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10 Radtouren im Oldenburger Münsterland

Wenn die Bäume und Sträucher anfangen zu blühen und die Temperaturen steigen, beginnt die Zeit der Fahrradtouren - auch im Oldenburger Münsterland. Zehn Tipps für einen Ausflug im Grünen.

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Wunderschöne Landschaften und Natur pur: Auf den Radtouren durch das Oldenburger Münsterland lassen sich viele interessante Orte entdecken. Foto: Archiv

Wunderschöne Landschaften und Natur pur: Auf den Radtouren durch das Oldenburger Münsterland lassen sich viele interessante Orte entdecken. Foto: Archiv

Tour 1: "Dörfer erleben" - Rund um Visbek

Startpunkt der Rundfahrt ist am Rathausplatz im Zentrum Visbeks. Von dort aus führt die Themenroute „Dörfer erleben“ über Hogenbögen - Wöstendöllen - Norddöllen - Astrup  - Hagstedt - Halter und Erlte. Die Länge der Strecke beträgt 22,7 Kilometer und ist, bei normalem Tempo und kleineren Pausen, in drei Stunden zu bewältigen. Die Wege sind flach, größtenteils gut asphaltiert - Schotterpisten sind die Ausnahme. Anstiege sind auf dieser Route nicht zu meistern.

Radler erhalten spannende Einblicke in die Geschichte

Eine Sehenswürdigkeit ist zu Beginn das ArchäoVisbek an der Rechterfelder Straße. Das Zentrum bietet spannende Einblicke in Archäologie und Geschichte des Ortes Visbek. Öffnungszeiten: donnerstags von 17 bis 19 Uhr sowie jeden letzten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr.

Ein schöner Rastplatz befindet sich zudem in Norddöllen an einem idyllischen Teich. Ein hübsches Fotomotiv, sowohl von außen als auch von innen, und nicht nur bei Regen ein angenehmer Ort zum Verweilen, ist die Trauerbuche bei Hagstedt. Sie wurde um 1900 gepflanzt.

Tour 2: "Auf alten Wegen" durch den Kreis Cloppenburg

Eine Kirche aus dem 11. Jahrhundert, alte landwirtschaftliche Geräte, viel Grün, wenig Autos und ein Abstecher zum Freizeitpark: Die Tour „Auf alten Wegen“ macht Spaß und hat viel zu bieten. Die etwa 29 Kilometer lange Strecke verbindet die Orte Friesoythe, Bösel und Mittelsten Thüle. Die Tour ist angenehm leicht und vor allem mit Kindern sehr empfehlenswert. Autoverkehr spielt so gut wie keine Rolle, dafür gibt es viele Zwischenstationen, die den Nachwuchs bei der Stange und im Sattel halten.

Abstecher in den Tier- und Freizeitpark Thüle

Sehenswertes gibt es bereits zu Beginn der Route: Die St.-Vitus-Kirche in Altenoythe ist eine der ältesten Kirchen im Oldenburger Münsterland und einen Stopp wert. Von dort aus geht es schließlich weiter nach Bösel. Wer ein Faible für alte landwirtschaftliche Maschinen hat, sollte einen Abstecher im Museumspark „Am Pallert“ machen.  Und wenn gerade Mittagszeit ist, bietet sich dort eine Pause im nahegelegenen Heimathuus an. Nach weiteren Kilometern Fahrt können sich die Radler in Thüle schließlich entscheiden, ob sie direkt zurück nach Friesoythe radeln oder ob genug Zeit für einen Abstecher in den 400 Meter entfernten Tier- und Freizeitpark Thüle ist.

Einen Stopp wert: Die St.-Vitus-Kirche in Altenoythe ist eine der ältesten Kirchen im Oldenburger Münsterland. Foto: StixEinen Stopp wert: Die St.-Vitus-Kirche in Altenoythe ist eine der ältesten Kirchen im Oldenburger Münsterland. Foto: Stix

Tour 3: "Rund um die Dammer Berge"

Die Tour „Rund um die Dammer Berge“ mit einer Gesamtstrecke von 54,6 Kilometern führt entlang einer abwechslungsreichen Landschaft mit großen Waldgebieten, Wiesentälern und Gewässern. Besucht werden die vier Kommunen des Erholungsgebietes Dammer Berge:  die Stadt Damme sowie die Gemeinden Holdorf, Neuenkirchen-Vörden und Steinfeld. Startpunkt ist die Tourist Information Erholungsgebiet Dammer Berge in Damme.

