Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Wohnprojekt am Kuhmarkt passt ins städtische Konzept

Die Planungsgesellschaft Wenzel und Partner präsentiert einen überarbeiteten Entwurf für das Wohnprojekt in Vechta. Dank Tiefgarage gibt es viel Grünfläche.

Artikel teilen:
In der Visualisierung existiert die Immobilie schon. Eine Investorengemeinschaft will acht bis neun Millionen Euro in die Umsetzung der Pläne investieren. Zeichnung: PWP

In der Visualisierung existiert die Immobilie schon. Eine Investorengemeinschaft will acht bis neun Millionen Euro in die Umsetzung der Pläne investieren. Zeichnung: PWP

Das Grundstück an der Ecke Kuhmarkt/Kreuzweg macht einen trostlosen Eindruck. Der leer stehende Gebäudekomplex, wo früher das Stierbräu und ein Hotel angesiedelt waren, wirkt verfallen. Aber dieser Zustand soll sich ändern. Der Abriss ist nur noch eine Frage der Zeit. Was danach entsteht, ist eines der modernsten Wohnprojekte in der Stadt Vechta. Barrierefrei von der Tiefgarage bis ins Dachgeschoss, geeignet für ältere Menschen, aber auch für junge Familien.

Die Planungsgesellschaft Wenzel und Partner (PWP) mit Sitz in Visbek hat in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planung, Bauen und Umwelt ihren neuen Entwurf für das eigenen Angaben zufolge 8 bis 9  Millionen Euro schwere Bauvorhaben einer Investorengemeinschaft vorgelegt. Maßgeschneidert nach dem überarbeiteten Verdichtungskonzept, das der Stadtrat unlängst verabschiedet hat und Bauherrn einen Bonus beim Bau von Tiefgaragen einräumt.

Gebäudekomplex umfasst 23 Wohnungen

„Für uns war immer klar, dass wir mit Tiefgarage planen“, erklärt PWP-Geschäftsführer Patrik Wenzel, der gemeinsam mit Geschäftsführerin Maike Uhlhorn an der Videokonferenz teilnahm. Sie begrüßen die Überarbeitung der städtischen Vorgaben, denn diese ermöglichen deutlich mehr Spielraum bei der Bebauung. Nun dürfen 23 statt 19 Wohnungen auf dem rund 2.800 Quadratmeter großen Grundstück errichtet werden.

In der ursprünglichen Planung waren 26 Wohnungen vorgesehen. Das machte sich in der Größe des Objektes bemerkbar, das in den Augen einiger Ratsvertreter und auch Nachbarn zu kolossal erschien. Den überarbeiteten Entwurf stellten Uhlhorn und Wenzel nun in einem bildlichen Vergleich zu anderen mehrgeschossigen Immobilien in der Umgebung vor. Bei dem Projekt sei ihnen wichtig, dass sich die neuen Häuser in die Örtlichkeit einfügen.

In der Tat wirkt das Eckhaus des 4-teiligen Komplexes, in dem Eigentums- und Mietwohnungen vorgesehen sind, nicht mehr so mächtig. Es weist mit seinen 3 Geschossen plus Dachgeschoss zwar immer noch eine Gesamthöhe von circa 13,4 Metern auf, doch die oberste Ebene ist jetzt eingerückt. Die übrigen 3 Häuser verfügen über 2 Vollgeschosse plus Dachgeschoss. Sie haben eine Höhe von circa 9,80 Metern.

„Wir entsiegeln ein Grundstück, das zurzeit komplett bepflastert ist.“Planer Patrik Wenzel

Auch die Anordnung der Gebäude habe sich etwas geändert, erläuterten die Planer. 40 Prozent des Grundstücks sollen aus Grünfläche bestehen und Aufenthaltsmöglichkeiten für die Bewohner bieten. Es werde versucht, die bestehende Buche zu erhalten. Auch die Dachflächen sollen begrünt werden. Wenzel hebt in diesem Zusammenhang den ökologischen Aspekt hervor: „Wir entsiegeln ein Grundstück, das zurzeit komplett bepflastert ist.“

Kurzer Blick in den Untergrund: Die Tiefgarage soll insgesamt 55 Parkplätze umfassen, davon 34 Stellplätze für die Bewohner sowie 21 Stellplätze für Besucher und auch die Gewerbeeinheit, die im Erdgeschoss des Eckhauses untergebracht wird. Dort kommt die Nutzung als Büro- und Dienstleistungsfläche in Betracht. Die öffentlichen Stellplätze entlang des Kreuzweges bleiben erhalten.

Entwurf soll nun in Bebauungsplan einfließen

Bürgermeister Kristian Kater (SPD) spricht von einem „gelungenen geänderten Entwurf“, dem sich auch die Mehrheit des Fachausschusses anschließen kann. Vorsitzender Thomas Frilling (CDU) sieht eine „deutliche Verbesserung der Lage vor Ort“. Aber es gibt auch andere Stimmen: „Passt nicht rein, zu hoch“, kommentiert VCD-Vertreter Claus Dalinghaus die Pläne für das Eckgrundstück.

Der vorgestellte Entwurf soll nun in den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Wohnprojekt Kuhmarkt/Kreuzweg“ einfließen. Den Aufstellungsbeschluss hat die Politik bereits gefasst. Die öffentliche Beteiligung erfolgt im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens. Dieses soll im Laufe des nächsten Jahres abgeschlossen werden, teilt die Verwaltung mit.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung 

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Wohnprojekt am Kuhmarkt passt ins städtische Konzept - OM online