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Wir müssen uns anpassen

Thema: Wetterextreme – Sie fordern Opfer und schaden der Wirtschaft. Weil sie zunehmen werden, gilt es, geeignete Anpassungsstrategien zu entwickeln und mit der neuen Wirklichkeit leben zu lernen.

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Etwa 110 Milliarden Euro Schaden haben Wetterextreme in den vergangenen vier Jahrzehnten in Deutschland verursacht. Rein rechnerisch sind das zwischen 2 und 3 Milliarden pro Jahr. Ob das viel oder wenig ist, mag jeder selbst beurteilen. Zum Vergleich: Allein 2020 summierte sich der Schaden, der der deutschen Wirtschaft durch Cyberangriffe entstand, auf 220 Milliarden Euro.

Leichthin abtun darf man den Bericht der EU-Umweltagentur trotzdem nicht. Der Klimawandel ist real und das bedeutet, dass sich die Staaten auf häufigere Extremereignisse einzustellen haben. Zwar muss alles unternommen werden, was möglich ist, um den Temperaturanstieg zumindest zu verlangsamen. Wir sollten uns aber auch nichts vormachen: Wenn in Grönland die Gletscher schmelzen, löst das sowohl öffentliches Bedauern als auch wachsendes Interesse an den in der Arktis schlummernden Bodenschätzen aus. Mehr als Minimalziele dürften sich weltweit kaum durchsetzen lassen. Zumindest das sollte aber gelingen.

Weil sie nicht mehr gänzlich aufzuhalten ist, müssen wir lernen, mit den Folgen der Erderwärmung zu leben. Die verheerende Flutkatastrophe an der Ahr ist dafür ein Paradebeispiel. Das Wasser wird sich auch beim nächsten Mal den leichtesten Weg ins Tal suchen. Das Bauen in überschwemmungsgefährdeten Gebieten muss deshalb künftig tabu sein. Der Mensch hat sich den neuen Umweltbedingungen anzupassen – es ist nicht umgekehrt. Dass er das kann, hat er in den vergangenen Jahrtausenden immer wieder bewiesen. 

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