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Wir müssen zahlen!

Thema: die Kosten der Klimaneutralität – Klimaneutral zu werden, das ist teuer. Die Alternative aber kostet noch viel mehr.

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5 Billionen Euro soll es also kosten, Deutschland klimaneutral zu machen. Und schon hören wir den lauten Schrei: Wer soll das bezahlen? 

Wir können Banken retten und Großkonzernen mit durchaus stattlichen Summen finanziell unter die Arme greifen. Aber den Erhalt unseres Lebensraums finden wir zu teuer? Natürlich muss nicht alles mit dem Siegel „Klimaschutz“ gut sein und bezahlt werden. Aber das Alles-viel-zu-teuer-Argument zieht nicht mehr. Und auch nicht die Deutschland-kann-das-nicht-allein-Leier. Zum Klimaschutz gibt es keine Alternative. Oder anders gesagt: Die Alternative ist noch viel teurer. Sie kostet Leben.

Und noch einen Fakt dürfen wir nicht vergessen: Investiert werden muss ohnehin. Der Erhalt der Infrastruktur etwa kostet viel Geld. Vom Ausbau gar nicht zu reden. Warum also nicht diese Summen nehmen und in klimaneutrale Alternativen stecken. Es stehen also nicht 5 Billionen Euro einer Null gegenüber. Zudem reden wir über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren.

Wenn wir den Umbau von Wirtschaft, Industrie und Staat zur Klimaneutralität jetzt nicht angehen, können unsere Kinder und Enkel für kein Geld der Welt den Wohlstand genießen, den wir jetzt haben. Das hat sogar das Bundesverfassungsgericht der alten Bundesregierung ins Stammbuch geschrieben.

Deshalb sollten wir nicht nur auf Wirtschaft und Politik schauen. Jeder von uns sollte an seiner ganz persönlichen CO2-Bilanz arbeiten. Flugreisen und Fleisch zum Beispiel sind schlicht zu günstig, dabei können wir uns die aktuelle Maßlosigkeit unter ökologischen Gesichtspunkten schon lange nicht mehr leisten. Wenn die Folge der Preissteigerungen zwecks CO2-Kompensation ist, dass der Malle-Trip ausfällt, ist das leider so. Wir werden verzichten müssen. Es ist wie bei einer Diät: Abnehmen und Süßigkeiten futtern, das geht nicht. 

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