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Wie soll künftig in Langenberg gewohnt werden?

Der Planungs- und Bauausschuss diskutiert über das Baugebiet "Östlich der Bahnhofstraße". In einem Punkt stimmen alle überein: Ein Ideenwettbewerb soll modernes Wohnen in der Gemeinde ermöglichen.

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Noch reiner Acker: Auf dem Gelände vor den Toren Handorf-Langenbergs soll eine Wohnsiedlung mit 110 Wohneinheiten entstehen. Foto: Vollmer

Noch reiner Acker: Auf dem Gelände vor den Toren Handorf-Langenbergs soll eine Wohnsiedlung mit 110 Wohneinheiten entstehen. Foto: Vollmer

Während der jüngsten Sitzung haben die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses beschlossen, einen städteplanerischen Ideenwettbewerb für das Baugebiet "Östlich der Bahnhofstraße" in Langenberg auszuschreiben. Anhand eines Ausschreibungsentwurfs der Verwaltung entwickelte der Ausschuss eine endgültige Fassung.

Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, als es um die Baumreihe entlang der Bahnhofstraße ging. Die Gruppe CDU-Fraktion/FDP wollte die Baumreihe entfernt wissen, da ansonsten eine Einfahrt ins Baugebiet schwer herzustellen sei und zugleich Platz für einen Radweg geschaffen würde. Zudem könnten die Bäume die Sonneneinstrahlung auf mögliche Solaranlagen verringern. Eine Kompensierung könne im Baugebiet erfolgen.

Dem stimmte Andreas Lucht (IGeHo) zu. Stefan Heidler (SPD) forderte eine Begutachtung durch Fachleute. Am Ende wurde festgeschrieben, dass der Baumbestand im parallelen Verlauf zur Bahnhofstraße nach Möglichkeit zu erhalten oder in dem Baugebiet zu kompensieren ist. Im Rahmen der Entstehung der neuen Siedlung ist die Sanierung der Bahnhofstraße mittelfristig geplant. Diese wird beidseitig einen Geh- und Radweg von 13,50 bis 15 Meter Breite aufweisen.

Andreas Lucht betonte mehrmals im Verlauf der Sitzung, dass die Kriterien für den Ideenwettbewerb nicht zu eng gefasst werden dürften, um den Teilnehmern möglichst großen Spielraum zu geben, damit möglichst viele kreative Ideen eingehen. Angesichts der bevorstehenden Sommerferien schlug er vor, die Abgabefrist um 4 Wochen auf den 31. August festzulegen. Das fand Zustimmung bei 2 Gegenstimmen der SPD.

Insgesamt sollen 110 Wohneinheiten und ein Laden entstehen

Der Anteil der freistehenden Einfamilienhäuser beträgt 60 Prozent. Für die weiteren Bauformen gilt folgende Aufteilung: Kettenhäuser mit maximal 4 aufeinanderfolgenden Einheiten und  sowie Mehrfamilienhäuser mit maximal 6 Wohneinheiten entlang des Steinfelder Dammes werden mit 15 Prozent gewichtet. Und für den Sozialen Wohnungsbau maximal 6 Wohneinheiten stehen 10 Prozent zur Verfügung. Insgesamt sollen 110 Wohneinheiten entstehen, inklusive eines kleinteiligen Einzelhandels.

Vorgegeben wurde die Versickerung von anfallendem Regenwasser auf den Grundstücken der Eigentümer sowie für den öffentlichen Bereich die Errichtung eines Regenrückhaltebeckens. Außerdem soll eine Gebäudehöhe bis 10,50 Meter mit maximal 2 Vollgeschossen eingehalten werden. Staffelgeschosse der Gebäude soll es nicht geben.

Der städteplanerische Ideenwettbewerb soll unter Zuhilfenahme der zentralen Vergabestelle (ZVS) des Landkreises Vechta öffentlich ausgeschrieben werden. Gleichzeitig soll ein Hinweis bei OM-Medien und auf der Gemeinde-Homepage bekanntgegeben werden. Einzureichen sind die Wettbewerbsunterlagen auf Vorschlag des beratenden Mitglieds Sergej Belz (IGeHO) zusätzlich mit einem maßstabsgetreuen Lageplan. Die 3 erstplatzierten Teilnehmer erhalten die Gelegenheit, ihre Entwürfe der Vergabekommission vorzustellen.

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