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Wie die Löninger Verwaltung mehr Platz bekommen soll

Anbau statt Neubau: Der Lösungsansatz sieht vor, dass das Rathaus und der alte Bahnhof weitergenutzt werden. Mit modernen Bauelementen sollen sie verbunden werden. Auch die Polizei soll einziehen.

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Ein wichtiger Teil des Lösungsansatzes, um mehr Platz für die Verwaltung zu schaffen, ist ein Anbau auf dem Parkplatz, der mit einem Verbindungsteil an den Alten Bahnhof angebunden wird. Vorne soll die Polizei untergebracht werden. Foto: Siemer

Ein wichtiger Teil des Lösungsansatzes, um mehr Platz für die Verwaltung zu schaffen, ist ein Anbau auf dem Parkplatz, der mit einem Verbindungsteil an den Alten Bahnhof angebunden wird. Vorne soll die Polizei untergebracht werden. Foto: Siemer

Die Antwort auf die Löninger "Rathaus-Frage" scheint gefunden.  Bürgermeister Burkhard Sibbel, Geschäftsbereichsleiter und Diplom-Ingenieur Jens Flerlage sowie der Erste Stadtrat Thomas Willen haben jetzt OM-Online erklärt, wie der Platzbedarf der Verwaltung gestillt werden kann. "Wir sind nach den bisherigen Gesprächen auf einem guten Weg“, freute sich Sibbel.

Konzept sieht Verzicht auf die "große Lösung" vor

Der große Unterschied zum bisherigen Lösungsansatz eines großen Neubaus an der Stelle des derzeitigen Feuerwehrgebäudes ist die Weiternutzung des bisherigen Rathauses und des ehemaligen Bahnhofs, in dem vor allem der Bereich "Planen, Bauen und Bauverwaltung" untergebracht werden könnte. Nach Flerlages Idee  entstehen zwei neue, gleich gestaltete moderne Gebäude mit viel Glas links und rechts des weit über 100 Jahre alten traditionellen Backstein-Bahnhofs.

Das eine würde Rathaus und Bahnhof verbinden und könnte gleichzeitig als neuer Haupteingang dienen. Auf der anderen Seite ist ein Neubau zwischen der derzeitigen Feuerwehr und dem Bahnhof vorgesehen, der ebenfalls mit dem vorhandenen Gebäude verbunden wird. Neue Räume für Mitarbeiter sind unter anderem im alten Rathaus dort vorgesehen, wo heute der Eingangsbereich ist, dazu im zweigeschossigen Neubau in Richtung Bahn. Vorne in Richtung Parkplatz soll die Polizei untergebracht werden. „Das spielt für uns nach wie vor natürlich eine sehr große Rolle bei den Überlegungen“, betonte Sibbel.

„Wir wollen das Polizeirevier und seine Mitarbeiter natürlich in Löningen behalten.“Burkhard Sibbel, Bürgermeister von Löningen

Er habe bereits ein Gespräch mit den Verantwortlichen in Oldenburg geführt. Dabei habe er seinen Wunsch betont, an  einer gemeinsamen Lösung festhalten zu wollen. In der kommenden Woche gebe es dann ein weiteres Treffen mit allen Beteiligten. „Wir wollen das Polizeirevier und seine Mitarbeiter natürlich in Löningen behalten“, betonte der Bürgermeister.

Offensichtlich stoßen die Überlegungen auf eine positive Resonanz bei den Ratsmitgliedern. Fast einstimmig hat der Planungsausschuss auf seiner Sitzung am Montag 200.000 Euro für eine Organisations- und Raumbedarfsuntersuchung in den kommenden Wochen und Monaten bewilligt. Auch für den zeitlichen Ablauf gibt es bereits Überlegungen. Die zeigen, dass das Projekt nicht auf die lange Bank geschoben, sondern angepackt werden soll.

Ende des Jahres könnte für den ersten Abschnitt der Bauantrag gestellt werden

Nach Flerlages Vorstellungen soll für den neuen Anbau als erstem Teil bereits Ende des Jahres der Bauantrag gestellt werden, sodass im Laufe des Jahres 2024 die Räume von Verwaltung und Polizei genutzt werden können. Im zweiten Schritt würden dann der Verbindungstrakt gebaut und das alte Rathaus kernsaniert. Als Ausweichräume für die Mitarbeiter soll die alte Feuerwehr dienen, sodass auf teure Container als Ausweichlösung verzichtet werden könnte.

Zu Kostenschätzungen wollten sich weder der Bürgermeister noch der Geschäftsbereichsleiter konkret äußern. Das sei erst möglich, wenn konkretere Baupläne erarbeitet worden seien. „Klar ist aber, dass wir mit dieser Lösung deutlich günstiger unterwegs sind, als bei einem kompletten großen Neubau an Stelle der jetzigen Feuerwehr“, betonte Sibbel.

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