Ausblick genießen in schwindelerregender Höhe

Zwischenstopps können Radler am Heidesee in Holdorf oder an der Steinfelder St. Johannes Kirche einlegen. In dem 1896 erbauten Gotteshaus befindet sich die wohl größte holzgeschnitzte Nachbildung des Abendmahls von Leornado Da Vinci im Oldenburger Münsterland. Ebenfalls sehenswert ist der Ausblick vom Aussichtsturm Mordkuhlenberg in den Dammer Bergen.

Tour 4: "Stadt-Wasser-Wald-Tour"

Eine abwechslungsreiche Route erleben Radfahrer auf der "Stadt-Wasser-Wald-Tour". Los geht es bei der Touristinfo am Marktplatz in Cloppenburg. Der Rundkurs ist knapp 32 Kilometer lang. Von der Kreisstadt geht es zunächst nach Vahren und schließlich über Molbergen nach Dwergte und bis zur Thülsfelder Talsperre. Über Resthausen und Stalförden geht es zum Ambührener See und schließlich zurück nach  Cloppenburg. Höhepunkt ist ein Stopp an der Talsperre, wo es auch einige gastronomische Möglichkeiten gibt. 

Der Steg an der Thülsfelder Talsperre. Foto: HermesDer Steg an der Thülsfelder Talsperre. Foto: Hermes

Tour 5: Zwischen Burgen und Gutshäusern unterwegs

Die Tour „Adelssitze erleben“ ist 72,1 Kilometer lang und streift das Gut Füchtel in Vechta, Gut Bomhof in Langförden, das Gut Daren, die Burg Dinklage und Gut Hopen in Lohne. Der größte Teil der Strecke hat einen festen Straßenbelag, nur rund 15 Kilometer verlaufen über losen Untergrund. Radler erwartet größtenteils eine abwechslungsreiche Strecke durch Natur und Wälder - ohne große Höhenunterschiede.

Startpunkt der Rundfahrt ist die Burg Dinklage, eine der ältesten Wasserburgen im Oldenburger Münsterland. Abstecher können Radler am Mäuseturmsee in Harme, im Museum am Zeughaus in Vechta, im Lohner Golfclub Gut Brettberg oder im Industriemuseum in Lohne machen. 

Tour 6: "Alleenroute": Die Tour für alle Ruhesuchenden

Wer seine Radtour in Garrel starten möchte, kann als Rundfahrt die  rund 30 Kilometer lange „Alleenroute" wählen. Von Garrel aus geht es über Bösel, Petersdorf und Nikolausdorf zurück zum Ausgangspunkt. Die Strecke ist in zwei bis drei Stunden - je nach Tempo - zu meistern.

Die „Alleenroute“ wird ihrem Ruf fast vollends gerecht. Auf dem Großteil der 30 Kilometer sind auf beiden Seiten der Wege Bäume gepflanzt. Weil der Großteil des Rundkurses zudem über kleinere Straßen mit wenig Autoverkehr führt, ist der Wohlfühlfaktor groß. Daher fällt es auch nicht negativ ins Gewicht, dass an der Strecke Bonbons wie Seen, Eiscafés oder alte Sehenswürdigkeiten fehlen.

Tour 7: "Von Grafen und Gänsen"

Die Themenroute „Von Grafen und Gänsen“ führt entlang des Moores, der Wiesen und Felder über Kroge, Südlohne, Zerhusen und Brockdorf in den Dinklager Burgwald. Die Route ist 33,8 Kilometer lang. Vom Schotterparkplatz in der Lohner Innenstadt aus geht es los. Einige Abschnitte – wie im Hopener Wald und Dinklager Burgwald – sind wunderbar schattig. Hauptstraßen lassen sich auf der Tour nicht immer vermeiden. Sie werden aber oft nur gekreuzt, wie der Südring oder der Bergweg.

