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Zahl der Beschäftigten in Pflegeberufen und Gehälter steigen

Nach wie vor herrsche ausgeprägter Fachkräftemangel. Fachkräfte und Auszubildende in der Pflege sollen deshalb aus dem Ausland gewonnen werden. Es gibt weitere Ansätze zum Entgegenwirken.

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Intensivpflegerinnen sind in Schutzkleidungen auf der Intensivstation einer Klinik mit der Versorgung von Corona-Patienten beschäftigt. Foto: dpa/Michael

Intensivpflegerinnen sind in Schutzkleidungen auf der Intensivstation einer Klinik mit der Versorgung von Corona-Patienten beschäftigt. Foto: dpa/Michael

In Niedersachsen und Bremen ist die Zahl der Beschäftigten in den Pflegeberufen während der Corona-Pandemie gestiegen. Von 2019 auf 2021 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Gesundheits- und Krankenpflege in Niedersachsen um 6 Prozent (Bremen 3 Prozent) und um 5 Prozent bei der Altenpflege (Bremen 3 Prozent), wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch zum Internationalen Tag der Pflege am Donnerstag mitteilte.

Auch die Gehälter gingen in den vergangenen Jahren nach oben. In Niedersachsen verdienten Beschäftigte in der Pflege 2020 14 Prozent mehr als noch 2016 (Bremen 11 Prozent). Die Steigerung fiel bei Helferinnen und Helfern in den Pflegeberufen mit 21 Prozent in beiden Bundesländern noch deutlicher aus.

Nach wie vor herrsche ausgeprägter Fachkräftemangel. So standen zuletzt in Niedersachsen 3429 gemeldeten Stellen für Fachkräfte im Pflegebereich (Bremen 275) nur 748 gemeldete Arbeitslose mit entsprechender Qualifikation gegenüber (Bremen 102). Die Auswirkungen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht haben keinen nennenswerten Einfluss, wie es weiter hieß.

Fachkräfte und Auszubildende sollen aus dem Ausland gewonnen werden

Die BA fördert berufliche Weiterbildungen mit Abschluss in der Alten- und Gesundheitspflege und unterstützt dabei sowohl Arbeitslose als auch Beschäftigte. Darüber sollen aus dem Ausland Fachkräfte und Auszubildende für die Pflege gewonnen werden. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit arbeitet die BA unter anderem mit Bosnien-Herzegowina, den Philippinen und Tunesien zusammen.

Eine weitere Strategie zur Fachkräftesicherung kann das Anwerben von Aussteigern aus den Pflegeberufen und eine Ausweitung der Tätigkeit von Teilzeitbeschäftigten, zumeist Frauen, sein. In Niedersachsen arbeiten in der Gesundheits- und Krankenpflege zu 84 Prozent Frauen (Bremen 82 Prozent) – und diese arbeiten zu 54 Prozent in Teilzeit (Bremen 52 Prozent). In der Altenpflege beträgt der Frauenanteil ebenfalls 84 Prozent (Bremen 80 Prozent), die zu 63 Prozent in Teilzeit arbeiten (Bremen 70 Prozent).

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