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Wo können in Lohne Windräder errichtet werden?

Ein Gutachter soll nun Potenziale in der Stadt Lohne aufzeigen. Das bisherige Konzept ist nicht mehr rechtssicher.

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Symbolfoto: dpa

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Die Stadt Lohne plant eine Untersuchung zu Potenzialflächen für Windenergie. Die Ergebnisse sollen in den Flächennutzungsplan '80 aufgenommen werden – auch, um eine Ausschlusswirkung auf die übrigen Bereiche des Stadtgebietes zu erzielen. Der Ausschuss für Umwelt, Bau und Stadtentwicklung hat sich jüngst mit dem Thema beschäftigt und einmütig die Aufnahme des Verfahrens empfohlen.

Zum Hintergrund: Um die nationalen Klimaziele zu erreichen, ist ein drastischer Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland unabdingbar. Im Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien nimmt unter anderem die auf dem Festland erzeugte Windenergie eine wichtige Rolle ein. Bis 2030 sollen 80 Prozent des Strombedarfs in Deutschland durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Dazu sind 2 Prozent der Landesfläche für Windenergie auszuweisen. Das Land Niedersachsen hat darüber hinaus das Ziel, den Energiebedarf bis 2040 komplett auf erneuerbare Energien umzustellen. Dazu müssen bis 2030 mindestens 20 Gigawatt und bis 2040 sogar 30 Gigawatt Windenergieleistung an Land installiert werden.

Es geht um Pläne in Klein-Brockdorf und Brockdorf

Bei der Stadt waren zuletzt zwei Anträge auf Änderungen des Flächennutzungsplans mit Bezug zur Windenergie eingegangen. Zum einen geht es um das geplante Repowering der bestehenden Windkraftanlagen in Klein-Brockdorf – und konkret um die bisher dem Vorhaben entgegenstehenden Höhenbegrenzungen. Zum anderen gibt es Pläne für die Errichtung eines Bürgerwindparks in der Mühler Brauck in Brockdorf.

Windräder sind im Außenbereich privilegiert und benötigen keine explizite Ausweisung im Flächennutzungs- oder einem Bebauungsplan. Die Genehmigung erfolgt nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Allerdings gibt es die Option einer Konzentrationsflächenplanung, erläuterte der stellvertretende Bauamtsleiter Matthias Reinkober in der Sitzung. Außerhalb dieser festzulegenden Zonen seien keine Anlagen zulässig.

In Lohne gibt es bereits eine solche Planung. Gemäß dem neuen Windenergieerlass des Landes aus dem Vorjahr sowie neueren Gerichtsurteilen ist das bestehende Standortkonzept jedoch nicht mehr aktuell – und damit nicht mehr rechtssicher. Die Stadt will nun die Konzentrationszonen neu festlegen.

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