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Zeit, vernünftig zu werden

Thema: Kritik an den Lockerungen der Isolationspflicht – Die Kontrolle der Absonderungsverordnung ist längst nicht mehr zu leisten. Die Regeln sind außerdem sinnlos. Also: Weg damit!

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"... und ab dem 1. Mai halten wir uns nur noch freiwillig an Gesetze": Wer so bei Twitter und Co. die Lockerungen bei den Vorgaben zur Corona-Quarantäne kommentiert, der erntet zwar jede Menge lustiger Smileys. Lob aber hat er/sie für diesen Standpunkt nicht verdient. Obwohl er ironisch gemeint war.

Natürlich könnte man, wenn der Zwang zur Isolation vorbei ist, als Corona-Infizierter ohne Maske in den Supermarkt gehen oder eine Veranstaltung mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) besuchen, wie unlängst ein Spaßvogel bei Twitter vorschlug. Man könnte mit den Virus-geplagten Kindern im Schlepptau in die FDP-Parteizentrale stiefeln. Oder die Oma im Altenheim besuchen. Aber: Wer absolut unvernünftig sein will, dem war noch nie zu helfen.

Strenge Absonderung, Kontaktnachverfolgung und Co. waren für die Gesundheitsämter stets aufwändig zu kontrollieren. Als das noch Sinn machte, war der Versuch, durch Verbote die Pandemie einzudämmen, allen Aufwand wert. Das ist jetzt anders. Corona ist nicht verschwunden; Corona ist nicht harmlos. Die Absonderungsverordnung und ihre Kontrolle machen dennoch keinen Sinn mehr. Sie binden nur unnötig Personal in den Ämtern. 

Und nun? Wie beim Wegfall der Maskenpflicht müssen wir jetzt wieder auf uns selbst aufpassen. Dabei finde ich tröstlich, wenn beim Social-Media-Voting von OM-Online 2759 Personen angegeben haben, weiter eine Maske tragen zu wollen; 1050 möchten das nicht. Vielleicht werden sie jetzt, wo die Absonderungsverordnung ausläuft, vernünftig.


Zum Social-Media-Voting von OM-Online: 

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OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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