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Zumindest ein Verdachtsfall

Thema: Verfassungsschutz und Querdenker – Schon lange geht es den Demonstranten nicht mehr um Kritik an den Corona-Auflagen. Ihr Motiv ist mittlerweile ein ganz anderes.

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Bei den Demos gegen die Corona-Auflagen geht es schon lange nicht mehr um die Beschränkungen - sie sind längst nach Rechts abgedriftet.

Innerhalb der Organisation befinden sich zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Szene. Schon früh unterwanderten die Anti-Corona-Protestler die Demos, um ihre anti-staatlichen Ziele voranzutreiben. Die Verbindungen zu Reichsbürgern, rechtsmotivierten Hooligans, Neonazis, der NPD und zur AfD sind für die Trittbrettfahrer ein ideales Vehikel, um die Regierung (namentlich Angela Merkel) und die freiheitlich-demokratische Grundordnung, das Parlament, zu stürzen. Zwar mögen sie nicht das zahlenmäßige Gros in der Bewegung abbilden, aber ihre Wirkkraft ist ungemein. Ganz zu schweigen von der Gewaltbereitschaft der Radikalen.

Die Zuwanderung rechtsextremer Milieus ist nicht der einzige Grund, weshalb der Verfassungsschutz ein Auge auf die gefährlichen Schwurbler werfen sollte: Die große Menge der Demonstranten ist mittlerweile selbst radikalisiert – und damit längst auf dem Level der extremen "Mitläufer". Diese Menschen lehnen Politik, Wissenschaft und Journalismus ab. Der Wille des Souveräns wird hochgradig subjektiv interpretiert: Etwa 20.000 Personen halten sich auf Demos für "das Volk". Sie wollen Demokratie überwinden und treiben dafür die gewählten Volksvertreter, wenn nötig, auf die Barrikaden.

Nun gut, die Beobachtung durch den Verfassungsschutz wäre vielleicht Wasser auf die Mühlen der extremen Querdenker. Nichtbeachtung möglicherweise auch. Deshalb: Die Damen und Herren sind zumindest Verdachtsfälle.

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