Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Weniger Coronatests könnten sich als fahrlässig herausstellen

Thema: Karl Lauterbach will kostenlose Corona-Bürgertests einschränken – Während dem Bürger in der Pandemie Verantwortungsbewusstsein anerzogen wurde, sollen diesem nun Grenzen gesetzt werden.

Artikel teilen:

Sie sind im Zuge der Corona-Pandemie der vergangenen Monate ein Stück Normalität und Alltag geworden: die kostenlosen Bürgertests. Der österliche Familienbesuch stand an – wir ließen uns sicherheitshalber testen, während der Kaffee schon durchlief. Der geplante Restaurantbesuch – wir sind verantwortungsvoll und gehen vorab kurz zum Testen. Nun soll der Zugang zu eben jenen kostenlosen Corona-Tests nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach deutlich eingeschränkt werden. Künftig sollen sie unter anderem nur noch präventiv vor Krankenhausbesuchen, Großveranstaltungen oder in sogenannten Hotspots ermöglicht werden.

Das mag auf der einen Seite vernünftig erscheinen, sollen doch in der Vergangenheit Tests abgerechnet worden sein, die gar nicht durchgeführt wurden. Gleichzeitig seien Tests durchgeführt worden, die eigentlich nicht notwendig gewesen wären. Löblich also, mit einem engmaschiger gestrickten Rahmen Kosten der öffentlichen Hand einzusparen.

Jeder Test ist Ausdruck von Verantwortungsbewusstsein

Auf der anderen Seite aber muss die Frage erlaubt sein, ob sich wirklich jemand aus „Jux und Dollerei“ im Vorbeigehen ein Wattestäbchen ins Riechorgan führen lässt, um unnötig Kosten zu verursachen. Vielmehr möchte ich jedem, der sich bislang vor diesem oder jenem Termin freiwillig hat testen lassen, ein besonderes Verantwortungsgefühl der Allgemeinheit gegenüber attestieren.

Diesem nun aus finanziellem Vernunftgefühl heraus Hürden in den Weg zu bauen, mag sich als Fahrlässigkeit herausstellen, die wir spätestens im Herbst bereuen könnten.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Weniger Coronatests könnten sich als fahrlässig herausstellen - OM online