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Zu enger Blickwinkel

Thema: Reform des Pendelns – Ein Ausbau des ÖPNV für Berufspendler mag in urbanen Räumen funktionieren, im ländlichen Raum ist er wirtschaftlich nicht umsetzbar.

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Die Fakten sind nicht neu: Die Pendelei mit dem Auto zwischen Wohnung und Arbeit ist umweltschädlich und teuer. Fakt ist aber auch, dass an einem großen Teil der täglichen Fahrerei kein Weg vorbeiführt.

Die meisten Arbeitsplätze sind in großen Städten, für viele Arbeitnehmer aber ist das Leben außerhalb angenehmer oder aus finanziellen Gründen ohne echte Alternative. Andere empfinden das Leben in der Großstadt als attraktiver und flüchten nach der Arbeit aus der Kleinstadt – die Parkplätze der Gymnasien im ländlichen Raum sind dafür das beste Beispiel.

Die Denkfabrik "Agora Verkehrswende" hat nun ein Konzept zur Reform des Pendelns vorgelegt – und einen engen Blickwinkel offenbart. Der geforderte Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs mag in Großstädten und deren Speckgürteln helfen, für den ländlichen Raum ist das utopisch. Schon innerhalb einer Flächengemeinde ist ein auch nur annähernd wirtschaftlicher ÖPNV-Berufsverkehr nicht realisierbar. Wenn aber die Busfahrt zwischen Dorf und Großstadt, zwischen Kleinstadt und Metropole attraktiv sein soll, müssten die Busse tagsüber im 15-Minuten-Takt pendeln, um der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden.

So schwer es auch fällt: Wer mehr als nur die urbanen Räume im Blick hat, muss akzeptieren, dass das Auto aus dem Berufsverkehr nicht wegzudenken ist. Und dann wären Elektromobilität, Strom aus erneuerbaren Energien, Pendlerparkplätze mit Lademöglichkeiten und vernünftige Konzepte für die letzte Meile hilfreicher, kostengünstiger und schneller zu realisieren als der große ÖPNV-Rundumschlag.

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