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Zwei Prozent der Schulen in Niedersachsen melden Corona-Fälle

Während der Corona-Pandemie blicken viele Menschen auf die Lage in den Schulen. Die niedersächsischen Behörden wollen die Einrichtungen offenhalten. Komplett verhindern lassen sich Corona-Fälle nicht.

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Ein Schild mit dem Hinweis auf die Maskenpflicht hängt in einem Schulflur. Foto: dpa/Frankenberg

Ein Schild mit dem Hinweis auf die Maskenpflicht hängt in einem Schulflur. Foto: dpa/Frankenberg

Die erste Schulwoche nach den Herbstferien ist aus Sicht des niedersächsischen Kultusministeriums gut verlaufen. Die große Mehrheit der rund 3000 Schulen habe keine Corona-Fälle gemeldet, teilte Ministeriumssprecher Ulrich Schubert mit. Eingeschränkt war der Betrieb am Freitag demnach an 52 Schulen, das sind knapp zwei Prozent. Nach den Zahlen des Ministeriums hatten zu diesem Zeitpunkt 38 Klassen, 20 klassenübergreifende Kohorten und vier Jahrgänge vorübergehend keinen Präsenzunterricht.

Wegen der hohen Fallzahlen in der Stadt Delmenhorst werden Schülerinnen und Schüler dort abwechselnd in der Schule und zu Hause unterrichtet - so wird die Zahl der Menschen in einer Klasse verkleinert. Berufsschüler sind dort ausschließlich in ihren Ausbildungsbetrieben oder lernen zu Hause, wie aus einer Verordnung der Stadt hervorgeht.

Ziel: Recht auf Bildung bei maximalem Schutz gerecht werden

In Delmenhorst lag die 7-Tagesinzidenz - die Zahl der Neuinfektionen binnen 7 Tagen je 100.000 Einwohner - am Samstag (Stand 31. Oktober, 0.00 Uhr) nach Angaben des Landesgesundheitsamts bei 205. Das Oldenburger Münsterland (Landkreis Cloppenburg 274,2 und Landkreis Vechta 247,2) liegt deutlich über diesem Wert.

"Es ist uns weiterhin gelungen, trotz der schwierigen Gesamtentwicklung die Schulen offenzuhalten und damit dem Anspruch auf das Recht auf Bildung junger Menschen gerecht zu werden - bei maximalem Schutz der Schülerinnen, Schüler und Beschäftigten in den Schulen", so das Kultusministerium.

Von Montag an gilt niedersachsenweit für alle Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen in Corona-Hotspots eine Maskenpflicht, wie aus der am Freitag veröffentlichten neuen Verordnung des Landes hervorgeht. Inzwischen gilt mehr als die Hälfte der Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen als Corona-Risikogebiet, weil sie über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen hatten. Außerdem wurde neu geregelt, wann Schulen vom Präsenzunterricht vorübergehend in den Wechselbetrieb mit geteilten Klassen gehen müssen. Dies gilt künftig, wenn in der Kommune der Inzidenzwert von 100 überschritten und für die Schule außerdem eine Infektionsschutzmaßnahme wie Quarantäne etwa für eine Klasse verordnet wurde.

Nach einer Abfrage zum Schuljahresbeginn arbeiten rund vier Prozent der landesbediensteten Schulbeschäftigten wegen der Corona-Pandemie von zu Hause aus. Ob seit den Herbstferien weitere Lehrkräfte mit Risikofaktoren Home Office beantragt haben, konnte das Kultusministerium nicht sagen. Wie viele Kinder und Jugendliche derzeit fürs Home Schooling angemeldet sind, weil sie oder Angehörige zu einer Risikogruppe gehören, wusste das Ministerium nicht. Die Entscheidung über solche Härtefälle liege bei den Schulleitungen.

Bremen setzt Studenten als Unterstützung ein

In Bremen wurden nach Angaben des Bildungsressorts nur einige wenige Kinder und Jugendliche wegen Risikofaktoren vom Präsenzunterricht abgemeldet. Genaue Zahlen nannte Sprecherin Annette Kemp nicht. Knapp drei Prozent der Lehrkräfte arbeiten demnach von zu Hause, weil sie zur Risikogruppe gehören. "Die senatorische Behörde hat die Möglichkeit geschaffen, Personal zu rekrutieren - das ist bei dem leer gefegten Markt natürlich schwierig." Manchmal würden Masterstudenten als "verlängerter Arm" der Lehrkräfte im Präsenzunterricht aushelfen.

Nach Angaben des Bremer Bildungsressorts liegt der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die seit Beginn dieses Schuljahres positiv auf Corona getestet wurden, bei 0,23 Prozent. Bei den Lehrkräften und dem betreuenden Personal sind es 0,37 Prozent.

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