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Wimberg: "Projekt eröffnet Löningen viele neue Perspektiven"

Ende 2022, so hoffen die Verantwortlichen, können die ehrenamtlichen Retter von Feuerwehr und Rotem Kreuz ihr neues Gebäude beziehen, für das am Donnerstag der erste Spatenstich getätigt wurde.

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Spatenstich: Den offiziellen Baubeginn für das Feuerwehrgerätehaus  und die DRK-Räume machten Landrat Johann Wimberg (7. von links), Bürgermeister Marcus Willen (5. von links) sowie Vertreter der Stadt, der Planer und des DRK.   Foto: Siemer

Spatenstich: Den offiziellen Baubeginn für das Feuerwehrgerätehaus  und die DRK-Räume machten Landrat Johann Wimberg (7. von links), Bürgermeister Marcus Willen (5. von links) sowie Vertreter der Stadt, der Planer und des DRK.   Foto: Siemer

Viel Lob gab es gestern für die Stadt Löningen aus berufenem Mund beim offiziellen ersten Spatenstich für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses und der in dem Gebäudekomplex ebenfalls untergebrachten Räume und Garagen der ehrenamtlich tätigen Rote-Kreuz-Bereitschaft Löningen.

Landrat Johann Wimberg bezeichnete das gemeinsame Unterbringen beider Rettungsinstitutionen und vor allem den Standort zwischen Elberger und Linderner Straße als richtungsweisenden Weg für Löningen. Er erinnerte an die gleichzeitigen Entwicklungsplanungen in unmittelbarer Nähe an der Linderner Straße. Dort gebe es konkrete Überlegungen für den Neubau der Maximilian-Kolbe-Förderschule, das Gymnasium und sein Umfeld werde erneuert und die Stadt plane zusammen mit dem größten Sportverein des Kreises ein Sportzentrum im Schulzentrum. „Mit dem neuen Standort der Wehr ergeben sich viele neue, interessante Perspektiven sowohl am derzeitigen Standort der Feuerwehr an der Lindenallee wie der Kolbe-Schule am Hohen Ufer.“

Gemeinsame Lösung: Der Grundriss des neuen Feuerwehrgerätehauses und des neuen Standortes der DRK-Bereitschaft.  Grafik: db-bauGemeinsame Lösung: Der Grundriss des neuen Feuerwehrgerätehauses und des neuen Standortes der DRK-Bereitschaft.  Grafik: db-bau

Die vielfältigen Planungen erinnerten ihn an die Schmücker-Zeit in Löningen, als mit Weitsicht Projekte wie das Forum Hasetal oder die Sporthalle angestoßen worden seien. Er rief die Löninger dazu auf, in sich den Mut der damaligen Zeit für die weitere Entwicklung der Stadt wachzurufen.

Tag der Freude für die Stadt Löningen

"Dies ist für die Stadt ein Tag der Freude, jetzt geht es los, wir müssen nur noch bauen", erklärte Bürgermeister Marcus Willen. Er erinnerte an den langen Weg bis zu diesem Baubeginn mit dem Feuerwehrbedarfsplan und den anfänglich geführten Diskussionen über den jetzigen Standort, der ermögliche, alle Einsatzorte der Stadtgemeinde schnell zu erreichen. Sowohl die Wehr wie auch die DRK-Aktiven seien alles andere als zeitgemäß in zu kleinen und wenig attraktiven Räumen untergebracht. Dass jetzt eine gemeinsame Lösung mit vielen Synergien bei der Raumnutzung möglich sei, dafür gebührten den handelnden Personen in beiden Einrichtungen Lob und Dank.

Der Bürgermeister dankte auch den Planern von db-bau, die geduldig und trotzdem mit Akribie die notwendigen Umplanungen vorgenommen hätten. Als mögliche Bereicherung wertete Willen die sowohl von der Stadt wie von den Verantwortlichen der Remmers AG gewollte Zusammenarbeit von Freiwilliger Feuerwehr und Werksfeuerwehr. "Das kann möglicherweise eine spannende Perspektive sein", so Willen.

Für den Bürgermeister ist der neue Gebäudekomplex auch optisch ein Quantensprung. „Ich bin davon überzeugt, dass die Motivation, sich in beiden ehrenamtlichen Rettungsorganisationen zu engagieren, mit diesen optimalen Bedingungen deutlich zunimmt.“

Gesamtkosten werden mit 5,5 Millionen Euro veranschlagt

Nach Angaben von Fachbereichsleiter Jens Flerlage, der auch die Bauaufsicht des Neubauprojekts übernimmt, sind die wichtigsten Aufträge vergeben. Er geht von Gesamtkosten für das Ende 2022 vollendete Projekt in Höhe von 5,5 Millionen Euro aus, wobei das Rote Kreuz im Grundsatz seinen Anteil selbst trage. Mit dem neuen Gebäudekomplex, der nach dem KfW-40-Standard gebaut und aus dem Fernwärmenetz der Gebr. Groß geheizt werde, entsteht eine 2200 Quadratmeter bebaute Fläche. Damit alle Infrastruktur-Projekte rund um die neue Wehr nahtlos ineinander greifen können und die Aktiven  den neuen Standort sofort voll nutzen können, soll der neue Busbahnhof an der Linderner Straße im Sommer 2022 fertig sein, dann folgt der Kreisverkehr auf der Kreuzung Linderner und Ringstraße, anschließend die neue Planstraße, bevor 2023 die Elberger Straße saniert wird.

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