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Agnes Bornhorst lebt ihren Lifestyle aus

"Mensch der Woche": Die 44-Jährige aus Dinklage arbeitet mit Freude als freischaffende Innenarchitektin.

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Zwei, die sich prima verstehen: Agnes Bornhorst mit dem zweijährigen Labrador Leo. Foto: Klöker

Zwei, die sich prima verstehen: Agnes Bornhorst mit dem zweijährigen Labrador Leo. Foto: Klöker

„Alle hypen zurzeit, wie cool es wäre, Innenarchitektur zu machen, aber mit diesem Wort verbinden wir einen gewissen Lifestyle. Und dieser Lifestyle hat eine versteckte Zutat, über die kaum jemand in der Öffentlichkeit spricht: Die Hauptzutat für ‚Lifestyle – Innenarchitektur‘ ist eigentlich Freiheit – das ist der Grund, warum es freischaffende Architekten und Architektinnen gibt und ich mein Business Ende 2010 gegründet habe. Denn mit dieser geheimen Zutat nehme ich mir die Freiheit, unabhängig zu entwerfen und zu planen. Das bedeutet, mit der heutigen Technik kann man für sich überprüfen, wie die eigene Identität zur Innenraumarchitektur passt“, beschreibt Agnes Bornhorst, die in Dinklage als freischaffende Innenarchitektin arbeitet.

Geboren in Polen

Agnes Bornhorst (geb. Kintopp) kam 1978 in Lötzen/Polen auf die Welt als Älteste von drei Geschwistern. Sie studierte in Hannover an der Fachhochschule Design und Medien  – Fakultät III – Innenarchitektur. „Wie ich zu diesem Beruf kam, ist mir manchmal noch ein Rätsel. Ich mochte schon immer Zeichnen und interessierte mich für Technik“, erzählt die studierte Diplom-Ingenieurin. „Meine Eltern wollten, dass ich einen Beruf ergreife, der mit Büro-Tätigkeiten zu tun hat. Also das ist wirklich nicht meins“, lacht Agnes Bornhorst.

Das Zeichnen war ihre Leidenschaft

Nach ihrem Realschulabschluss in Lohne besuchte sie ihren Eltern zuliebe die Handelslehranstalten. Jedoch erkannte sie sehr schnell ihre wahre Leidenschaft, und das war das Zeichnen. „So habe ich mich auf der BBS II in Cloppenburg angemeldet und dort mein Fachabitur in Gestaltung gemacht. Hier formte sich immer mehr der Wunsch, Richtung Architektur zu gehen. Da ich mir damals nicht wirklich viel darunter vorstellen konnte und überhaupt studieren für mich nicht greifbar war, entschloss ich mich für eine handwerkliche Ausbildung. Denn falls das Studium nicht klappen sollte – so meine Gedanken damals – habe ich schon einen Beruf, zu dem ich jederzeit zurückkehren konnte. Aufgrund der Ausbildung zur Tischlerin gehe ich schon sehr tief ins Detail.“

Individualität ausleben und in Gemeinschaft einbinden

Nachdem sie die künstlerische Prüfung an der FH Hannover bestanden hatte, öffnete sich eine neue Tür zu einer intensiven, erlebnisreichen Welt mit vielen spannenden Themen, Reisen und ganz besonderen Menschen. „Für mich war und ist immer noch sehr wichtig, die eigene Individualität auszuleben und diese in der Gemeinschaft einzubinden. Im Studium hatten wir ein kreatives Team mit Studierenden aus verschiedenen Fachbereichen. Darunter Produktdesigner, Fotografen, Grafiker, Textildesigner, Szenografen und natürlich Innenarchitekten. Wir nannten uns ‚Design Sport Team‘ und unsere verrückten Ideen lebten wir aus, indem wir gemeinsam die Vorträge eingeladener Künstler und Designer an unserer Fachhochschule kreativ gestalteten. Für unser Engagement erhielten wir sogar einen Preis für ehrenamtliche Tätigkeiten. Witzigerweise, nachdem ich vom Arbeitskreis des Internetportals „Made in Dinklage“ gefragt worden bin, ob ich mich dort ehrenamtlich beteiligen möchte. Also war die Antwort schon irgendwie klar“, schmunzelt Agnes Bornhorst. Ihr gefällt hier der gemeinschaftliche Gedanke besonders gut.

Erst Diplumurkunde, dann Geburt der Tochter

Doch wie kommt es, dass sie jetzt in Dinklage wohnt? „Nach 9 Semestern, genau am 28. Januar 2008, erhielt ich meine Diplomurkunde und gut eine Woche später bekamen ich und mein heutiger Ehemann Frank ein kleines süßes Mädchen. Und so bin ich in Dinklage angekommen und fühle mich hier auch richtig wohl. 2013 kam unser Sohn zur Welt. Mit meinem Büro im Ort kreiere ich neue Konzepte für Unternehmen und private Auftraggeber. Dabei verstehe ich mich exzellent auf die Einrichtung individueller und lebendiger sowie freier Innenarchitektur. Dabei bediene ich mich heute modernster Visualisierungssoftware.“

Software ermöglicht Lifestyle-Reality

Diese ermöglicht dem Kunden eine Lifestyle-Reality, das heißt volldynamisches, fotorealistisches Rendering, 360–Grad-Panorama sowie Videoproduktionen der Gebäudearchitektur und der freien Sicht auf die Innenarchitektur bis hin zum Möbelentwurf. Als ein kleines Add-On lädt Agnes Bornhorst ihre Bauherren ein, mittels der VR-Brille das zukünftige Projekt virtuell zu betreten. So werden schon im Vorfeld weiterführende Schritte genau gesteuert. Und darum geht es ja – sich zukünftig gut aufzustellen.

"Ich habe noch einige Ideen, wenn es um meine berufliche Zukunft geht."Agnes Bornhorst

„Ich habe noch einige Ideen, wenn es um meine berufliche Zukunft geht“, sagt die Innenarchitektin. Sportlich aktiv ist sie beim Dinklager Fitnessstudio, dem aktivcenter, und eine Menge Spaß bereitet ihr seit einigen Jahren Tennis beim TC Dinklage, „obwohl der Ball nicht so will wie ich“, lacht sie. „Ich bin ein sehr offener Mensch und habe Spaß, neue Menschen kennenzulernen. So lernte ich damals bei einem Babyschwimmkurs hier in Dinklage die Frauen kennen, mit denen ich bis heute gut befreundet bin. Wir feiern gerne zusammen Schützenfeste, den Stoppelmarkt und unternehmen selbst organisierte ‚Mädelsfahrten‘ mit einem geheimen Überraschungsziel.“

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