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Zehn Kommunen von Verteilung von Flüchtlingen ausgenommen

Wegen zu starker Belastung werden auf einige Kommunen keine Flüchtlinge aus der Ukraine mehr verteilt – darunter sind auch die Kreise Cloppenburg und Vechta.

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Foto: dpa

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In insgesamt zehn niedersächsische Kommunen werden derzeit wegen zu starker Belastung keine Flüchtlinge aus der Ukraine mehr verteilt. Die Städte Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück und Wolfsburg sowie die Landkreise Celle, Cloppenburg, Heidekreis, Holzminden, Osnabrück und Vechta seien hiervon vorübergehend ausgenommen, teilte das Innenministerium am Freitag in Hannover mit. Prognosen zur Zahl künftiger Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine und der möglichen Belastung einzelner Kommunen seien nicht möglich, sagte eine Sprecherin. Dies hänge stark von den weiteren Entwicklungen und dem Kriegsgeschehen in der Ukraine ab.

Wie Cloppenburgs Kreissprecher Frank Beumker auf Nachfrage von OM-Online erklärte, sei der Landkreis am Freitagmittag von der Landesaufnahmebehörde darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass ihm vorerst keine ukrainischen Flüchtlinge mehr zugewiesen würden. "Das gilt vorerst für die 19. Kalenderwoche", präzisiert Beumker.

Die Behörde halte es für "gerechtfertigt", dass nach dem Königsteiner Schlüssel alle Regionen in Deutschland gleich und fair behandelt würden, was die Aufnahme von Flüchtlingen angeht. Gleichzeitig betont Beumker, "dass wir auch weiterhin in Ausnahmefällen Sonderkontingente über das Drehkreuz Laatzen zugewiesen bekommen können".

Bürger im Kreis Cloppenburg bieten knapp 300 Unterkünfte an

Seit Beginn der Fluchtwelle seien dem Landkreis Cloppenburg von Bürgerinnen und Bürgern knapp 300 Wohnungsangebote für Geflüchtete unterbreitet worden. "Die meisten davon sind mittlerweile zwar belegt", so der Pressesprecher. Einen gewissen Puffer gebe es aber noch. Dankbar sei die Behörde dafür, dass viele Ukrainerinnen und Ukrainer sich bei ihrer Ankunft direkt um eine Unterkunft bei Verwandten bemüht hätten.

Der Landkreis Vechta hat sich gegenüber OM-Online am Freitag geäußert, eine gleichlautende Anfrage am Montag beantworten zu wollen.

Vor knapp 2 Wochen hatte das Innenressort bereits fünf Kommunen genannt, in die zu der Zeit keine Ukraine-Flüchtlinge mehr verteilt wurden. Das waren die Städte Hannover, Oldenburg und Braunschweig, der Heidekreis sowie der Landkreis Harburg. Niedersachsen besteht aus 36 Landkreisen, dazu kommen mehrere kreisfreie Städte.

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