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150 Eimer mit "Neijohrskauken"

"Gute Tat" des Monats November: Ehrung für Familien Frilling und Haverbeck für Spende von weihnachtlichen Spezialitäten.

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Eimerweise Naschwerk: (von links) Daniela Thias, Anne Frilling, Hedwig Haverbeck und Bürgermeister Alfred Kuhlmann. Foto: Gebert-Fischer

Eimerweise Naschwerk: (von links) Daniela Thias, Anne Frilling, Hedwig Haverbeck und Bürgermeister Alfred Kuhlmann. Foto: Gebert-Fischer

"Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen, bilden mit ihrem Wirken das Rückgrat unserer Gesellschaft", mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Alfred Kuhlmann im Bürgersaal die Ehrung für „Die gute Tat“ für den Monat November. Von Vera Helms waren die beiden Familien Frilling und Haverbeck aus Goldenstedt vorgeschlagen worden. Aus gutem Grund: Anne Frilling und Hedwig Haverbeck zählen als die Motoren für das jährliche Backen von Neujahrskuchen in der Adventszeit. 100 Zehn-Liter-Eimer sind es immer, meist aber an die 150 Stück.

Initiative von Hedwig Haverbeck bringt alles ins Rollen

Alles begann im Jahre 2014 auf Initiative von Hedwig Haverbeck, die gemeinsam mit einigen Klassenkameradinnen die äußerst zerbrechlichen Leckerbissen gebacken und anschließend für einen guten Zweck verkauft hat. Bedingt durch den Schulwechsel hat sich Anne Frilling mit eingebracht und sorgt dafür, dass diese Aktion weiterläuft. Verkauft werden die Eimer für jeweils 15 Euro, wobei die Nachfrage stets größer als das Angebot ist.

Die Backtage beginnen um 17 Uhr und enden um 2 Uhr nachts

"An unseren Backtagen starten wir gegen 17 Uhr und hören nicht vor 2 Uhr nachts wieder auf. Los geht es Mitte November. Meist sind wir zu fünft. Die Stimmung ist unglaublich witzig, wir haben viel Spaß und reden jede Menge Unsinn. Pro Backtag schaffen wir gut 10 Eimer. In jeden passen etwa 40 Stück der Neijohrskauken. Leider gibt es beim zerbrechlichen Naschwerk auch immer wieder Teile, die wir nicht verkaufen möchten, das sind gut drei bis vier Eimer voll. Aber natürlich findet auch dieser 'Abfall' einen reißenden Absatz bei Freunden und Verwandten", erläutert Anne Frilling. Sowohl die qualitativen Zutaten als auch die Lebensmitteleimer werden von den beiden backbegeisterten Familien gesponsert.

"Euer Dienst für die Mitmenschen verdient unseren Respekt und höchste Anerkennung."Bürgermeister Alfred Kuhlmann

Durch den Verkauf wird jährlich ein Betrag zwischen 1.500 und 2.250 Euro erzielt. Gespendet wird die jeweilige Summe ausschließlich an Goldenstedter Familien, die in eine Notlage geraten sind. "Euer Dienst für die Mitmenschen verdient unseren Respekt und höchste Anerkennung", so der Bürgermeister, wobei abgesehen von der obligatorischen Urkunde und dem Goldenstedter Becher auch ein Präsentkorb mit allen Backutensilien übergeben wurde. Und was geschieht jetzt mit dem Preisgeld? Wir gehen gemeinsam im neuen Café 'Sarah's Tortenstübchen’ in Varenesch frühstücken. Der Termin steht schon fest", so die beiden Frauen.

Besonderes Engagement im Blickpunkt

Mit der "Guten Tat" als kreisweiter Aktion vom Goldenstedter Familienbündnis, der Gemeinde Goldenstedt und der OM-Mediengruppe wird ein besonderes Engagement oder eine ehrenamtliche Hilfestellung in den Blickpunkt gerückt. Schon über 150 "Gute Taten" wurden mit Urkunden und jeweils 100 Euro ausgezeichnet. Jeweils am Ende eines Kalenderjahres wird die "Gute Tat des Jahres" honoriert – feierlich übergeben wird dann ein Preisgeld von 500 Euro.

Vorschläge können eingereicht werden

Wer möchte eine Person oder Gruppe aus dem Landkreis benennen? Bitte schriftlich beim Mehrgenerationenhaus, Stichwort: "Die gute Tat", Brunkhorststraße 16d in 49424 Goldenstedt mitteilen oder telefonisch unter 04444/204300.

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