet mich seit Neustem. Nur dauert das mit der Entwicklung der Bilder viel länger als gedacht. Erste Ergebnisse lassen noch auf sich warten.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Oft neige ich dazu, mich bei Projekten hineinzusteigern. Da fehlt dann innere Gelassenheit und Unruhe kommt auf. Sonst bin ich eher ausgleichend. Das ist auch mein Naturell.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Seit meiner Jugendzeit sehe ich die Simpsons – gelbes Familienchaos mit politischem und religiösem Biss.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Harald Lesch würde ich gerne mal treffen. Physik und Philosophie – zwei weitere Verstehensarten um unsere Umwelt zu be-"greifen" – total spannend.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Einen Hotdog auf dem Rückweg vom Stoppelmarkt.

Welches Thema in lokalen Medien hat Sie stark beschäftigt?
Es ist und bleibt das Dauerthema Corona: Und wie geht es in der Zukunft weiter? Ich sehe noch einen weiten Weg hin zur Normalität: Kinder- und Jugendarbeit, Ferienfreizeiten, kirchliche und weltliche Feste. Da ist noch Durchhalten angesagt und gönnen wir einander das, was geht. Neid und Schimpfen helfen da nicht weiter.


Zur Person:

  • Albert Lüken ist 34 Jahre alt.
  • Der in Barßel geborene katholische Priester ist Kaplan in der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Vechta.
  • Er engagiert sich zudem als BDKJ-Landespräses für den BDKJ-Landesverband Oldenburg.
  • In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit analoger Fotografie und mit neuen Medien.

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