Ein dickes Ding: Der Alte Schwede“, ein 30-Tonnen-Findling, ist seit etwas mehr als zwei Jahren im Kroger Ortskern zu finden. Foto: TimphausEin dickes Ding: Der „Alte Schwede“, ein 30-Tonnen-Findling, ist seit etwas mehr als zwei Jahren im Kroger Ortskern zu finden. Foto: Timphaus

Sehenswertes gibt es in Kroge. Dort geht's vorbei an der Herz-Jesu-Kirche. Dann liegt er da: der „Alte Schwede“. Dabei handelt es sich um den Findling, der vor wenigen Jahren auf einem Feld entdeckt und geborgen wurde. Der Koloss ist etwa eine Milliarde Jahre alt, wiegt 30,2 Tonnen und gehört damit zu den größten in Niedersachsen.

Tour 8: Durch Stadt und Land mit dem Rad zum Badesee

Die Tour ist 30, 2 Kilometer lang und im moderaten Tempo in zwei Stunden zu fahren. Das klingt nach einem entspannten Fahrradausflug, der als „Stadt-und-Land-Tour“ ausgewiesen ist. Doch man sollte mehr als zwei Stunden einplanen, denn es gibt ganz hervorragende Einkehrmöglichkeiten, und nicht zuletzt führt die Strecke am Halener Badesee vorbei, der an warmen Sommertagen Abkühlung verheißt.

Perfekte Gelegenheit, um sich bei warmen Wetter eine Abkühlung zu gönnen. Foto: Thülsfelder TalsperrePerfekte Gelegenheit, um sich bei warmen Wetter eine Abkühlung zu gönnen. Foto: Thülsfelder Talsperre

Emsteker Gastronomien laden zur Einkehr ein

Start und Ziel der Radtour ist der Bernay-Platz in Cloppenburg. Von dort aus geht es über Cappeln nach Emstek. Die einzige Bergetappe ist an dieser Stelle zu nehmen: die Brücke über die Bundesstraße 72. Durch die idyllische Eichenallee ist der Ortseingang von Emstek schnell erreicht, und an der Hauptstraße könnte man sich jetzt ausgiebig Zeit nehmen, um eine Mittagspause zu machen. Pizza beim Italiener, Dürüm beim Türken (gleich zweimal), Currywurst in der Imbiss oder doch lieber griechisches Essen? Die Auswahl ist groß. Über Halen und Bethen geht es anschließend zurück nach Cloppenburg.

Tour 9: Bergarbeiter auf der "Dersa Route" kennenlernen

Die knapp 28 Kilometer lange "Dersa Route" ist in rund zwei Stunden zu meistern. Die Tour führt Radler  in und um die Gemeinde Holdorf zu der Dersaburg, die auf einem steil abfallendem Vorsprung der Dammer Berge liegt.  Tipps für Abstecher: Wer an Geschichte interessiert ist, kann im Vorfeld eine Führung im Erzbergwerk „Porta Damme“ buchen. Auch der Bergsee und die Dammer Innenstadt laden zum Verweilen ein. Wer sich nach einer Rundfahrt durch das Bexaddetal und Fladderlohausen im kühlen Nass erfrischen möchte, sollte als Endpunkt den Heidesee in Holdorf wählen.

Knochenjob unter Tage: Hauer Ludwig Schäfe (links) und Schlepper Hans Werner bauten unter Damme eisenerzhaltiges Gestein ab. Foto: Stadtmuseum DammeKnochenjob unter Tage: Hauer Ludwig Schäfe (links) und Schlepper Hans Werner bauten unter Damme eisenerzhaltiges Gestein ab. Foto: Stadtmuseum Damme

Tour 10: Die "Moor- und Moos-Route"

Startpunkt der "Moor- und Moos-Route" ist die St. Johannes-Baptist-Kirche in Molbergen. Abseits von viel befahrenen Straßen führt der Rundkurs durch die Ortschaften Ermke, Kleinen- und Großenging bis nach Lindern. Dort lohnt es sich, eine Rast einzulegen und den Kulturlehrpfad zu erkunden. 

Schließlich geht es auf der rund 32 Kilometer langen Strecke weiter nach Peheim. Entlang von Wiesen und Feldern geht es nach Dwergte. Auch dort lohnt sich ein kleiner Zwischenstopp: zum Waldlehr- und Erlebnispfad Dwergter Sand.

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