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Weniger Menschen erkranken an Grippe oder dem Norovirus

Schnupfen, Halsweh oder Durchfall - für viele Erkrankungen sind Viren verantwortlich. Corona-Regeln wie Kontaktbeschränkungen machen es den Erregern schwer, sich zu verbreiten.

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In der Corona-Pandemie sind in Niedersachsen deutlich weniger Erkrankungen mit anderen Infektionskrankheiten wie Grippe gemeldet worden. Foto: dpa/Hutzler

In der Corona-Pandemie sind in Niedersachsen deutlich weniger Erkrankungen mit anderen Infektionskrankheiten wie Grippe gemeldet worden. Foto: dpa/Hutzler

In der Corona-Pandemie sind in Niedersachsen deutlich weniger Erkrankungen mit anderen Infektionskrankheiten wie Grippe gemeldet worden. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach wurden in diesem Winter deutlich weniger Influenza-Erkrankungen registriert als in den Jahren zuvor. So gab es in der ersten Kalenderwoche 2021 4 Fälle - in der Vorjahreswoche waren es 112. Auch wenn die Zahl von Jahr zu Jahr schwankt - so wenige Fälle hat es in den vergangen Jahren noch nie gegeben.

Auch in den letzten Wochen des Jahres 2020 gab es deutlich weniger registrierte Influenza-Fälle als in den Jahren zuvor. Die Entwicklung zeigt sich bundesweit. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI gibt es derzeit deutlich weniger Atemwegserkrankungen als in den Vorjahren.

Die Zahl der Norovirus-Erkrankungen ist in der Corona-Krise in Niedersachsen ebenfalls deutlich zurückgegangen. Nach den RKI-Daten wurden in der zweiten Kalenderwoche 2021 4 Fälle gemeldet - in den Jahren zuvor waren es in dieser Woche deutlich mehr als 200. Auch in den Wochen zuvor zeigt die Statistik im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum einen drastischen Rückgang der gemeldeten Fälle.

Gründe für den Rückgang anderer Infektionskrankheiten sind vielseitig

Bereits nach dem ersten Lockdown waren die gemeldeten Fallzahlen vieler Infektionskrankheiten bundesweit geschrumpft. Die Gründe sind demnach vielschichtig. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die Corona-Maßnahmen einen Einfluss hatten. Demnach haben Maßnahmen wie Schul- und Kitaschließungen, Homeoffice, Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen und Handhygiene insbesondere die Übertragung von Atemwegs- und Magen-Darm-Erregern von Mensch zu Mensch verhindert.

Nach Angaben der Krankenkasse DAK-Gesundheit, die sich auf RKI-Zahlen stützt, sind im vergangenen Jahr in Niedersachsen auch Kinderkrankheiten deutlich seltener vorgekommen. Demnach gingen Windpocken um rund die Hälfte zurück, Erkrankungen durch Rota-Viren um 83 Prozent. Auch die Krankenkasse sieht als Gründe für den Rückgang vor allem die Corona-Maßnahmen der Regierung.

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