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Zum Schutz des Lebens

Thema: Luftverschmutzung weiter große Gefahr - Umweltschutz ist Gesundheitsschutz. Das gilt auch für die Industrie. Jetzt müssen auf Worte Taten folgen.

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Umweltschutz ist weit mehr als kleine Blühstreifen am Wegesrand oder Hybridmotoren in schweren Geländewagen. Echter Umweltschutz ist auch Gesundheitsschutz und Schutz des Lebens. Im Umkehrschluss: Umweltverschmutzung beendet menschliches Leben - massenhaft. Das beweist eine neue Studie der Europäischen Umweltagentur, wonach noch immer jeder achte Todesfall auf diesem Kontinent in Folge von Umweltbelastungen geschieht.

Mehr als 400.000 Menschen sterben demnach jährlich an Luftverschmutzung, die weiter die größte Umweltbedrohung für die Gesundheit darstellt. Und diese Bedrohung ist hausgemacht. Nicht nur in Osteuropa, wo der Anteil an derartigen Todesfällen besonders hoch ist. Es reicht schon aus, vor die Haustür zu schauen. Deutschland erlaubt es, dass Kohlekraftwerke noch fast 20 Jahre lang die Luft verpesten und dabei pseudobilligen - weil hochsubventionierten - Strom erzeugen dürfen.

Deutschland tut sich so schwer wie kein anderes Land in Europa, die Geschwindigkeit auf Autobahnen zu reduzieren und damit einen weiteren Beitrag zur Luftreinhaltung zu leisten. Ebenfalls wird standhaft versäumt, den Autoverkehr zumindest teilweise aus den Städten oder die mit dem Abfallprodukt Schweröl angetriebenen Seeschiffe aus den Häfen zu verbannen.

Wie gesagt: Umweltschutz ist Gesundheitsschutz. Geschützt wurde bislang aber zumeist die Industrie, die zuletzt so gerne mit dem Begriff Nachhaltigkeit wirbt. Es wird Zeit, dass diesen Worten auch Taten folgen. Zum Schutz des Lebens und der Lebensqualität.

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