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Zwangsverheiratungen: Cloppenburger sollen Protestbriefe schreiben

Die Amnesty-International-Gruppe aus der Kreisstadt weist aktuell auf die nach wie vor praktizierten Zwangsverheiratungen in aller Welt hin - und legt den Fokus aufs afrikanische Burkina Faso.

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Symbolfoto: Christin Klose/dpa

Symbolfoto: Christin Klose/dpa

Weltweit gibt es immer noch über 100 Länder, in denen Kinderehen möglich sind. Kinderehen und frühe Verheiratungen sind auf allen Kontinenten verbreitet, besonders aber in Afrika südlich der Sahara sowie in Südasien. Aktuell macht die Cloppenburger Gruppe von Amnesty International besonders auf die Situation in Burkina Faso aufmerksam. Dort würden jährlich Tausende junger Mädchen zwangsverheiratet. Sie erhielten meist keinen Zugang zu Bildung und seien in der Ehe häufig sexualisierter Gewalt ausgesetzt.

Während seiner ersten Amtszeit versprach Präsident Roch Kaboré, Zwangs- und Kinderehen zu verbieten. Zwar hat die Regierung 2015 eine nationale Strategie auf den Weg gebracht, um Kinderehen bis 2025 zu beenden, und auch das Strafgesetzbuch wurde überarbeitet, aber diese ersten Bemühungen reichen Amnesty nicht aus.

Die Cloppenburger Gruppe bittet daher, höflich formulierte Briefe an den Präsidenten von Burkina Faso zu schreiben und ihn darin aufzufordern, sicherzustellen, dass die Nationale Strategie zur Abschaffung von Kinderehen bis 2025 auch wirklich vollständig umgesetzt wird.

  • Briefe können in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch gerichtet werden an: President Roch Marc Christian Kaboré, 03 BP 7030 Ouagadougou 03, Burkina Faso

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